yuls

@yul_f
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at home in philosophy and communication studies, familiar with scientific libraries, highly interested in open access, transformation of scientific practices, developments in academic publishing, tracking and surveilance of science, and a lot of other stuff
#openaccess #OpenScience #digitalhumanities #wissenschaftspolitik #ScholarlyCommunication

Neu in der ARTE-Mediathek:
„Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler“

Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll, welche Daten von privaten Unternehmen über Apps und Tracker erfasst, aggregiert und später völlig frei gehandelt und sehr wahrscheinlich auch von Staaten weltweit für Überwachungszwecke genutzt werden.

Sehr empfehlenswert. Mit Ingo (@roofjoke) und Sebastian (@sebmeineck) von @netzpolitik_feed

#Überwachung #Tracking #Datenschutz #Apptracking

https://www.arte.tv/de/videos/123951-000-A/gefaehrliche-apps-im-netz-der-datenhaendler/

Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler - Die ganze Doku | ARTE

Apps sammeln detaillierte Standortdaten. Die Informationen landen in einem weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Sie verraten Wohnorte und Arbeitsplätze – bis hin zu Bordellbesuchen oder Klinikaufenthalten. Die Dokumentation zeigt, wie leicht Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können.

ARTE

Die bayerische Polizei nutzt ihre Datenanalyse-Software von #Palantir "zu schnell und zu weit im Vorfeld" sagt GFF-Juristin Franziska Görlitz im @derStandard:

https://www.derstandard.de/story/3000000312041/wenn-der-polizist-nicht-weiss-wo-die-entscheidung-herkommt-der-kampf-gegen-palantir-in-bayern

"Wenn der Polizist nicht weiß, wo die Entscheidung herkommt": Der Kampf gegen Palantir in Bayern

Der STANDARD hat mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte gesprochen, die in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde eingelegt hat

DER STANDARD

RE: https://openbiblio.social/@hsozkult/116251264011182700

Passend zur #Buchmesse in Leipzig ist bei @hsozkult gerade mein Rezessionsessay zu "The Gutenberg Parenthesis" von @jeffjarvis erschienen.

Im Text bespreche ich Jarvis' hervorragende Arbeit und durchdenke das Konzept an der Schwelle von Druck-basierten Medien zu Daten-getriebenen Geschäftsmodellen in den Medienindustrien.

Dabei versuche ich Walter Benjamins Stichwort "technische Reproduzierbarkeit" in drei analytischen Ebenen weiterzuentwickeln: Repräsentation, Replikation & Referentialität.

Barbara Helwing zur neuen Vorsitzenden des Rates für Informationsinfrastrukturen gewählt https://idw-online.de/de/news866979
Barbara Helwing zur neuen Vorsitzenden des Rates für Informationsinfrastrukturen gewählt

Docs Expose CBP’s Use Of Ad Data To Track People’s Movements

Every phone is a narc whether you realize it or not. The private sector certainly knows what information a cell phone can divulge and has leveraged the always-on nature of these devices to maximize…

Techdirt

#Palantir CEO Makes Shocking Confession on Disrupting #Democratic Power

Palantir CEO #AlexKarp thinks his #AI tech will lessen the power of “highly educated, often female voters, who #vote mostly #Democrat ” while increasing the power of working-class men

“This tech disrupts humanities-trained—largely Democratic—voters, & makes their economic power less. & increases the economic power of vocationally trained, working-class, often male, working-class #voters
#privacy

https://newrepublic.com/post/207693/palantir-ceo-karp-disrupting-democratic-power

Palantir CEO Makes Shocking Confession on Disrupting Democratic Power

They’re saying the quiet part out loud now.

The New Republic

Brilliant European women powered progress, but the credit did not always go to them.

Melitta Bentz invented the coffee filter. History called her a ‘housewife’.
Marthe Gautier found Down Syndrome’s extra chromosome. Her boss took the spotlight.
Maria Anna Mozart composed masterpieces. Wolfgang Amadeus’ name survived, hers vanished.
Janet Sobel pioneered drip painting. Jackson Pollock was the genius.

This International Women’s Day, let’s restore their stories and give the credit they deserve!

Und genau das ist es, was die Ex-Verlage charakterisiert, die Umkehr des Datenflusses:

"die Daten fließen nur in eine Richtung, nämlich von der Wissenschaft zu Elsevier."

Als diese Überwachungskonzerne noch Verlage waren, war das noch die andere Richtung.

"#Datentracking bei Elsevier: Yuliya Fadeeva im Interview"

https://irights.info/artikel/datentracking-elsevier-yuliya-fadeeva-interview/32777

Mittlerweile macht, nach eigener Aussage, die Verlagstätigkeit nur noch einen Bruchteil des Umsatzes bei #Elsevier aus:

https://bjoern.brembs.net/2023/03/should-you-trust-elsevier/#comment-5670

Datentracking bei Elsevier: Yuliya Fadeeva im Interview

Das wissenschaftliche Publikationswesen ist fest in der Hand einiger Großverlage. Als Data Analytics-Firmen spionieren sie Forschende aus.

iRights.info

Paper Mills: Publikationen per Prompt

Zu wenige Publikationen für die nächste Bewerbung? h-Index zu niedrig? Kein Problem. Wissenschaftliche Artikel kann man zwar nicht bei Amazon oder Temu, aber bei sogenannten Paper Mills bestellen. Diese Unternehmen erstellen gegen Bezahlung gefälschte wissenschaftliche Artikel, um sie in Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Wissenschaftler:innen müssen also nicht erst mühsam Experimente durchführen oder Daten analysieren, um eine Veröffentlichung auf ihre Publikationsliste setzen zu können. Ganz billig ist das nicht, die Kosten reichen von einigen hundert US-Dollar für Zeitschriften mit niedrigem Impact Factor bis zu 20.000 US-Dollar für renommierte Zeitschriften. Damit der Artikel auch tatsächlich veröffentlicht wird, wird häufig auch der Peer-Review-Prozess manipuliert, zum Beispiel durch Gutachter:innen, die mit im Boot sind.

