1.000.000.000 €

So viel hat Vonovia gerade als Dividende an seine Aktionär:innen ausgeschüttet. Leistungsloses Einkommen, direkt aus den Taschen der Mieter:innen gepresst.

Um diese absurde Summe mal ins Verhältnis zu setzen:

Das entspricht...

~ 1,25 Millionen durchschnittlichen Warmmieten (800 €)

~ 400.000 durchschnittlichen Netto-Monatsgehältern (2.500 €)

~ Knapp 1,8 Millionen monatlichen Bürgergeld/ALG2-Sätzen (563 €)

Während in Talkshows jeden Tag nach unten getreten und gegen Arme gehetzt wird, ziehen Immobilienkonzerne die Gesellschaft ungestört ab. Wohnen ist ein Grundbedürfnis, keine Renditemaschine für reiche!

#Vonovia #Mietenwahnsinn #Enteignen #Klassenkampf #Bürgergeld #Wohnungskrise #Kapitalismus

Als ob die 157 € Profit pro Wohnung/Monat nicht schon absurd genug wären, hier noch die Pointe des Mieten-Monopolys:

Der mit Abstand größte Vonovia-Aktionär ist der norwegische Staatsfonds (~14 %).

Das heißt auf gut Deutsch: Deutsche Mieter:innen und das Jobcenter finanzieren mit ihren Mieten direkt das norwegische Rentensystem mit. Allein 140.000.000 € der Dividende wandern damit sofort aus unserer Volkswirtschaft ab. Das Geld geht nicht über Los, fließt nicht in den lokalen Konsum und generiert hier exakt null weitere Wertschöpfung.

Ein absolut fehlerfreies System... wenn das primäre Ziel ist, Vermögen systematisch von unten nach oben und außer Landes zu pumpen.

#Vonovia #Mietenwahnsinn #Wirtschaft #Kapitalismus #Klassenkampf #Miete

@Larvitz das ist wohl die beste (ungeprüfte) Nachricht des Ganzen: das Geld landet am Ende wenigstens wieder bei Menschen.
Wer kann es den Norwegern verübeln? Wir sind halt dumm, das ist leicht verdientes Geld.
@CriticalSilence Es ist öffentlich nachvollziehbar, dass Norges Bank Investment Management (Der norwegische Staatsfonds) etwa 13,9% der Anteile von Vonovia hält.
@Larvitz das ist so absurd, man kann nur noch verzweifelt lachen, sorry für den (unangebrachten) Sarkasmus.
Das Problem ist leider, genau solche Menschen sitzen bei uns im Bundestag. Genau diese Menschen, die andere Menschen abzocken. Immobilienbesitzer, die selbst vermieten, wären schön blöd, wenn sie Vermietung regulieren würden.

@Larvitz

“Der norwegische Staatsfonds (Government Pension Fund Global) ist mit einem Volumen von über 1,8 Billionen Euro der größte Staatsfonds der Welt. Er wurde gegründet, um die Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung generationengerecht anzulegen und den Sozialstaat Norwegens langfristig abzusichern.”

https://www.finanzfluss.de/geldanlage/norwegischer-staatsfonds/

Eigentlich ne ziemlich sinnvolle Sache.

@CriticalSilence

Norwegischer Staatsfonds: So kannst du von ihm lernen

Der norwegische Staatsfond ist der größte Anleger der Welt. Was du von ihm lernen kannst und wie du ihn nachbildest, erfährst du hier.

