Kleiner Jahresrückblick :) Ich hatte viel Spaß mit den folgenden #PnP Systemen: #BestLeftBuried , #DeathInSpace , #YggdrasilBurns , #ShadowDark und #Dolmenwood . (1/x)
@HeyeBodo Eine aufgeräumte 2te Edition von #BestLeftBuried mit einem gescheiten Index. Und eine Wuxia-Variante von Old School Essentials.
Ich habe mal ein paar Gedanken zu #BestLeftBuried und meine Erfahrung mit #DeathFrostDoom auf meinem Blog zusammengefasst: https://blog.pnpde.social/bohemiaspielkunst/ruckblick-death-frost-doom-x-best-left-buried
Rückblick: Death Frost Doom X Best Left Buried

Jetzt habe ich es also geschafft, den Klassiker Death Frost Doom zu leiten. Das Modul hatte mich immer schon gereizt, weil mir die Prämis...

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Jetzt habe ich es also geschafft, den Klassiker Death Frost Doom zu leiten. Das Modul hatte mich immer schon gereizt, weil mir die Prämisse gefällt: Die Spieler:innen erkunden einen verlassen Tempelkomplex und erwecken dabei eine Armee an Untoten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie entkommen ist dabei eher gering. Das Modul ist vielmehr ein TPK mit Ansage. Das ist schon als One Shot fies, aber insbesondere innerhalb einer Kampagne dürfte das eine ziemliche üble Überraschung sein; zumal sich die neuen Charaktere dann noch dem besagten Untoten-Heer herumschlagen dürfen.

Wir haben für das Abenteuer insgesamt drei Sessions von jeweil 3-4 Stunden angesetzt, weil ich das Ganze nicht über das Knie brechen und auch ein bisschen Zeit für die Erkundung der Anlage geben wollte.

Irgendwo ist das Abenteuer so garnicht meins, weil der gesamte unterirdische Komplex eine einzige Falle ist und es mehr als eine “Save vs Death”-Stelle gibt. Das ist nicht mein “Old School”-Stil. Ich mag es ja, wenn Monster und Umgebungen gefährlich sind und wenn es primär um Erkundungen und weniger um das Erleben einer vorgefertigten Geschichte geht. Aber ich bin auch stets Fan der Spielercharaktere, denen ich die Bühne für Heldentaten bereite möchte. Bei Death Frost Doom ist der Spielleiter dann doch eher ein Gegenspieler.

Bespielt wurde das Abenteuer mit Best Left Buried (BLB). Zum einen hatten wir gerade das erste Abenteuer von “Reach of the Roach God” mit dem System gespielt, zum anderen mag ich das System. Es war zudem auch eine naheliegende Wahl, weil BLB explizit einen Schwerpunkt auf Dungeon-Erkundungen legt und über eine gute Stress-Mechanik verfügt.

Das Ganze hat insgesamt gut funktioniert, was sicherlich auch daran lag, dass BLB im Grunde mit wenigen Regeln auskommt und wir uns schon etwas warmgespielt hatten. Allerdings gibt es auch einige interessante Stellen, an denen es nicht rund lief. – Um Missverständnisse zu vermeiden: Das Folgende ist nun Jammern auf hohen Niveau.

Im Folgenden gibt es einige Spoiler. Wer “Death Frost Doom” noch als Spieler:in erleben will, sei gewarnt.

Ein Spieler hatte als Archetyp für seinen Charakter “Cabalist”. (“Archetypen” entsprechen bei BLB den “Klassen” bei anderen Systemen.) Kabalisten sind ehemalige Mitglieder von Kulten, die dementsprechend Vorteile bei Furcht-Proben haben, wenn es um Kulte geht. Für den Spielleiter ist es zunächst einmal praktisch, wenn ein “Cabalist” zum Team gehört, weil man diesem dann Informationen und Vermutungen über den Tempel-Komplex zukommen lassen kann. Der Nachteil ist, dass Kabalisten so ziemlich jede Furcht-Probe überstehen und dadurch deutlich schneller Erfahrungspunkte generieren als andere Archetypen.

In den meisten Szenerien dürfte dies kein Problem sein, weil ein Kabalist im Regelfall bei Kämpfen auf keine besonderen Fähigkeiten zurückgreifen kann. Allerdings kommt es bei Death Frost Doom erst gegen Ende zu direkten Konfrontationen, so dass der Charakter ein wenig aus der Balance zu geraten droht. Das ist faktisch zwar kein Problem, da eh am Ende alle sterben, fühlt sich aber dennoch nicht richtig an.

