@ulrichkelber Ich sehe diese „Privatvorsorge" sehr kritisch.
Zum einen können sich das nur Menschen ab einem bestimmten Einkommen leisten. Wer im Billig-/Mindestlohn-Bereich arbeitet, „aufstockt“, in Teilzeit (weil Kinder, pflegend, etc), usw. hat da keine Chance.
Die aktuelle Regierung nimmt das nicht nur billigend in Kauf, sondern reduziert absichtlich die Umlage-Rente für Durchschnittseinkommen runter auf die Armutsgrenze.
Die angebliche "Freiheit“, sich die Rente selbst zu organisieren, ist also keine. Sie ist Quasi-Zwang und viele sind automatisch ausgeschlossen.
Der Zweck der Übung ist natürlich, sehr viel mehr langfristig fest angelegtes Geld in Kapital-Verwaltungsgesellschaften wie Blackrock zu bekommen. Die Angst der Menschen vor Armut im Alter ist der Hebel dazu.
Die Kapital-Verwaltungen betreiben mit der schieren Menge der von ihnen steuerbaren Kapitals Industrie-Politik. Ihr Interesse ist zu allererst Dividende, nicht Soziales, nicht Umwelt- oder Klimaschutz und nicht der Wohlstand der Menschen, die ihr Geld ansparen, oder gar der Länder, in denen sie leben.
Im Gegenteil sind die profitabelsten Investitionen in der Regel die schädlichsten für alle. Die gesamte Fossil-Verbrennungs-Kette. Rüstung. Profitable Pharmazeutik wie Abnehmspritzen, aber nicht unbedingt notwendige Medikamente. Alles, was nicht genug Geld abwirft, wird abgeworfen und verendet.
Die Kapital-Verwaltungen üben nachweislich direkten Druck auf Firmen aus. Das betrifft auch die Verlagerung von Fabriken, Stellenabbau, Produktlinien, usw.
Und sie lobbyieren auch in Regierungen und transnationalen Organisationen wie der EU. Diese Idee, private Altersvorsorge sei irgendwie „natürlich“ und notwendig, ist es ja gar nicht. Und gerade wenn Staaten unter dem Einfluss solcher Finanz-Firmen ganze Schichten gering Verdienender ganz bewusst mit Altersarmut bedrohen, sollten wir dagegen aufbegehren und eine staatliche Garantie auskömmlicher Altersrente verlangen.
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