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NIUS bezeichnet Hitzetote eiskalt als „bereits todgeweihte Menschen“

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NIUS bezeichnet Hitzetote eiskalt als „bereits todgeweihte Menschen“

von Thomas Laschyk | Juli 1, 2025 | Aktuelles

In einem aktuellen Artikel hatte das rechtsradikale Fake-News-Portal NIUS tatsĂ€chlich Hitzetote als „bereits todgeweihte Menschen“ bezeichnet. Diese Formulierung wurde spĂ€ter stillschweigend entfernt – ohne jeden Hinweis an die Leser. Doch wir haben gesehen, wie diese Leute denken: NIUS entlarvt damit eine sozialdarwinistische und menschenverachtende Haltung, gepaart mit faktenferner Verharmlosung der Klimakrise.

Es wird immer öfter immer heißer

Jedes Jahr sterben tausende Menschen in Deutschland aufgrund von Hitze. Direkt, aber auch indirekt: Die Kombination von Vorerkrankungen und Hitze erhöht das Sterberisiko – dementsprechend zĂ€hlen auch die Menschen zu den Hitzetoten, die nicht aufgrund eines Sonnenstichs oder Hitzschlags sterben, sondern weil sie z.B. eine Herz-Kreislaufkrankheit hatten und diese durch die Hitze verstĂ€rkt wurde. Forschende berechnen statistisch die sogenannte Übersterblichkeit aufgrund von Hitze. Das RKI ging im letzten Jahr somit in Deutschland von ca. 3.000 SterbefĂ€llen aus.  

Die Übersterblichkeit ist die dramatischste Hitzefolge – jedoch bei weitem nicht die Einzige: Wir schlafen nicht nur schlechter, es kommt auch zu mehr Verletzungen, weil Menschen sich weniger konzentrieren können UND die mentale Gesundheit leidet nachweislich unter extremer Hitze. In Deutschland werden am Dienstag Temperaturen bis 38 Grad erwartet. Das ist nicht normal: Die Tagesschau teilte auf Instagram diese schöne Illustration, die zeigt: Die Höchsttemperaturen werden nicht nur immer höher, die Tage mit hohen Temperaturen werden auch mehr.

In einem NIUS-Artikel wird nun versucht, Warnungen vor den Gesundheitsgefahren der Klimakrise lĂ€cherlich zu machen. So wird etwa ein plastischer Vergleich des bekannten Arztes und Moderators Eckart von Hirschhausen zitiert: Bei extremer Hitze wĂŒrden die Eiweiße im Gehirn „irreversibel zerstört“ – „wie ein Ei“, das gekocht wird. Hirschhausen wollte damit veranschaulichen, wie tödlich Hitze fĂŒr den menschlichen Körper sein kann.

NIUS stellt es jedoch als „spektakulĂ€re These“ hin und unterstellt, das sei Panikmache. Auch andere Fakten und Zitate werden versucht, ins LĂ€cherliche zu ziehen. Auch alte, lĂ€ngst widerlegte Fake Nius werden neu aufgewĂ€rmt:

Die 48-Grad-Wahrheit: ESA-Wettervorhersage fĂŒr Italien eingetroffen

Mit anderen Worten: Jegliche Warnungen vor Klimafolgen werden von NIUS pauschal ins LĂ€cherliche gezogen.

Hitzetote lassen NIUS kalt

Am zynischsten ist jedoch die Passage ĂŒber die Todesopfer von Hitzewellen. Wörtlich erklĂ€rte NIUS zunĂ€chst, unter den durch Hitze Verstorbenen befĂ€nden sich â€žĂŒberproportional viele bereits todgeweihte Menschen, die durch zu warme Außentemperaturen dann hĂ€ufig nur Tage oder einige Wochen frĂŒher versterben, als es die Natur ohnehin vorgesehen hĂ€tte“.

Menschen auf diese Weise als „todgeweiht“ abzustempeln, ist ungeheuer zynisch. Hier offenbart sich ein sozialdarwinistisches Weltbild, in dem das Leben vulnerabler (verletzlicher) Personen scheinbar weniger wert ist. NIUS versucht damit, die Hitzeopfer aus der Statistik moralisch zu löschen – nach dem Motto: Sie zĂ€hlen nicht, weil es „natĂŒrliche“ Tode gewesen seien. Haben diese Menschen kein Recht auf Leben, wenn sie Vorerkrankungen haben?!

Offenbar wurde selbst NIUS im Nachhinein klar, wie entlarvend und skandalös diese Formulierung ist. Der entsprechende Absatz wurde nachtrĂ€glich klammheimlich geĂ€ndert. NatĂŒrlich ohne jeden Korrekturhinweis fĂŒr die Leser. In der ursprĂŒnglichen Version kursierte der O-Ton jedoch bereits in den sozialen Netzwerken, wo sich zahlreiche Kommentatoren entsetzt zeigten. Wir wurden darauf von Anton Reiner auf Bluesky hingewiesen:

Hier Fakten, die NIUS dir verheimlichen will

Schauen wir auf die Fakten, die NIUS in Abrede stellt. Es ist wissenschaftlich eindeutig belegt, dass die Temperaturen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen sind – global und besonders in Europa. Seit der Industrialisierung hat sich die Erde bereits um ĂŒber 1 °C erwĂ€rmt.

