Der erste Band von Hanna-Linn Havas Schneewittchens Geister kommt bei mir in der Zweitlektüre besser weg. Erschreckender Weise konnte ich mich an kaum etwas erinnern, was natürlich fürs Heutelesen wiederum ganz schön war. In meiner Rezi damals bemängelte ich Plotlöcher, die vielleicht in der Neuausgabe behoben sind, wer weiß, ich las erneut die Erstausgabe, die mich heute aber gar nicht mehr stören. Andere Sachen sind mir inzwischen wichtiger: glaubwürdige Figuren, Humor, Sprache und eine insichkonsistente phantastische Welt. Auch kenne ich nun ein paar Werke mehr der Autorin und sehe ihren klaren Umgang mit menschlicher Gewalt, der trotz Fantasy-Mantel schonungslos ist. Und ich mag ihren feinen Witz in der Charakterisierung kauziger Typen.
Der zweite Band, Werwölfe und schmutzige Wäsche, fängt bisher nahtlos Stil und Figuren farbgleich ein.
Das zweite und wohl letzte Urlaubsbildchen repräsentiert die Novembernatur des Waldes.

