đŸ•Šïž **Kriegsenkel – Die stille Last der Babyboomer-Generation**

Zwischen 1955 und 1975/80 geboren, behĂŒtet aufgewachsen – und doch ein stilles Drama erlebt:
→ Eltern, die als Kinder im Krieg traumatisiert wurden
→ Wiederaufbau statt Verarbeitung
→ Der Preis: GefĂŒhlsarmut, Kontrolle, Misstrauen

Die Folgen fĂŒr die Kriegsenkel?
→ Diffuse Unsicherheit und Haltlosigkeit
→ Schwierigkeiten mit Bindung und Zugehörigkeit
→ Ein Leben mit angezogener Handbremse

Referentin Mari Böhrk-Martin beleuchtet die Weitergabe von Traumata ĂŒber Generationen – mit anschließender GesprĂ€chsrunde.

📅 Mi. 25.03.2026, 17:30 Uhr
📍 Ratssaal, Rathaus Ratzeburg
♿ Barrierefrei
💰 Eintritt frei

🔗 Infos: www.vhs-ratzeburg.de
☎ 04541 891386

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#vhsratzeburg

Die Generation der "Babyboomer" geht in Rente. In Emmerich hofft man, sie fĂŒr ehrenamtliche TĂ€tigkeiten gewinnen zu können.#WDR #ErfahrungtrifftEngagement #Emmerich #Babyboomer #Ehrenamt #GenerationGold #NRW
Die Babyboomer werden gebraucht: Emmerich wirbt fĂŒrs Ehrenamt im Ruhestand
Die Babyboomer werden gebraucht: Emmerich wirbt fĂŒrs Ehrenamt im Ruhestand

Die Generation der "Babyboomer" geht in Rente. In Emmerich hofft man, sie fĂŒr ehrenamtliche TĂ€tigkeiten gewinnen zu können.

Mal was lustiges, mal raus aus dem Quatsch von heute.

#babyboomer #generation #umweltschutz #jungeGeneration #arte #WerNichtFragtStirbtDumm
Wer nicht fragt, stirbt dumm! - Jede Generation erinnert anders - Die ganze Doku | ARTE
https://www.arte.tv/de/videos/117745-003-A/wer-nicht-fragt-stirbt-dumm/

Wer nicht fragt, stirbt dumm! - Jede Generation erinnert anders - Die ganze Doku | ARTE

Was ist eigentlich ein Babyboomer? Professor Schnauzbart unternimmt dazu eine Zeitreise in die Vergangenheit und wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Generationen seit Ende der 1950er Jahre. Der Grund, wieso wir plötzlich nicht mehr wissen, was Ursache fĂŒr diese demografischen Schwankungen sind, muss wohl sein, dass sich unser Gehirn nicht immer an alles erinnert ...

ARTE

1990 Color Dreams: Unsanctioned NES Adventures Await!

Step back to 1990 with Color Dreams and explore a galaxy of unique NES titles! 🚀 This vibrant vintage ad showcases quirky gems like Captain Comic and Baby Boomer, offering hours of nostalgic pixelated fun on your classic console. ✹

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„Ok, Boomer“ – schnell getippt, schnell geurteilt. Das change Magazin der Bertelsmann Stiftung erinnert daran: Dieselbe Generation hat einst rebelliert, Proteste organisiert, Rock gehört und spĂ€ter Wirtschaft und Konsum geprĂ€gt. Heute: Smartphone in der Hand, Zeitung auf dem Tisch. Die Welt ist selten so simpel wie ein Meme.
https://www.change-magazin.de/de/generation-boomer-12-fakten-die-ueberraschen
#Babyboomer #Generationen #Gesellschaft
„Schmarotzer“? Ein hartes Wort fĂŒr die Babyboomer. Ja, wir haben profitiert. Und blockieren wir Reformen blockiert? Eine Generation im Status-quo-Modus. Ich frage: Sind wir Bremser – oder Symptom eines Systems, das VerĂ€nderung scheut? Mehr Details im Blog unter
https://stefanpfeiffer.blog/2026/02/22/kw8-kuratiert/
#Babyboomer #Generationendebatte #Reformen #60Sekunden.
https://youtube.com/shorts/YlpEGebuel0

Zwischen WM-Tourismus, Boomer-Bashing und Social-Media-Verbot: Notizen ĂŒberdrehter Debatten

Artikel, BlogbeitrÀge und Kommentare, die ich in den vergangenen Tagen erwÀhnens- und lesenswert fand, einmal mehr hier im Blog kuratiert.

