André Vatter | @avatter

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So entstehen öffentliche Präsentationsräume für ungestörten Schwurbel und Fake News. Denn kaum jemand liest die Faktenchecks, die 24 oder 48 Stunden später irgendwo im Netz erscheinen. 4/4

👉 Zur Folge: https://www.youtube.com/watch?v=VTOmrTYvGYI

Is the AfD a threat to Germany? Mehdi Hasan & Maximilian Krah | Head to Head

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Ob Krah letzten Endes entzaubert wurde, muss jeder für sich entscheiden. Eines ist aber sicher: Dieses Gespräch wird noch lange nachhallen und zum Nachdenken anregen. Anders als all die abgenudelten Formate von Maischberger, Lanz oder Illner, bei denen es vor allem darum geht, möglichst vielen Gästen möglichst lange Redezeit einzuräumen. Das Ergebnis sind häufig nebeneinanderstehende False-Balance-Monologe – weitgehend ohne unmittelbare Gegenprüfung.
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Ohne Bullshit geht es direkt zum Thema. Es kommen valide Einwürfe und Gegenargumente, Fakten und Originalzitate werden mit der Präzision eines Floretts eingesetzt, Korrekturen erfolgen ohne Verzögerung. Bam! Bam! Bam! Leerlauf gibt es keinen, die Argumente fliegen wie bei einer Stichomythie. Unabhängig davon, ob man Hasans Positionen teilt, ergibt diese permanente Reibung ein eindrucksvolles Debattenerlebnis.
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Was war denn das da eben? Ich habe seit sehr langer Zeit kein so waches, schnelles und wendiges TV-Format erlebt wie "Head to Head" auf Al Jazeera mit Mehdi Hasan: Es gibt den heißen Stuhl, einen hervorragend vorbereiteten Fragesteller mit klarer eigener Haltung, ein meinungsstarkes Expertenpanel – und am Ende öffnet sich das Mikrofon für die Zuschauer.
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„Noch einmal schnell zu EDEKA und Milch holen.“
@dan1 "vielleicht" = "wird in Frage gestellt"
Unesco-Welterbe: AfD in Sachsen-Anhalt erklärt Bauhaus zum Feindbild

Im Landtagswahlkampf hat die AfD in Sachsen-Anhalt die Ideen des Bauhauses zum Feindbild erklärt. Das Bauhaus stehe für Entwurzelung, sagt Vizefraktionschef Hans-Thomas Tillschneider.

FAZ.NET
Und nun stehen wir wieder exakt vor demselben Moment in der Geschichte. Nur bezeichnen die Nazis das Bauhaus heute nicht mehr als „kosmopolitisch“, sondern als „globalistisch“.
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Ehrlich nutzte bei der Gestaltung deutliche Merkmale der Bauhaus-Typografie: reduziert, geometrisch, serifenlos. Vielleicht als Zeichen des Widerstands an einem Ort, an dem kein echter Widerstand mehr möglich war.

Ironischerweise wurde das Bauhaus nach 1945 weltweit zu einem der einflussreichsten deutschen Kultur- und Exportgüter überhaupt – also genau jene Stilrichtung, die die Nationalsozialisten als „undeutsch“ bekämpft hatten.
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Die bunte, progressive Stimmung war den Nazis ein Dorn im Auge, so dass sie 1932 die SchlieĂźung des Hauses anordneten.

Als die industrielle Todesmaschinerie anlief, gerieten immer mehr Bauhäusler in die Fänge der Nationalsozialisten. Einen von ihnen, den Designer Franz Ehrlich, steckten sie ins KZ Buchenwald, wo die Lagerleitung ihn dazu zwang, eine Aufschrift für das Eingangstor zu entwerfen. Der menschenverachtende Spruch („Jedem das Seine“) wurde ihm dabei natürlich vorgegeben.
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