Finanzfluss
@Konafets @Larvitz @CriticalSilence naja ich finde es nicht so sinnvoll dass Menschen in diesem Land Flaschen sammeln müssen während ihr Geld in die Taschen der Rentner in Norwegen fließt
@CriticalSilence @Larvitz Naja, es hat ja noch andere Seiten, es ist nicht nur Vonovia. Ich kann mich entsinnen, dass hier in Berlin jahrelang ziemlich allen blind aus Norwegen aufgekauft wurde, d.h. die Wohnungen wurden nicht mal angesehen oder zur Ansicht freigegeben. Das war schon sehr sehr auffällig - und verstörend, weil man doch ein anderes Bild von Norwegen hatte.
@Larvitz
Das ist übrigens auch ein Grund, warum wir dringend wieder sozialen Wohnungsbau in kommunaler Hand haben müssen. Quasi-Monopole wie das von Vonovia führen nämlich dazu, dass auch die Mietenspiegel vor allem die Höhe der Mieten dieser Quasi-Monopolisten widerspiegeln.
Nur sozialer, nicht-gewinnorientierter Wohnungsbau kann daran etwas ändern.
@C_Ottenburg @Larvitz Kommunaler Wohnungsbau? Was für ein Quatsch! Wer soll organisieren? Wir sind chronisch unterbesetzt. Finanzielle Mittel fehlen.
@MichaelChrist
Was für eine unhöfliche, unterkomplexe und unsachliche Antwort!
Lassen Sie sich gesagt sein: Das ging mal. Bis die Politik den Lügen des Neoliberalismus glaubte, durch Privatisierung werde alles besser und billiger.
Und natürlich sind Stellenschlüssel und Staatsfinanzen Ergebnisse politischer Entscheidungen.
Was sie als politisch Engagierter eigentlich wissen sollten.
@Larvitz
@C_Ottenburg @Larvitz Nicht jede Kommune ist eine Großstadt. Hier bei uns dürfen kleine Kommunen, die eine Grundversorgung gewährleisten und die an Bus und Schiene angeschlossen sind, keinen Wohnraum schaffen. Da hilft auch keine gemeindeeigene Wohnbaugesellschaft, wenn es keine Wohnbauflächen gibt.
@MichaelChrist @C_Ottenburg @Larvitz Stellen kann man schaffen und finanzielle Mittel ließen sich mit dem politischen Willen finden.
Wenn es private Firmen mit gewaltigem Gewinn schaffen Wohnungen zu bauen , wieso sollten es öffentliche Stellen nicht schaffen? Aber am besten ohne Gewinn , weil sie preiswert vermieten.
Es würde die Wirtschaft doppelt ankurbeln: Baugewerbe mehr Aufträge und Bevölkerung hätte mehr Geld über für Konsum
@tino76H @C_Ottenburg @Larvitz Stellen kann man schaffen, aber halt heutzutage nicht mehr besetzen. Der Gemeinderat kann zwar finanzielle Mittel im Haushalt beschließen, aber dann widersagt die Kommunalaufsicht die Genehmigung des Haushalts.
@MichaelChrist @tino76H @C_Ottenburg @Larvitz natürlich hat die Gemeinde kein Geld im größten Niedrigstlohnsektor Europas wo sogar noch Teile der Mieten Rentner in anderen Ländern zufliesen
@MichaelChrist
Vielleicht wissen Sie das alles schon, aber: Auch das ist kein Naturgesetz. Gleiches gilt für die chronische Finanznot der Kommunen, die im Zuge der Auftragsverwaltung zwar jede Menge Bundes- und Landesaufgaben ausführen müssen, dafür aber a) finanziell nicht angemessen ausgestattet werden nd b) aufgrund der Großzügigkeit verschiedener Bundesregierungen auf ihren Anteil an der Vermögenssteuer verzichten müssen.
@tino76H @Larvitz
@MichaelChrist
Es wäre besser dafür, d. h. für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen zu kämpfen und dafür Verbündete zu suchen, damit wir uns wieder Schwimmbäder, Büchereien, guten ÖPNV und anderen öffentlichen Luxus leisten können, statt immer nur zu erzählen, was nicht geht und vor einem immer schlechter werfenden status quo zu resignieren.
@tino76H @Larvitz
@C_Ottenburg @Larvitz @MichaelChrist Die Kapazität für Bau und Bewirtschaftung sind am Markt offenbar vorhanden. Der Auftraggeber muss nur Rahmenbedingungen und Mittel beschaffen. Generalunternehmer / Generalübernehmer leisten den Bau aus einer Hand. Damit kann die öffentliche Hand schaffen. Wichtig ist ja nur, dass Grund & Boden nicht in Privatbesitz sind und sich das nicht an einem „freien“ Markt bewegt.
@mstengel @C_Ottenburg @Larvitz Man kann als Kommune auch auf das Vorkaufsrecht zurückgreifen oder sich über Baulandumlegung Grundstücke zuteilen lassen. Dann schreibt man das Bauprojekt aus und den Zuschlag erhält das nachhaltigste Konzept.
@MichaelChrist @C_Ottenburg @Larvitz lol die Finanziellen Mittel sind auch in den Taschen der Rentner in Norwegen

@Larvitz Sorry, 157 Euro im Monat ertrag/Profit/Überschuss.. Das sind 47.100 Euro zu 4 % angelegt. Ok, machen wir 2 %, dann sind das 94.200 Euro Kapital

Das ist nix. Wenn die Wohnung 200.000 wert ist, ist das eine Rendite von 1 Prozent.
Also da ist schon Luft für Rücklagen, Renovierung, Modernisierung usw.

Ob Wohnungen im großen Stil gebündelt jemand gehören, der nicht Staat heißt, ist ein anderes Thema.

Aber Turbokapitalismus erkenne ich nicht

@Larvitz Die Börse ist die Quelle allen übels