  • USA-Besucher und warum die WM ein Super-Deal fĂŒr Trump ist
  • Die heile Welt von gestern kommt nicht zurĂŒck
  • Die Baby Boomer, eine Generation von Schmarotzern?
  • Auch der Kanzler fordert Social-Media-Verbot, aber 

  • In Australien funktioniert es doch auch, oder?
  • Das eigentliche Problem sind die Algorithmen, die Tech-Bros und Trump mit seinen Genossen
  • Social-Media-Verbot fĂŒr Über-40-JĂ€hrige!
  • Aus der BlogosphĂ€re
  • Diskussion auf Social Media? Nahezu unmöglich
  • Der KI-Fehler des ZDF & die Diskreditierungskampagne
  • Die Sache mit der Toleranz 
 nicht nur in der Tech-Szene
  • USA-Besucher und warum die WM ein Super-Deal fĂŒr Trump ist

    Noch am Mittwoch haben wir mit Freunden zusammen gesessen, und fĂŒr alle ist die USA momentan kein Land, in das man reisen will. Trumps wirre Politik, die Gewaltorgien des ICE und die AnkĂŒndigungen, dass kĂŒnftig verschiedene Daten wie die Social-Media-AktivitĂ€ten der letzten 5 Jahre, die genutzten E-Mail-Adressen, die Wohnorte der letzten Jahre und eventuell sogar DNA-Daten im ESTA-Antrag bei der Einreise in die USA offengelegt werden mĂŒssen, tragen zu dieser Haltung bei.

    Im ersten Jahr unter Trump sanken die Besucherzahlen in den USA um 4,2 Prozent, was einem Verlust von elf Millionen Touristen und 50 Milliarden Dollar entspricht. Kein Kompliment fĂŒr den brillanten Deal Maker, aber Rettung naht: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA. Sie wird ihm wahrscheinlich aus der Patsche helfen. Das Interesse an der Fußball-WM ist – so T-Online – groß, mit 500 Millionen Ticketanfragen, hauptsĂ€chlich aus den GastgeberlĂ€ndern und 
 Deutschland. So viel zum Thema Haltung.

    Zu einem Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Trump-Land habe ich mich ja schon geĂ€ußert. Dazu werden es die Infantino-Freunde nicht kommen lassen. Watzke und Konsorten lehnen das ja auch ab, weil die armen Sportler ja nichts dafĂŒr können (und man nebenbei seine GeschĂ€fte als DFB machen will). Auch das haben wir am Mittwoch sehr kontrovers diskutiert. Ich habe da eine sehr strikte Haltung, auch wenn der Vergleich mit der Olympiade 1936 in Berlin vielleicht etwas ĂŒberzogen ist.

    Die heile Welt von gestern kommt nicht zurĂŒck

    Christian Stöcker bringt es in seiner Spiegel-Kolumne einmal mehr auf den Punkt: Regierende, Politikerinnen und Politiker generell sollten nicht weiter den Eindruck, besser die Illusion vermitteln, als gĂ€be es ein erstrebenswertes Gestern, zu dem man nur zurĂŒckkehren mĂŒsse, damit alles wieder gut wird. ZurĂŒck in eine vermeintlich heile Welt, die in Wirklichkeit keine war. Wir mĂŒssen nur wieder hĂ€rter arbeiten. Dann wird das alles wieder gut.

    Mumpitz. Der Status quo von gestern ist ĂŒberholt. Permanente, beschleunigte VerĂ€nderung ist unausweichlich, wie in den Jahrzehnten zuvor. Und ja, Menschen mögen keinen Change. Aber Sauerland-Nostalgie hilft nicht weiter. Wir mĂŒssen uns ernsthaften Themen stellen, vom Einfluss und den Bedrohungen durch kĂŒnstliche Intelligenz – dem Schwerpunkt des Beitrags von Stöcker – bis zur Klimakrise, die einige so vehement leugnen.

