Die Diskussion um den #Wasserzins ist in der Regierung angekommen. Wie Ö1 im gestrigen Morgenjournal berichtete, liegt er bei der laufenden #Budgetverhandlung auf dem Tisch. Wir haben bereits im Herbst analysiert, wie ein Wasserzins nach Schweizer Vorbild funktioniert. 1/
Wasserkraftwerke gehören zu den Stromproduzenten mit den niedrigsten Gestehungskosten – darunter versteht man die Kosten für die Herstellung von Strom. Durch das Merit-Order-System wird der Strompreis in Österreich trotz des hohen Wasserkraft-Anteils vom teuren Gaspreis bestimmt. 2/
Die Differenz von Stromgestehungskosten zum Marktpreis geht als Gewinn an die Energieerzeuger. Am Beispiel #Verbund: Selbst mit Wasserzins nach Schweizer Vorbild wären Österreichs größtem Energieerzeuger seit 2022 noch etwa 3 Milliarden Euro an Übergewinnen geblieben. 3/
61 Prozent des österreichischen Strombedarfs werden aus #Wasserkraft gedeckt. Ein großer Teil der Kraftwerke ist bereits seit Jahrzehnten in Betrieb und damit „abgeschrieben“ – das bedeutet, dass die Investitionskosten finanziell bereits vollständig eingespielt wurden. 4/
Die Energiewende würde eine Abschöpfung der Übergewinne nicht gefährden: nur 15 Prozent der großen österreichischen Wasserkraftwerke sind jünger als 30 Jahre. 5/
Wasserzins: Ein permanenter Beitrag der Energiewirtschaft gegen das Leck im Staatshaushalt - Momentum Institut

Wir analysieren den Grund für die Übergewinne und schlagen einen Wasserzins vor: eine Abgabe auf Strom aus Wasserkraft wie sie in der Schweiz üblich ist. Der Wasserzins ist ein wirkungsvolles Instrument zur Abschöpfung von permanenten Übergewinnen. Mit ihm bleibt das Merit-Order-System intakt – er fügt sich in das bestehende Preisregime nahtlos ein. Dennoch lassen sich mit einem Wasserzins Übergewinne gut abschöpfen, ohne die Strompreise zu steigern.

Momentum Institut