Studien zu Artikeln aus Paper Mills

Eine im August 2025 veröffentlichte und viel beachtete Studie hat versucht, das Ausmaß dieser fragwürdigen Praktiken abzuschätzen. Die Autor:innen untersuchten rund 277.000 Artikel im Megajournal PLOS One, identifizierten offensichtlich gefälschte Artikel und fanden heraus, dass eine kleine Anzahl von Editors für einen signifikanten Anteil an später zurückgezogenen Artikeln zuständig war. Diese bildeten offenbar ein regelrechtes Netzwerk, um mutmaßliche Erzeugnisse von Paper Mills einzuschleusen.

Geschätzt 50.000 gefälschte wissenschaftliche Artikel stammen jährlich aus Paper Mills. Foto: Nothing Ahead via Pexels, Pexels License

Das Phänomen wurde auch bei anderen Zeitschriften gefunden und die Autor:innen schätzen, dass mindestens 50.000 Artikel pro Jahr aus Paper Mills stammen. Dass gerade PLOS One für die Studie ausgewählt wurde, hat einen einfachen Grund: Die seit 2006 erscheinende Open-Access-Zeitschrift veröffentlicht umfangreiche, maschinenlesbare Metadaten und auch die Namen der verantwortlichen Editors. Das zeigt, dass Transparenz und Offenheit im Forschungs- und Publikationsprozess (zum Beispiel auch das Veröffentlichen der zugrundeliegenden Daten) betrügerische Praktiken zwar nicht verhindern können, aber für die Aufdeckung essenziell sind.

Das Problem der Paper Mills ist freilich nicht neu. Derartige Praktiken sind seit mehr als zwanzig Jahren bekannt, dank generativer KI erleben sie in letzter Zeit aber einen regelrechten Boom. Kein Wunder, sind Sprachmodelle doch hervorragend dafür geeignet, auf den ersten Blick plausibel erscheinende Texte samt Abbildungen zu einem beliebigen Thema zu fabrizieren. Eine weitere Studie zeigt einen 17-fachen Anstieg von redundanten Publikationen in den Lebenswissenschaften zwischen November 2022 – als die erste Version von ChatGPT veröffentlicht wurde – und 2024. Was früher einiges an Aufwand bedeutet hat, lässt sich heute per Prompt in wenigen Minuten erledigen. Mit dem Draft Outline Research Assistant oder Prism gibt es sogar die passenden Tools dafür. Ein Test zeigt, wie einfach das geht.

Wie gefälschte Artikel der Wissenschaft schaden

Der Schaden durch Paper Mills ist enorm. Im besten Fall enthalten die gefälschten Artikel „nur“ redundante Informationen, im schlimmsten Fall aber Fehlinformationen, die die wissenschaftliche Literatur kontaminieren und – da häufig klinische Studien betroffen sind – sogar Leben gefährden können. Doch auch wenn der Betrug rechtzeitig entdeckt wird, beim Peer Review oder schon bei der Eingangskontrolle durch den Editor, entsteht ein Schaden. Die Einreichungen binden einerseits Kapazitäten von Herausgeber:innen und Gutachter:innen, andererseits bringen abgelehnte Manuskripte dem Verlag keine Einnahmen. Eine Schätzung kommt auf Kosten von vielen Millionen US-Dollar durch Manuskripte aus Paper Mills – Kosten, die viele Verlage wohl über APCs (Article Processing Charges) oder Subskriptionen wieder hereinholen wollen.

Stockholm Declaration: Qualität statt Quantität

Wie bei Predatory Journals und anderen Fehlentwicklungen läuft es immer wieder auf das selbe grundlegende Problem hinaus: Eine Wissenschaftsbewertung, die zu großen Teilen auf Quantität statt Qualität setzt, insbesondere auf problematische quantitative Metriken wie Publikations- und Zitationszahlen, den h-Index oder den Journal Impact Factor. Diese sagen einerseits wenig über die Qualität der Forschung aus, sind aber andererseits, wie man sieht, manipulierbar. Auch das ist seit langem bekannt, und seit langem wird versucht, gegenzusteuern, formuliert etwa in der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) oder durch die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA). Der neueste Aufruf ist die im November 2025 veröffentlichte Stockholm Declaration, entstanden aus einem Workshop an der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (genau, die, die die Nobelpreise verleiht). Darin wird (wieder einmal) appelliert, akademische Anreizsysteme so zu gestalten, dass Qualität und nicht Quantität belohnt wird. Ob es diesmal etwas bewirkt? Wir werden sehen.

#PaperMills #LizenzCCBY30DE #KI #WissenschaftlichesPublizieren #Wissenschaftsbetrug

„Die Daten fließen nur in eine Richtung, nämlich von der Wissenschaft zu Elsevier“ – Yuliya Fadeeva zum Datentracking durch Verlage

#DataTracking #ScientificPublishing

https://irights.info/artikel/datentracking-elsevier-yuliya-fadeeva-interview/32777

Datentracking bei Elsevier: Yuliya Fadeeva im Interview

Das wissenschaftliche Publikationswesen ist fest in der Hand einiger Großverlage. Als Data Analytics-Firmen spionieren sie Forschende aus.

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