André Pitz

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Journalist by trade, cinephile at heart & hat auf Bildern nie einen getrimmten Bart | er/ihm | #Filme. #Netzkultur. #Medien. #Undso.🖖

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Hab meiner Seite ein moderneres Outfit übergezogen. Bisschen Baustelle ist natürlich immer, aber ich bin sehr zufrieden. https://andrepitz.de/
Feuilleton & Firlefanz

Filme. (Netz-)Kultur. Medien. Undso. 🖖 von André Pitz.

Feuilleton & Firlefanz
Grüße gehen raus an Lucas Barwenczik, ohne den ich diesem Altar wohl noch längst nicht eingerichtet hätte 🙌 https://andrepitz.de/2025/01/03/mein-kleiner-jane-schoenbrun-altar/
Mein kleiner Jane-Schoenbrun-Altar

Agnieszka Holland redet nicht um den heißen Brei herum. https://letterboxd.com/andrepitz/film/green-border/
A ★★★½ review of Green Border (2023)

Agnieszka Holland redet nicht um den heißen Brei herum, benennt kaputte Mechanismen, Fehler im System, rechtsextreme Arschlöcher und den menschenfeindlichen Diktator Alexander Lukaschenko, ohne dabei auch nur eine Sekunde in sperriger Didaktik zu versumpfen. Gleichzeitig schafft es Holland auch weitestgehend, die Geflüchteten und deren Geschichten nicht für eine Art geopolitischen Thriller auszubeuten. Stattdessen fokussiert sie die Energie ihres Films darauf, wozu Menschen fähig sind – zu Empathie, Rechtschaffenheit, Reue und großes Leid für geliebte Mitmenschen auszuhalten, trotz aller Widrigkeiten zu überdauern, aber auch zu Gewissenlosigkeit, Sadismus, Neid und Hass. Durch die multiperspektivische Erzählung von Geflüchteten, Zivilgesellschaft und Grenz-"Schutz" braucht der

Ein scharfzüngiger Rundumschlag, bei dem einfach jeder einzelne Absatz sitzt. https://andrepitz.de/2024/11/21/anil-dash-dont-call-it-a-substack./
Anil Dash: Don't call it a Substack.

Als ich Wordpress in die Tonne gehauen habe, habe ich für den Bruchteil einer Sekunde auch über Substack als Alternative nachgedacht. Auf dem Papier ist das immerhin ein sehr mächtiges und Feature-Set, das hier angeboten wird: Blog in magaziniger Aufmachung, Newsletterversand, Podcast- und Videohosting. Und das zum verführerischen Preis von 0 Euro. Aber über diese Nazi-Sache ist einfach kein Hinwegkommen. Anil Dash hat jetzt noch einmal zu einem scharfzüngigem Rundumschlag ausgeholt, bei dem jeder einzelne Absatz einfach sitzt.

🔥 Feuilleton & Firlefanz
Run away, turn away, run away, turn away, run away 🏋️‍♀️

Radu Judes frisch auf #Mubi gelandeter Streich NU AȘTEPTA PREA MULT DE LA SFÂRȘITUL LUMII (2023) ist ein langer, wilder und sehr sehenswerter Ritt vom Neokolonialismus über ganz „normale“ Ausbeutung bis zur gesellschaftlichen Verrohung.

#DontExpectToMuchFromTheEndOfTheWorld #ErwarteNichtZuVielVomEndeDerWelt #RaduJude #IlincaManolache #NinaHoss #DorinaLazăr #UweBoll #Letterboxd

A ★★ review of Conquest of the Planet of the Apes (1972)

Die Unausweichlichkeit des Faschismus, die Arroganz, Hybris und Überheblichkeit, mit der sich der Mensch an der Spitze der Nahrungskette sieht, der den Menschen anhaftende Gottkomplex – alles schön und gut. Nur fehlt dem hier einfach der filmische Unterbau. Eine Aneinanderreihung von sich immer und immer wieder gleichenden Szenen, die nur unterbrochen werden von Momenten, in denen sich die Figuren im Dialog oder Monolog das Geschehen sicherheitshalber nochmal erklären, ain’t it.