Dass so wenig passiert, liegt auch daran, dass Death Frost Doom auf ein wesentliches “Old School”-Element verzichtet, nämlich: Zufallsbegegnungen. Die SCs sind auf dem Friedhof und in dem unterirdischen Tempel zu Beginn schlicht die einzigen Kreaturen, die sich bewegen können. Der Mangel an NSCs und Ereignisse passt natürlich gut zur Story, aber insbesondere der erste Teil der Tempelerkundung führt so dann doch durch viele leere Räume, die man zwar durchsuchen kann, wo aber ansonsten nicht viel passiert.

Auf dem Friedhof und in dem alten Fort, in dem sich auch der Eingang zum unterirdischen Komplex befindet, gibt es erfreulich viel zu erdenken, weswegen die Abwesenheit von NSCs nicht so stark auffällt. Das ist eine Stärke des Abenteuers, die mir beim ersten Lesen garnicht so deutlich wurde. Der erste Tempelabschnitt zieht sich dann aber doch – insbesondere, weil es eine bestimmte Tür zu öffnen gilt, um in den zweiten Abschnitt vorzurücken. Wenn die Spieler:innen dann nicht auf die richtige Idee kommen, entsteht schnell das Gefühl, man habe etwas übersehen. – Meine Truppe ist übrigens nicht darauf gekommen, wie man die Tür zu den Katakomben öffnen kann (ein SC muss einen Zahn opfern). Das wundert mich rückblickend nicht, weil ich als Spielleiter den Spieler:innen normalerweise keine derartigen Opfer abverlange. Aber, wie schon gesagt, Death Frost Doom versucht auch gar nicht erst, nett zu den Spieler:innen zu sein.

Wenn die Helden dann in den Katakomben sind, kommt BLB noch einmal an seine Grenzen, weil das System keine Regeln für Gegner-Schwärme anbietet. Also muss jeder Kampf individuell abgehandelt werden – und das ist dann bei den Hunderten von Untoten, die auf die SCs einstürmen, dann doch ein wenig zuviel des Guten. Außerdem sind Zombies bei BLB dann doch kein Kanonenfutter, wie ich feststellen musste: Drei Standardzombies aus dem Regelwerk setzten den Spieler:innen ziemlich schnell zu und führten zum ersten Charaktertod im ersten Kampf.

Death Frost Doom bietet bis zu diesem Zeitpunkt übrigens solide Abenteuer-Kost (wenn man von der einen Tür absieht) mit einigen gut bespielbaren Objekten (wie einer Uhr, mit welcher man die Zeit manipulieren kann) und einigen fiesen Fallen, die auch die vierte Wand durchbrechen: Immer mal wieder reicht die SL den Spieler Abschriften von Zaubern und Gebeten auf Papier – die dann natürlich Effekte in der Spielwelt auslösen, wenn die Spieler:innen den Text laut vorlesen. Auch die schiere Größe der Anlage trägt zur Atmosphäre des Abenteuers bei, auch wenn hier die Spielleitung einiges improvisieren muss, weil die riesen Katakomben nur kurz beschrieben werden.

Bei den Beschreibungen merkt man Death Frost Doom dann auch an, dass der Text am Anfang der OSR steht: Hier wird nicht – wie etwa in den meisten OSE-Abenteuern – mit wenigen aussagekräftigen Stichworten skizziert, wie ein Raum aussieht. Hier wird noch alles recht ausführlich im Fließtext beschrieben. Dementsprechend sollte der SL sich dann die Mühe machen, die wesentlichen Informationen aus dem Text herauszufiltern. – Das hätte ich vielleicht auch tun sollen, dann wäre ich von dem zweiten NSC des Abenteuers vielleicht nicht so sehr überrascht gewesen, der in einem der letzten Räumen des Dungeons auf die Spieler:innen wartet. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich gar nicht damit gerechnet habe, dass die Charaktere soweit kommen. Aber, liebe Spielleiter:innen, wenn ihr das Abenteuer auch leiten wollt, dann beachtet den Vampir im Raum 30. Cyris Maximus bietet den Charakteren sogar so etwas wie eine Chance aus der Kult-Stätte zu entkommen, wenn diese bereit sich, sich ihm zu unterwerfen und das Untoten-Heer auf die Menschheit loszulassen.

