Elegie für Germanenheld und Chipstüte – „Siegfried“-Premiere am Royal Ballet and Opera
Lynn Sophie Guldin

Mutter Natur geht schaukeln. Gut, Kleider hat sie dabei keine an, aber mein Gott, man muss ja nicht immer so pingelig sein. In der verkohlten Welt von Barrie Koskys Siegfried am Londoner Royal Ballet and Opera gibt es selbstverständlich ein Wiedersehen mit der stummen Erda aus den vorherigen Opern. Diesmal muss sie sich mit zwei Tenören in der Weltesche herumschlagen sowie etlichen Zankereien auf einer Parkbank. Die Auseinandersetzung mit einem Naturthema im Ring siecht weiterhin ein wenig dahin, doch Kosky gelingt eine charmante und liebenswürdige Inszenierung. Das muss man, Mankos hin oder her, erst mal schaffen. (Rezension der Premiere v. 21. März 2026) […]

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Elegie für Germanenheld und Chipstüte – „Siegfried“-Premiere am Royal Ballet and Opera

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Kennt das Lied sein Ende? – Interview mit Christopher Maltman
Lynn Sophie Guldin

Gäbe es Christopher Maltman nicht, müsste man ihn erfinden. Würde man Christopher Maltman jedoch erfinden, würde die Konzeption dieses Baritons sicher augenzwinkernd weggewischt werden – ach was; wer, bitte, wandelt denn von Rossini zu Wagner, von Barbier und Billy Budd zu Wotan und Wanderer? Na, dieser! Angekommen bei den zwielichtigen Götterfiguren und Kult-Bösewichten der Oper profiliert sich der Brite soeben vor allem im Londoner Ring des Nibelungen, in dem er bald seine Reise als (versuchter) Weltenlenker Wotan im Siegfried beenden wird. Aber wie lebt es sich, wenn man nun die dramatischen Schwergewichte der Oper mit der eigenen Stimme stemmt – und wie kommt man überhaupt dort an? (Das Interview führte Lynn Sophie Guldin)  […]

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Kennt das Lied sein Ende? – Interview mit Christopher Maltman

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🇺🇦 #NowPlaying on BBC #Radio3's #WordsAndMusic Christopher Maltman, George Butterworth & Roger Vignoles: 🎵 Loveliest of Trees (A Shropshire Lad) #BBCRadio3 #ChristopherMaltman #GeorgeButterworth #RogerVignoles ▶️ 🪄 Automagic 🔊 show 📻 playlist on Spotify ▶️ Track on #Spotify:

Loveliest of Trees
The Beeb 3's Words and Music

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🇺🇦 #NowPlaying on BBC #Radio3's #EssentialClassics Ralph Vaughan Williams, Christopher Maltman & Roger Vignoles: 🎵 Songs of Travel (The Infinite Shining Heavens) #BBCRadio3 #RalphVaughanWilliams #ChristopherMaltman #RogerVignoles

Kinder von Blut und Asche – Premiere der „Walküre“ am Royal Ballet and Opera
Lynn Sophie Guldin
[caption id="attachment_30430" align="alignleft" width="300"] Royal Ballet & Opera/DIE WALKÜRE/ Foto: ©2025 Monika Rittershaus[/caption]

Wer hat Angst vor Erda? Das Publikum des Royal Ballet and Opera (ehemals Royal Opera House) hoffentlich nicht. Die Mutter der Erde steht dem Londoner Publikum selbstverständlich unbekleidet gegenüber, bevor aus dem Graben überhaupt ein Ton kommt. Barrie Kosky, Schmiedemeister des hiesigen Rings des Nibelungen, beweist: Kontinuität kann er, leider zum Preis einer konzeptionellen Weiterentwicklung. Die Inszenierung frustriert und erfreut gleichermaßen, ist die Besetzung zwar nicht fehlerlos und dennoch dem Konzept vollends gewachsen, und Antonio Pappano heimst für das Orchester des Hauses viel Jubel ein. (Besuchte Vorstellung: 1. Mai 2025) […]

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„Die heil’ge deutsche Kunst!“ – Die Meistersinger (von Nürnberg) der Bundesrepublik Deutschland“ an der Staatsoper Unter den Linden
Phillip Richter
[caption id="attachment_29651" align="alignleft" width="300"] Staatsoper Unter den Linden/MEISTERSINGER VON NÜRNBERG/Foto: Bernd Uhlig[/caption]

Kurz vor Weihnachten brachte die Staatsoper Berlin die Produktion der Meistersinger von Nürnberg unter der Regie von Andrea Moses zum wiederholten Mal auf die Bühne. Ihre Premiere feierte diese anlässlich des 25-jährigen Gedenken der deutschen Wiedervereinigung am 3. und 4. Oktober 2015, damals aufgrund von Verzögerungen der Renovierungsarbeiten des Hauses unter den Linden noch im Schillertheater. Dieser Festtag der deutschen Einheit scheint der Inszenierung so eingeprägt zu sein, dass er selbst bei einer neun Jahre später statthabenden Aufführung zu anderer Jahreszeit im Vordergrund zu stehen scheint. Die bleibende Aktualität mag zwar unbestritten sein, ob es dem Werk jedoch umfassend gerecht wird, mehr einer offiziellen und dadurch bei allem versuchten Witz leicht biederen Gedenkveranstaltung als einer Wagner’schen Oper zu gleichen, sei dahingestellt. Der diesmalige Aufführungszeitpunkt im festlichen Advent schien immerhin gesanglich abzufärben, ein Sängerfest: Bei Christopher Maltman’s überragendem Hans Sachs könnte man meinen, etwas vom inkarnatorischen Kern des Weihnachtsfestes zu hören. (Rezension der Vorstellung v. 22.12.2024)

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Der Teufel stirbt auf dem Sofa: „Tosca“ an der Staatsoper Unter den Linden
Lynn Sophie Guldin

„Shabby little shocker“, zu deutsch „schäbiger kleiner Schocker“ nannte der Musikologe Joseph Kerman Puccinis Melodrama Tosca und bezog sich damit auf die Handlung. Mag sein, mag sein – doch eine Oper, die im Spielplan regelmäßig Spiel, Spaß, Spannung und Messermord verspricht, möchten sowie düster-morbide gesinnte Thrillerfans sowie musikalische […]

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Der Teufel stirbt auf dem Sofa: "Tosca" an der Staatsoper Unter den Linden – DAS OPERNMAGAZIN

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