    Und denken wir auch an die RattenfĂ€nger, die mit plumpen Parolen Stimmung machen. ZurĂŒck zur D-Mark. Oder an das, was Herr Trump in den USA als nostalgische heile, weiße Welt verkauft. All das wird nicht funktionieren, auch wenn sie es suggerieren. Wir werden uns der Gegenwart und ihren Herausforderungen stellen mĂŒssen, so wie es Generationen vor uns getan haben.

    Die Baby Boomer, eine Generation von Schmarotzern?

    Da fĂŒhle ich mich schon auf den Schlips getreten, wenn man mich Baby Boomer als Schmarotzer bezeichnet. Wir haben ja auch gearbeitet. Nicht wahr? Florian Harms hat im T-Online Tagesanbruch vom 17.2.2026 die Baby Boomer aufs Korn genommen. Unsere Generation habe so lange auf der Sonnenseite gestanden und strĂ€ube sich nun gegen notwendige Reformen, gegen Anpassung und Verzicht. Reformen, die den Status quo antasten, werden als Angriff empfunden. Um ja nichts zu verlieren oder abgeben zu mĂŒssen, wĂ€hlten wir Boomer Politiker und Parteien, die den Status quo sichern statt Zukunft zu gestalten. Da sind wir wieder bei der gerade diskutierten heilen Welt von gestern.

    Harms zitiert einen ausfĂŒhrlichen Leserbrief, und da steht es: „Wir lĂ€stern ĂŒber die Jungen, dabei sind wir die erste Schmarotzergeneration.“ Das Problem ist nicht nur politisch, sondern generationenĂŒbergreifend: Zwischen denen, die „im Gestern verhaftet bleiben wollen“, und jenen, die die Zukunft tragen mĂŒssen, klafft eine wachsende Kluft. Ob die Boomer wirklich die Bremser sind oder eher symptomatisch fĂŒr ein ganzes System – lĂ€sst Harms offen.

    Und wie stehe ich zum Vorwurf der Schmarotzergeneration? Wir Baby Boomer hatten und haben noch ein gutes Leben, materiell, vor allem in Frieden. Wir konnten reisen und die Welt kennen lernen. Haben wir schmarotzt? Nein, das sehe ich eher nicht so. Wir haben schon unser Leben lang gearbeitet. Aber wir haben immer gerne mehr genommen und uns an dieses mehr gewöhnt. Und jetzt sind viele von uns Baby Boomern nicht bereit fĂŒr „etwas weniger“, auf das ein oder andere Privileg oder einen Besitzstand zu verzichten. Stattdessen fallen einige von uns auf die Nepper, Schlepper und BauernfĂ€nger herein, die „alles wird gut“ versprechen und immer andere Schuldige finden, die Migranten, die AuslĂ€ndern, die Links-GrĂŒn-Versifften. Wie man diese Kuh oder besser Kuhherde vom Eis kriegt – ich weiß es nicht. Das Thema bleibt auch fĂŒr mich offen.

    Auch der Kanzler fordert Social-Media-Verbot, aber 


    Vor geraumer Zeit haben Lars und ich bei #9vor9 ĂŒber ein Social-Media-Verbot gesprochen. Unterdessen kocht die Diskussion bei uns in Deutschland weiter hoch. Der Kanzler kann es sich vorstellen. Die SPD macht entsprechende VorschlĂ€ge, die aber nicht genau gelesen werden. Der Schleswig-Holsteinische MinisterprĂ€sident GĂŒnther war schon lĂ€nger dafĂŒr. Und vielleicht bewahrheitet sich noch die Prophezeiung von Nostradamus Lars, der ein entsprechendes Verbot noch in dieser Legislaturperiode vorhergesagt hat.

    In Australien funktioniert es doch auch, oder?

    Wir haben ja ein leuchtendes Vorbild: In Australien funktioniert doch alles. Zumindest gibt es entsprechende Berichte. Doch es gibt auch andere Aussagen – Im FAZ FrĂŒhdenker vom 19.2.2026 wird von GesprĂ€chen berichtet, die die FAZ-Journalisten mit rund zehn australischen Familien mit Kindern zwischen 13 und 16 Jahren gefĂŒhrt haben. Fast alle Kids haben weiterhin Konten in den eigentlich gesperrten Plattformen. Den Angaben der Kinder nach sind auch ihre Freunde weiterhin dort prĂ€sent.