Die Charaktere unserer Runde sind auf dieses Angebot nicht wirklich eingangen. Statt dessen sind zwei Charaktere einer Mumie zum Opfer gefallen und die letzte Überlebende ist dann von den Untoten auf dem Friedhof besiegt worden.

Im Fließtext sind übrigens noch einige sehr skurrile NSCs beschrieben, wie etwa ein bösartiger Baum – der zwar nicht mit den SCs interagieren kann, aber dessen Anwesenheit ein gutes Anzeichen für die angestrebte Atmosphäre für die Spielleitung ist. Das Gleiche gilt für den Riesen, der unter dem unterirdischen Komplex begraben liegt und dessen Atmen eine zentrales Element in der Erkundung darstellt (ohne aber, dass die Spieler eine Chance hätten, von dem Riesen zu erfahren).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich es nicht bereue Death Frost Doom geleitet zu haben. Auch wenn es im ersten Tempelabschnitt einen kleinen Durchhänger gibt, bleibt das Abenteuer stimmig und stimmungsvoll. Gleichzeitig wurde ich darin bestätigt, dass diese Art von Spiel, in dem der Spielleiter gegen die Spieler agiert, nicht meins ist. Sollte ich es dennoch noch einmal leiten, werde ich wohl ein wenig mehr Vorarbeit investieren, um den Leerlauf zu minimieren und die NSCs besser zu würdigen.

Best Left Buried bleibt auch weiterhin einer meiner Lieblinge für Horror-lastige Erkundungen. Allerdings wurde mir bei Death Frost Doom deutlich, wie stark das System auf Begegnungen mit übernatürlichen Ereignissen und einzelnen Kreaturen angelegt ist.

#OSR #BestLeftBuried #DeathFrostDoom #PnPde

REVIEW: Death Frost Doom

Side by side with what I generally call "pulp fantasy," there existed another type of fantasy -- the "weird tale." Weird tales both blend an...

Ich habe mal etwas längers über #ReachOfTheRoachGod und #BestLeftBuried geschrieben. Ich mag die Kombination, aber sie ist sicherlich nicht für jede Gruppe geeignet: https://blog.pnpde.social/bohemiaspielkunst/best-left-buried-x-reach-of-the-roach-god #PnPde #OSR
Best Left Buried X Reach of the Roach God

CN: Kolonialismus, Gewalt Ich mag Best Left Buried sehr, weil sich das schlanke System sehr oldschoolig anfühlt und ich das implizierte ...

BohemiaSpielkunst
Mooorgen! ☕️🎧 Gestern schon mal entspannt mit einer Runde #ShadowDark gestartet, morgen #DeathInSpace , am Freitag #BestLeftBuried - und dann am Samstag #Gratisrollenspieltag 🙃 Ok - am Ende der Woche werde ich nicht unterspielt sein… aber jetzt mal was arbeiten und so.
Um noch etwas erfreuliches zu berichten: Wir sind heute mit frischen Charakteren in den #OSR Klassiker #DeathFrostDoom gestartet! Wir nutzen #BestLeftBuried als Regelwerk. Das passt soweit sehr gut. Ausführlicher Spielbericht folgt im Blog (wahrscheinlich). #PnPde
@tintenteufel Oh, bei uns wird es finster... #OSR Klassiker #DeathFrostDoom mit #BestLeftBuried als Regelwerk. Ich mag ja normalerweise keine Abenteuer, die es drauf anlegen, die Charaktere zu töten. Aber einmal möchte ich das Modul dann doch leiten ...
Reach of the Roach God: Logbuch - Tag 2

Am zweiten Tag führte Iba die Vertreter des calmyischen Außenposten zur Passage der Liebenden, einen Tunnel der zum Stillen See führt. Au...

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@HeyeBodo Yip, wobei ich damit nur wirklich ein Problem bekomme, wenn die Spieler:innen zu sehr eine Wirtschaftssimulation erwarten. Mir sind deswegen abstrakte Gold-Systeme wie bei #SavageWorlds oder #BestLeftBuried lieber. Tolle Ausnahme ist übrigens #DeathInSpace : da gibt es zwar Geld für die Dinge des täglichen Bedarfs, aber alles Großes und Wichtiges wird über Versprechen und Vertrauen geregelt. Das entspricht Lustigerweise eher meinem Verständnis einer mittelalterlichen Welt.