Von den zehn wĂ€rmsten jemals gemessenen Jahren liegen alle in den jĂŒngsten Jahren seit 2010. Die letzten drei Jahre waren buchstĂ€blich die heißesten drei Jahre.

Die Klimaforschung stellt klar: Die vom Menschen verursachte ErderwĂ€rmung fĂŒhrt dazu, dass extreme Hitzewellen hĂ€ufiger und intensiver auftreten. Insbesondere Europa hat sich ĂŒberdurchschnittlich stark aufgeheizt – doppelt so schnell wie der globale Mittelwert. Mit der Zunahme extremer Hitze nehmen auch deren Folgen zu. Hitzeperioden, die frĂŒher seltener waren, treten heute öfter und intensiver auf – mit teils verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit. Hitzewellen sind schon jetzt das tödlichste Wetterextrem ĂŒberhaupt, wenn man die Anzahl der Todesopfer betrachtet.

Mit NIUS allein sterben?

Angesichts dieser Fakten wĂ€re es geboten, alles daranzusetzen, Menschen vor tödlicher Hitze zu schĂŒtzen. Schon einfache Maßnahmen können helfen, gefĂ€hrdete Gruppen vor einem Hitzetod zu bewahren. Doch NIUS erweckt stattdessen den Eindruck, es handele sich bei den Hitzeopfern um unvermeidbare „natĂŒrliche“ TodesfĂ€lle, die man getrost ignorieren könne? Das ist nicht nur zynisch, sondern auch gefĂ€hrlich. Indem NIUS die Opfer aus der Statistik zu streichen versucht, verharmlost das Portal die reale Gefahr der Klimakrise. Es soll offenbar der Eindruck entstehen, als bestehe kein Handlungsbedarf – schließlich „wĂ€ren diese Menschen ja sowieso gestorben“.

SelbstverstĂ€ndlich trifft Hitze vor allem Ă€ltere oder vorerkrankte Menschen stĂ€rker – aber gerade diese Menschen verdienen deshalb unseren Schutz, anstatt sie zynisch abzuschreiben. Viele der Hitzetoten hĂ€tten mit entsprechenden Vorsorgemaßnahmen noch weiterleben können. Es ist eben nicht „von der Natur vorgesehen“, dass an einem heißen Sommer tausende Menschen sterben – es ist die Folge politischer UntĂ€tigkeit und mangelnder Vorbereitung. Und es gibt noch eine extra Dimension: Eine Analyse zeigt beispielsweise: Arme leben tendenziell in Stadtgebieten, in denen es heißer wird als in denen von den Reichen.

Wer das mit einem Achselzucken abtut, handelt verantwortungslos. Soll es etwa egal sein, wenn unsere Großeltern oder kranke MitbĂŒrger an einem Hitzschlag sterben? Diese Haltung ist menschenverachtend. Jeder vorzeitige Todesfall durch Hitze ist einer zu viel und in vielen FĂ€llen vermeidbar.

KĂŒhlen Kopf bewahren! NIUS vermeiden!

Die Klimakrise ist real und fordert bereits heute Menschenleben. Jede einzelne dieser statistischen „Nummern“ war ein Mensch – mit Familie, mit Lebensgeschichten, die nicht „ohnehin vorbei“ waren. Diese Opfer verdienen Respekt und sollen uns eine Mahnung sein, beim Klimaschutz endlich ernst zu machen. Es ist absolut gerechtfertigt, sich ĂŒber so viel Zynismus zu empören. Man sollte NIUS einfach rechts liegen lassen. Und wissen, wie sie heimlich ĂŒber Menschenleben zu denken scheinen. Wenn sie das nĂ€chste Mal einen schrecklichen Todesfall instrumentalisieren, weiß man, dass es nur zynische Freude ist, dass man wieder eine Tragödie ausnutzen kann. Wenn ihr könnt, passt auf euch oder eure Mitmenschen bei dieser Hitze auf. NIUS wird es nicht tun.

Teile des Artikels wurden mit maschineller Hilfe ausformuliert. Wie Volksverpetzer KI verwendet. Artikelbild: Tobias Steinmaurer/APA/dpa

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Thomas Laschyk

Volksverpetzer
#Eiskalt gehen westliche #Medien sĂ€mtlich darĂŒber hinweg, daß der #Iran den https://de.m.wikipedia.org/wiki/Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, #Israel jedoch niemals, wo stattdessen #Whistleblower wie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu weltweit verfolgt und im tiefsten #Keller isoliert wurden/werden.
Atomwaffensperrvertrag – Wikipedia

Stellt den Kragen hoch und vergesst Schal, Handschuhe und MĂŒtze nicht.
Es ist wieder ein eiskalter Morgen in #Leipzig

#winter #kalt #eiskalt #frost

Gefrorene Seifenblasen bei minus 5 Grad Außentemperatur.

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