    Ich habe den Eindruck, dass genau so etwas auch uns passieren könnte. Verbote sind dazu da, umgangen zu werden. Und meist finden sich Wege. Deshalb wird ein Social-Media-Verbot wahrscheinlich nichts bringen, außer dem populistischen Hinweis an das Wahlvolk, dass man doch etwas getan habe.

    Das eigentliche Problem sind die Algorithmen, die Tech-Bros und Trump mit seinen Genossen

    Doch des Pudels Kern ist nicht ein Verbot. Das Problem sind die Plattformen, deren Logik und Algorithmen dafĂŒr sorgen, dass den Kids Fake News, Hass, pornographische und andere fragwĂŒrdige Inhalte zugespielt werden. Dort muss angesetzt werden. Dort muss endlich konsequent reguliert werden. Steht ĂŒbrigens auch in dem SPD-Papier, aber so weit wird meist nicht gelesen. Stattdessen wird das Paper medial „Social-Media-Verbot fĂŒr U14“ verkĂŒrzt. Dabei geht’s der SPD wohl eher um algorithmusfreie, altersgestufte Nutzung und Plattformverantwortung statt pauschale Verbote. Ein Mindestalter ist symbolisch, echten Schutz bringen transparente Systeme & Medienkompetenz. Lesenswert dazu die BeitrĂ€ge von Thomas Gigold und Eva-Maria Weiß.

    Daran traut sich die Politik aber noch nicht wirklich heran, denn dann bekommt man es mit Trump und seinen Gesellen und den mĂ€chtigen Tech-Bros wie Zuckerberg oder Musk zu tun, die alle Hebel in Bewegung setzen, dass sie nicht reguliert werden. Doch genau dort liegt nicht die komplette Lösung, aber die Möglichkeit, einer sehr großen EntschĂ€rfung des Problems.

    Social-Media-Verbot fĂŒr Über-40-JĂ€hrige!

    Im Übrigen schließe ich mich den Jugendlichen an, die ein Social-Media-Verbot fĂŒr Über-40-JĂ€hrige fordern. Laut Bericht des Postillion begrĂŒnden sie die Forderung damit, dass Ă€ltere Leute „viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen und auf jeden KI-Scheiß reinfallen“. So ist es.

    Aus der BlogosphÀre

    Diskussion auf Social Media? Nahezu unmöglich

    Zum Abschluss noch lesenswerten Blog-BeitrĂ€ge geschĂ€tzter Kollegen. Christian Buggisch schreibt darĂŒber, wie Social Media unterdessen gehapert wurde, eine Diskussion nicht mehr möglich ist:

    Politische, öffentlich ausgetragene, ausgewogene Diskussionen in sozialen Medien sind heute weitgehend unmöglich. Es besteht jederzeit die Gefahr, dass solche Debatten von gut organisierten Aktivisten gekapert und durch massenhaftes, systematisches Framing thematisch beherrscht werden. Als einzelner dagegen anzudiskutieren ist sinn- und wirkungslos.

    Wie man Social Media kapert und Kommunikation zerstört

    Der KI-Fehler des ZDF & die Diskreditierungskampagne

    Horst Schulte könnte ich fast in jeder Kuratiert.-Folge zitieren und hier tue ich es mit seinem Beitrag ĂŒber den KI-Fehler des ZDF heute Journals, der von gewissen Kreisen dann gleich der Moderatorin Dunja Hayali persönlich angekreidet wird. Dass NIUS, Springer und andere auf Hayali einprĂŒgeln, ist leider nicht neu. Dabei war sie fĂŒr das Fake-Bild gar nicht verantwortlich. Aber man kann halt sie und die Öffentlich-Rechtlichen so schön diskreditieren.

    Fehler sind passiert. Fehler wurden aufgedeckt. Fehler dĂŒrfen sich nicht wiederholen. Gut ist es. Alles andere ist Empörung und Skandalisierung und hat mit Journalismus sowieso nichts zu tun.

