Was tost das Horn? Wagners „Götterdämmerung“ in historischer Aufführungspraxis in Köln
Ursula Hartlapp-Lindemeyer
Kent Nagano und das Dresdner Festspielorchester mit dem Concerto Köln komplettierten ihren Ring des Nibelungen in historischer Aufführungspraxis am 4. Juni 2026 in der Kölner Philharmonie mit der Götterdämmerung. Siegfrieds Tod, aus dem später die Götterdämmerung wurde, war 1848 Richard Wagners erste Idee zur Komposition des Nibelungen-Mythos. Zunächst stellte er das Konzept, dann das Libretto für 16 Stunden Aufführungsdauer fertig. Mit der Komposition begann er 1852, die Uraufführung des gesamten Zyklus fand 1876 in Bayreuth statt. Mit dem Festspielhaus Bayreuth hat Wagner eine Marke geschaffen, die die Geschichte der Oper revolutionierte, denn dort sollen nach dem Willen Wagners ausschließlich seine Werke und Beethovens 9. Sinfonie gespielt werden. Der „Ring des Nibelungen“ in historischer Aufführungspraxis im Rahmen der Wagner Cycles ist nun, 150 Jahre nach der Uraufführung, komplett. Eine Aufnahme als Tondokument ist in Planung. Die Götterdämmerung schließt die Wagner Cycles mit Aufführungen auch in Dresden, Hamburg, Bayreuth, beim Lucerne Festival und in Paris ab. (Aufführung: 4. Juni 2026) […]
