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Wahre Magie braucht keine Zauberei – Rossinis „La Cenerentola“ an der Bayerischen Staatsoper
Elena Deinhammer
[caption id="attachment_30239" align="alignleft" width="300"] Bayerische Staatsoper München/LA CENERENTOLA/T. Erraught, J. Hoskins/La Cenerentola 2025 | Foto: © Geoffroy Schied[/caption]
Rossinis „La Cenerentola“, eine auf Charles Perraults „Cendrillon“ basierende Fassung der Aschenputtel-Geschichte mit Libretto von Jacopo Ferretti, in der zwar alle magischen Elemente entfernt, dafür umso mehr Witz und Heiterkeit ergänzt wurden, ist wohl bekannt. Als Märchen, dem es grundsätzlich zu eigen ist, eine gewisse Zeitlosigkeit zu besitzen, vermag es diese Oper, in eine andere, über alles Zeitliche hinausgehende oder dieses sogar aufhebende Welt zu entführen. Aufgrund neuerer, teilweise in sich durchaus gelungener Regieansätze, die bewusst alles Märchenhafte zu abstrahieren versuchen, ist es jedoch selten geworden, die Geschichte der Cenerentola in einer solch unverstellten, bezaubernden Weise zu sehen, wie es an der Bayerischen Staatsoper der Fall ist. Die ebenso wie das zugrundeliegende Werk zeitlose Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle, die seit vielen Jahren zum Repertoire des Hauses gehört, sorgt, belebt durch eine herausragende Besetzung in allen Rollen und ein vor Energie sprühendes Orchester, für einen wahrlich magischen Abend. (Besuchte Vorstellung am 6. April 2025) […]