    Die Sache mit der Toleranz 
 nicht nur in der Tech-Szene

    Eigentlich gehört dieser Beitrag des bekannten Security-Experten Mike Kuketz thematisch doch nicht hierher. Mike schreibt darĂŒber, wie gerade in der Tech-Szene das Symptom besteht, dass technische PrĂ€ferenzen zu einer Weltanschauung werden. Wer das nicht genau so macht, hat keine Ahnung. Manche Fediverse-Enthusiasten verhalten sich manchmal genau so.

    Genau so ist es. Eine Diskussion, ein Kompromiss oder ein pragmatischer Plan ist oft nicht möglich. Alles muss sofort Open Source sein. Alles muss sofort dezentral sein. Da gibt es kein Wenn und Aber.

    Es braucht Augenmaß, Kontext und vor allem: den Willen, andere mitzunehmen statt sie zu belehren. Fortschritt entsteht selten durch Maximalforderungen, sondern durch realistische Schritte, die im Alltag funktionieren – und durch eine Kommunikation, die erklĂ€rt, statt zu urteilen.

    Das Toleranzproblem der Tech-Szene: Menschen mitnehmen statt belehren – Mike Kuketz

    Mike trifft den Nagel auf den Kopf. Und das nicht nur fĂŒr die Tech-Szene. Und genau deshalb habe ich seinen Beitrag hier aufgenommen.

    #Babyboomer #Change #ESTA #KI #Kuratiert #SocialMedia #SocialMediaVerbot #Toleranz #USA #WM #ZDF

    Millennials complain that their Boomer parents won't throw anything away. A psychologist explains why.

    https://fed.brid.gy/r/https://www.upworthy.com/why-boomer-parents-wont-throw-things-away

    Digitaler WochenrĂŒckblick 15. Februar 2026

    Digitale SouverĂ€nitĂ€t muss nicht an der eigenen Ungeschicklichkeit scheitern, viel fataler ist der Lethargiefaktor. Durch Prokrastinierung schaden wir uns selbst und unterstĂŒtzen aktiv die positiven Quartalsbilanzen von Google und Microsoft, natĂŒrlich ohne jeglichen Benefit fĂŒr uns. Nein, falsch, wir haben das GefĂŒhl, es ist richtig billig, also richtig billig.

    Der erste Schritt ist: den Labsal unserer intimsten Angelegenheiten nicht mehr zu verschleudern, der lagert zum Beispiel bei WhatsApp (SSKM) oder zwischen dem ganzen SPAM (ErklĂ€rung hier)  in unseren Mails.

    Es ist also höchste Zeit zum Aufbruch, dieses selbstmitleidige „Warum denn, es funktioniert doch
“ oder „Das ist nix mehr fĂŒr mich in meinem Alter, sollen doch die Jugendlichen machen, die verstehen mehr davon!“ stimmt nicht. Diese „digital natives“ blicken bei Mails genauso wie ein Schwein ins Uhrwerk, wie der „Baby-Boomer“, der sich zum Rentenbeginn eine rollatorgerechte Kreuzfahrt gönnen möchte. Hat er bei Google gefunden – und die haben seine Gebrechlichkeit, seine finanziellen Möglichkeiten und seinen Hang zur Bewegungslosigkeit nicht nur aus seinen Suchanfragen, sondern ebenso aus seinen Mails. Sie wissen auch, wen er mitnimmt und schlagen gleich eine Großpackung Inkontinenzwindeln vor.

    Die Kombination aus verschiedenen Quellen macht den Braten fett. Das Impressum von Webseiten zum Beispiel. Im Impressum muss eine Mailadresse stehen, das wird großflĂ€chig eingesammelt und herumprobiert, ob die Idioten auf Phishing-Mails hereinfallen. Da kommt aus heiterem Himmel von Klarna eine Mahnung fĂŒr eine offene Rechnung, kann direkt aus der Mail heraus beglichen werden – das ist eine passive Methode. Ein passender SPAM-Filter vernichtet solche Nachrichten rechtzeitig.

