Wer es noch nicht kannte: Genau wie vorhin beim "Fest der Freude" am Heldenplatz hat die heute 92jährige Anna Hackl bereits vor Jahren über die Courage ihrer Familie im Zusammenhang mit der "Mühlviertler Hasenjagd" erzählt. Wie die Schilderungen Dutzender weiterer Zeitzeug:innen ist auch ihre in der History-Rubrik des ORF verfügbar: https://tvthek.orf.at/profile/Archiv/7648449/Anna-Hackl-Die-Muehlviertler-Hasenjagd/13243189
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Anna Hackl: Die „Mühlviertler Hasenjagd“ vom 10.05.2015
In der Nacht auf den 2. Februar 1945 gelang etwa 500 sowjetischen Kriegsgefangenen die Flucht aus dem KZ Mauthausen. Die diesem Ausbruch folgende Suchaktion nach den KZ-Häftlingen ging als sogenannte „Mühlviertler Hasenjagd“ in die Geschichte ein und war eines der Hauptverbrechen der Nürnberger Prozesse, an denen auch die Zivilbevölkerung beteiligt war. Viele der ausgehungerten Häftlinge wurden aufgegriffen und an Ort und Stelle getötet. Nur wenige ZivilistInnen halfen, indem sie beispielsweise Töpfe mit Kartoffeln im Hof stehen ließen oder Kleidung trotz winterlichster Temperaturen im Freien „trocknen“ ließen. Zwei der geflohenen russischen Soldaten, Nikolai Zimkolo und Michail Rybtschin, baten auf dem Hof der Familie Langthaler in Schwertberg um Hilfe und wurden daraufhin von der Familie versteckt. Anna Hackl (geb. 1931), die jüngste Tochter der Familie, erzählt, wie es mit vereinten Kräften gelang, die beiden Häftlinge vor ihren Verfolgern zu retten. Sendung: ZIB Gestaltung: Helma Poschner