„Die heil’ge deutsche Kunst!“ – Die Meistersinger (von Nürnberg) der Bundesrepublik Deutschland“ an der Staatsoper Unter den Linden
Phillip Richter
[caption id="attachment_29651" align="alignleft" width="300"] Staatsoper Unter den Linden/MEISTERSINGER VON NÜRNBERG/Foto: Bernd Uhlig[/caption]
Kurz vor Weihnachten brachte die Staatsoper Berlin die Produktion der Meistersinger von Nürnberg unter der Regie von Andrea Moses zum wiederholten Mal auf die Bühne. Ihre Premiere feierte diese anlässlich des 25-jährigen Gedenken der deutschen Wiedervereinigung am 3. und 4. Oktober 2015, damals aufgrund von Verzögerungen der Renovierungsarbeiten des Hauses unter den Linden noch im Schillertheater. Dieser Festtag der deutschen Einheit scheint der Inszenierung so eingeprägt zu sein, dass er selbst bei einer neun Jahre später statthabenden Aufführung zu anderer Jahreszeit im Vordergrund zu stehen scheint. Die bleibende Aktualität mag zwar unbestritten sein, ob es dem Werk jedoch umfassend gerecht wird, mehr einer offiziellen und dadurch bei allem versuchten Witz leicht biederen Gedenkveranstaltung als einer Wagner’schen Oper zu gleichen, sei dahingestellt. Der diesmalige Aufführungszeitpunkt im festlichen Advent schien immerhin gesanglich abzufärben, ein Sängerfest: Bei Christopher Maltman’s überragendem Hans Sachs könnte man meinen, etwas vom inkarnatorischen Kern des Weihnachtsfestes zu hören. (Rezension der Vorstellung v. 22.12.2024)
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