    Ärzte sind mit ihren Webseiten ebenfalls ein gefundenes Fressen, denn wenn die Sprechstundenhilfe wohlmeinend auf die Mail mit dem Betreff:
    „Validierung Ihrer Einrichtung durch die ArztData AG“ reagiert (und noch weitere Angaben macht, wie die private Telefonnummer und Mailanschrift vom Chef), hat die ArztData AG die Einwilligung, auch diese EintrĂ€ge zu vermarkten. Das steht natĂŒrlich nicht so in der Mail, aber die Eingabe arztdata.de als URL reicht und schon ist klar, warum der MedizingerĂ€tevertreter bei nĂ€chster Gelegenheit den brandneuen Letalisator – ein BolzenschussgerĂ€t fĂŒr Komapatienten – vorfĂŒhren darf, nur um ein harmloses Beispiel zu nennen.

    Bevor wir mit einem eigenen neuen Mailkonto starten, schlucken wir den Rest vom Schnitzel runter, wischen wir uns den Mund ab, die „digital natives“ legen ihr Smartphone bitte weg, denn wir nĂ€hern uns der eMail, die schĂ€tzungsweise 333 milliardenfach tĂ€glich durchs Netz rauscht.

    An die erste Mail können sich vielleicht die Anarchisten unter den „Baby-Boomern“ noch grob erinnern, das war bereits 1971 in den Staaten und schwappte 1984 bis nach Deutschland. Lange bevor Google und Microsoft das pervertieren konnten, entstanden Protokolle, die uns diese Buchstaben auf den Bildschirm zaubern, als Nachricht.

    An dieser Stelle ist es fĂŒr den „Baby-Boomer“ ebenso spannend, wie fĂŒr den „digital native“, beide Opfergruppen sind bar jedes Wissens, deshalb scheint es hilfreich in diesem Zusammenhang ein paar Buchstaben zu kennen, denn damit funktioniert Mail noch immer.

    Eine Mail mĂŒssen wir uns vorstellen, wie eine Schreibmaschinenseite: Oben stehen ein paar technische Details, also wo sie hin soll und woher sie kommt und natĂŒrlich die Buchstaben, die wir loswerden wollen.

    Wenn ich diesen Buchstabensalat versenden will, muss ich sie zum Transport fertig machen und das sollte möglich simpel sein. Hilfreich fĂŒr Computer ist ein Protokoll, damit der Blechtrottel weiß, was er tun soll. Auf diese Weise entstand ein einfaches NachrichtenĂŒbermittlungsprotokoll. Geboren wurde „SMTP“, „S“ steht fĂŒr „Simpel“, „M“ steht fĂŒr „Mail“, „T” steht fĂŒr „Transport” und „P” steht fĂŒr „Protokoll“, oder besser „Simple Mail Transfer Protocol“ – vulgo „SMTP“. Das taucht immer wieder auf und dient nur zum Versand der Nachricht.

    Damit Mails nicht im digitalen Nirwana landen, gibt es Zwischenlager zur temporĂ€ren Ablage, wie ein Schließfach bei der Post. Wenn ich weiß, wo das steht und den SchlĂŒssel habe, kann ich meine Post abholen. Weil das Internet ĂŒber viele Protokolle gesteuert wird, gibt es fĂŒr die Post ebenfalls ein Protokoll, damit wĂ€ren wir beim „Post Office Protocol“ in der KĂŒrze „POP“.

    Es fehlt noch ein Programm, mit dem ich meine Post abholen kann. Schlichte Geister, von Microsoft verwöhnt, rufen jetzt fröhlich: „Hab ich, mache ich immer mit Outlook!“ Tja, das wĂ€re dann der erste Schritt, um mit Mails sachgerecht umzugehen, Outlook löschen, rĂŒckstandsfrei von der Platte putzen, damit wir mit Mails arbeiten können.

    Aber Microsoft wĂŒnscht uns die Pest an den Hals, weil wir uns loslösen wollen nageln sie dem AnfĂ€nger alle TĂŒren zu.  Geht aber trotzdem, hier eine Anleitung (Das ist ĂŒbrigens die mit Abstand kompliziertes Stelle, um zu wechseln – aber leider zwingend notwendig. Wir werden es sinnvoll ersetzen.) Heimlich hat Microsoft bei Win10 angefangen, die ganzen Mails ĂŒber Outlook in die Cloud zu verlagern, praktisch fĂŒr deren Weltwissen. Weil diese Übergriffigkeit nicht nur Microsoft-Konten verwaltet, sondern alle Mailaccounts, die angelegt wurden oder werden, wandern die Mails inklusive der Zugangsdaten zum Mutterschiff Microsoft. Unterm Strich bedeutet dies, wenn ich Outlook benutze, hat Microsoft trotzdem alles. Übrigens: auf einem Mac wird das nicht gemacht. Gibt aber die Vollpfosten, die einen Mac haben und ohne Not Outlook installieren.