THE OTHER LAMB (2019) sieht fantastisch aus und formuliert treffende Gedanken. Nur haben genau das bereits sehr viele Filme zuvor getan.

🔗 https://letterboxd.com/andrepitz/film/the-other-lamb/

📺 Läuft bei #Mubi https://mubi.com/de/de/films/the-other-lamb

#TheOtherLamb #MałgorzataSzumowska #RaffeyCassidy #MichielHuisman #DeniseGough #Letterboxd

A ★★★ review of The Other Lamb (2019)

Ich mochte die klare ästhetische Vision dieses Films und deren konsequente Verfolgung. THE OTHER LAMB sieht wirklich wunderschön aus, ist ganz großartig fotografiert. Die gestochen scharfen Bildern funktionieren sehr elegant im Zusammenspiel mit der kontrastreichen Farbwahl. Darüber hinaus hatte ich ständig das Gefühl, diesen Film schon hundertmal gesehen zu haben. Das mag daran liegen, dass dem auch so ist. Denn wie er sich christlicher Ikonografie bedient, um darüber Religions- und gewissermaßen auch Kirchenkritik zu fahren und darüber hinaus im Mikrokosmos Kult patriarchale Machtstrukturen seziert, haben wir schon zur Genüge gesehen. Der Film macht seine Sache nicht schlecht oder gar falsch.

Den Tag der Arbeit mit einem Film aus Aki Kaurismäkis proletarischer Trilogie zu begehen, kann ich allen Menschen nur empfehlen.

🔗 https://letterboxd.com/andrepitz/film/the-match-factory-girl/

#AkiKaurismäki #TheMatchFactoryGirl #TulitikkutehtaanTyttö #DasMädchenAusDerStreichholzfabrik #KatiOutinen #Letterboxd

A ★★★★ review of The Match Factory Girl (1990)

Noch nie hat mich der Anblick von ein paar leeren Limoflaschen derart tief getroffen. Aki Kaurismäki arbeitet hier noch viel wortkarger als sonst. Dabei hätte diese Figur so viel zu sagen, doch sie ist alleine, einsam und isoliert. Sie sehnt sich nach Liebe, geistiger Erfüllung und einem Leben, das nicht nur das Monotone für sie parat hält. Kaurismäki offenbart hier den gesellschaftlichen und marktwirtschaftlichen Fehlschluss, dass arme Menschen und/oder das sogenannte Proletariat ungebildet sind und gar kein Interesse an Kultur haben bzw. sogar zu dumm dafür sind. Sie tanzt zur Musik, liest bei jeder Gelegenheit und weint im Kino –

Es lässt sich darüber, ob DUMB MONEY (2023) als Satire funktioniert oder das menschliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit gelungen erklärt. Was dabei jedoch niemals vergessen werden sollte: Der Film ist ein Stück Backdoor-Propaganda für Kryptoschrott.

🔗 https://letterboxd.com/andrepitz/film/dumb-money/

#DumbMoney #CraigGillespie #PaulDano #ShaileneWoodley #SethRogan #AmericaFerrara #NickOfferman #SebastianStan

A ★★ review of Dumb Money (2023)

Wenn es darum geht, einen Blick auf die ethisch und moralisch (und teilweise auch rechtlich) fragwürdigen Machenschaften großer Hedgefonds zu werfen, leistet dieser Film wirklich nur das absolute Minimum. Er ist oberflächlich, versteigt sich in Klischees und ist gerade deshalb auch einfach nur mäßig lustig. Die satirische Seite dieses Films scheitert nahezu auf ganzer Linie. Die menschliche Perspektive, abseits von Börsenvoodoo, Aktienkursen, (unfairen) Marktmechanismen und den reinen, kalten Zahlen, gelingt DUMB MONEY jedoch ziemlich gut. Er ergründet, welchen fruchtbaren Boden die Corona-Pandemie dieser Markt-Anomalie geboten hat. Es war der perfekte Sturm: In Zeiten noch größerer ökonomischer Unsicherheit und noch unabsehbarerer