Der heutige Online-Aufmacher des DLF zur Kriegswirtschaft
Die teuren Jurist*inn*en einiger weniger deutscher Milliardärsclans, jener die durch das Drucken von Zeitungen unermesslich reich (und mächtig) geworden sind, haben diese Waffe geschmiedet: “Presseähnlichkeit”. Als dieses Internet aufkam, und den freien Fluss von Milch und Honig auf ihre Festgeldkonten zu unterbrechen drohte, wandten sie sich mit dieser Waffe gegen die öffentlichen Medien, die uns Deutschen einst von den antifaschistischen Befreiern geschenkt wurden. Es sollte ihnen von gut ausgewählten willfährigen Gerichten verboten werden, die Aneinanderreihung von Buchstaben in dieses Internet zu stellen – nur Töne und bewegte Bilder sollten erlaubt sein.
Ein untauglicher Versuch, sterbende Monopole zu verteidigen. Aber so ist es deutsch (s. Auto- oder Energieindustrie). Ein besonders offenes Ohr fanden die Milliardär*inn*en, wie fast immer, bei den 16 deutschen Ministerpräsident*inn*en und in deren Staatskanzleien der Bundesländer. Denn dort werden die Gesetze (“Staatsverträge”) geschrieben, auf deren Basis die öffentlichen Medien arbeiten müssen. Die Chef*innen in diesen Medien zittern längst vor jeder Landtagswahl, die eine Kündigung ihres Staatsvertrages zur Folge haben könnte. Denn die AfD lehnt Geschenke von antifaschistischen Befreier*inne*n konsequent ab. Ihre Priorität sind Geschenke für die Milliardär*inn*e*n, von denen sie längst bespendet wird – die legitimen Botschafter Donald Trumps in der BRD.
Womit wir schon bei dem erhellenden Beitrag sind, der heute die Startseite des Deutschlandfunks einige Stunden aufmachen durfte. Er ist schon deswegen nicht presseähnlich, weil mir keine Presse in unserem Land bekannt ist, die sowas noch druckt. Halten Sie es also in Ehren, es ist selten. Und offen, wie lange es in unserer Republik noch publiziert werden kann:
Markus Metz und Georg Seeßlen: “Die neuen Dealmaker: Über Wirtschaftskriege und Kriegswirtschaften – Mit Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident zerbricht die Nachkriegsordnung der Weltwirtschaft. Handelskriege und nationale Egoismen prägen Politik und Ökonomie. Zahlen die Bürger den Preis für Profite und Macht?”
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Kurt Terstegen/Jacobin: “Opportunisten kenne keine Klassen – Militarismus galt lange als rechtes Thema. Heute sehen wir eine linksliberale Mobilisierung, die auf Opferbereitschaft für den deutschen Staat setzt. Damit fallen die heutigen Liberalen hinter bürgerliche Errungenschaften zurück.”
Habermas
Der soeben verstorbene Jürgen Habermas hat sich ebenfalls mit diesem Menschheitsproblem intensiv intellektuell und publizistisch auseinandergesetzt, so lange es seine Kraft erlaubte. Die Medien sind mit Nachrufen zu ihm geflutet, überwiegend digital vermauert. Die Blätter haben ältere Texte online frei gestellt, einer zu seinem 95. Geburtstag und ein noch älteres Interview mit ihm selbst:
Albrecht v. Lucke: “»Go west«, trotz alledem – Das unvollendete Projekt des Jürgen Habermas” (2024)
“Wege aus der Weltunordnung – Interview mit dem Philosophen und “Blätter”Mitherausgeber Jürgen Habermas” (2004)