    Unser Mailprogramm (eben nicht Outlook) kann ĂŒber das „Post Office Protcol“ (POP) die Nachrichten aus dem Zwischenlager auf den heimischen Rechner holen – in dem Fall wĂ€re das Postfach geleert.

    Deshalb gab es schon sehr frĂŒh die Idee, das Postfach gar nicht zu leeren, sondern alle Mails dort liegenzulassen. Praktisch, wenn ich nochmal dran will.

    Neben einem Mailprogramm auf dem Rechner kann ich meine Nachrichten auch einsehen, wenn ich im Internet die Seite von Microsoft oder Google besuche. Das folgt – wie könnte es anders sein – ebenfalls einem Protokoll, so eine Art Internetzugangsprotokoll fĂŒr Mails. So wurde es auch getauft: „Internet Message Access Protocol“ kurz „IMAP“.

    Diese drei KĂŒrzel begleiten uns, sie sollten grundsĂ€tzlich bekannt sein, wenn ich etwas Ă€ndern möchte. Wesentlich: „SMTP“ fĂŒr den Versand und „IMAP“ fĂŒr den Empfang von Nachrichten.

    Meine Mailadresse, das zugehörige Passwort und die Server fĂŒr Versand und Empfang der Nachrichten wird mir vom Anbieter genannt.

    Ein Problem? Nöh, sobald ich ein neues Konto eingerichtet habe, reicht es, die neue Mailadresse zu kennen und das Passwort. Moderne Mailprogramme arbeiten mit „Auto-Discovery“ und fĂŒllen alles eigenstĂ€ndig richtig aus. Und sollte etwas fehlen, dann wissen wir uns natĂŒrlich zu helfen.

    Es ist einfach einen neuen Mailaccount einzurichten, aber dann geht schon das Gejammer los: „Ich kann doch nicht allen meine neue Mailadresse schicken, wie soll das gehen? Und meine alten Nachrichten, die sind auch alle weg!”

    Wer ein neues Leben anfangen möchte, fĂŒr die oder den ist das ganz sicher praktisch. Muss aber nicht, geht viel einfacher, ohne Schmerzen. Ich brauch’ nur ein Mailprogramm und muss verstanden haben, wo meine Mails liegen, dann kann ich die auch sanft umbetten, ganz sanft.

    FĂŒr alle Anbieter eine Anleitung zu schreiben, kratzt ĂŒberall an der OberflĂ€che, alle möglichen Mailprogramme zu beschreiben und zu vergleichen, verwirrt mehr als es bringt. Deshalb fĂŒr den Fortschritt zur digitalen SouverĂ€nitĂ€t lieber ein konkretes Szenario, das Mailprogramm wird Thunderbird.

    Wechseln sollten wir nicht nur von Google oder Microsoft weg, auch servicegebundene Mailaccounts erlöschen, wenn der Hauptvertrag seine GĂŒltigkeit verliert. Eine gepflegte eigenstĂ€ndige MailreprĂ€sentanz ist in jedem Fall sinnvoll – und nicht erst, wenn die Mails weg sind.

    Server und Personal kosten Geld, Mail ist nicht umsonst. Hilfreich ein kostenloser Account – mit Werbung und weniger Service – der aber aufgewertet werden kann. Das erleichtert den Umstieg! Unter den Premiumanbietern bevorzuge ich mail.de – wer nach dem Einstieg auf eine Bezahllösung umsteigt und sich als treuer Extradienstleser ausweist, bekommt sogar Rabatt. Das alles und noch viel mehr beim nĂ€chsten Mal.

    Zum Schluss noch: die verspÀtete Ausgabe sei den rheinischen Feiertagen geschuldet.

    Digitaler WochenrĂŒckblick 15. Februar 2026 – Beueler-Extradienst