Herzlich Willkommen zum 5. #ShelterChallenge-MittwochMittags-Update:

Heute geht es um Inspirationen für meine geplante, öffentliche Shelter-Kunst-Baustelle und um ein von mir dafür entwickeltes 3D-Shelter-Modell.

"Shelter BiePal v001": Ein nachhaltiger und günstiger Shelter-Bauplan...

Das 3D-Modell basiert auf den Maßen von in Bielefeld als Abfall verfügbarem Konstruktionsholz und vier ausgemusterten Europaletten als Grundliegefläche. Für die Verbretterung kann Holz von zerlegten Einwegpaletten verwendet werden. Als wasserfestes Dach sind alte LKW-Plane, geschenkte Solarmodule oder gekaufte Gründachfolie mit Erdschicht denkbar (Teerpappe möchte ich eigentlich nicht einsetzen). Es ist etwas kleiner als der kleine Shelter 7.1 in Dänemark (siehe Update Nummer 4). Hier könnt ihr die 8,8 M große Datei für die kostenfreie, Open-Source-3D-Software Blender 5.x herunterladen: https://shelter.apgw.de/files/shelter_biepal_v001.blend

Inspirationen für künstlerisches Bauen und Gemeinschaftskunstwerke...

Ich möchte an einem öffentlichen Ort mit Menschen Shelter bauen, wobei die persönliche Erfahrung des Bauens mit Holz, mit den eigenen Händen, wichtiger Bestandteil des Kunstwerkes ist. Dafür gibt es konkrete Beispiele:

Der italienische Designer und Hochschuldozent Enzo Mari vermittelte mit seiner manifest-artigen Bauanleitungssammlung „Autoprogettazione?“ ab 1974 Möbel-Selbstbau als künstlerische Erfahrung. [ https://corraini.com/en/autoprogettazione.html ]

Ein großes Vorbild ist auch Joseph Beuys und sein Konzept der „sozialen Plastik“. Exemplarisch steht dafür sein Projekt „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ (mit dem die Stadt Kassel noch heute wirbt) und wo ab der Documenta 7 im Jahr 1982 viele Bürger*innen teil des Gesamtkunstwerkes wurden, da sie mithalfen die Beuys-Bäume an vielen Orten einzupflanzen, oder sogar Städte wie Bielefeld inspirierte, selber sogenannte Beuys-Bäume zu pflanzen. [ https://www.kassel.de/buerger/kunst_und_kultur/eichen-von-joseph-beuys.php ]

2011 holte die Künstlerin und Hochschuldozentin Judith Seng bei ihrem Werk „Acting Things I / Production Theatre“ das Publikum in Berlin zum kostenlosen, partizipativen Tischbau auf die Theaterbühne. Es standen „Material & Werkzeug“-Sets bereit und die Bauprozesse wurden filmisch dokumentiert. [ https://user-ljspb4pp.vsble.me/works/acting-things-i/ ]

Bis bald!

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