RE: https://social.tchncs.de/@kuketzblog/115699827682750211

Als Kanzlei, die gerne mehr echten #Datenschutz für unserer Mandanten betreiben möchte, muss ich leider mitteilen, dass wir kaum die Möglichkeiten haben, #Microsoft zu entkommen.

Die erforderliche Spezialsoftware für #Steuerberater ist auf #Windows und #Office zugeschnitten. Bisher fanden wir keine Alternativen, die beispielsweise auf #Linux laufen noch die Bereitschaft der Hersteller sich von ihrer Abhängigkeit zu lösen.

Wenn ihr Lösungsideen habt oder eine gut erprobte freie Software für Steuerberater kennt, wir freuen uns über nützliche Tipps.

@Obermueller_und_Partner Könnt ihr die Software nennen? Dann kann man evtl. helfen. Ohne die Info leider keine Chance.

@monkee

Wir nutzen #Datev (es gibt noch ein paar Alternativen, mir sind z.B. noch Agenda und Addison bekannt)

Wir sind keine IT-Experten - anhand dessen was ich bisher von verschiedener Seite auch Datev direkt erfahren konnte, sind folgende Rahmenbedingungen relevant:

- Wir benötigen bisher kein MS365, aber demnächst Windows 11

- Datev hat keine funktionierende Schnittstelle zu anderen Office-Programmen als denen von Microsoft - derzeit zwar noch lokal, aber die Verwendung ist für viele Funktionen unverzichtbar.

- Es handelt sich um Software, die auf unserem eigenen Server und den Arbeitsplätzen unserer Mitarbeiter läuft.

- Nur die Arbeitsplätze auf Linux umzustellen, dürfte kaum mehr Datensicherheit bedeuten, dafür aber das Arbeiten verkomplizieren.

- Die Cloudlösung von Datev wollen wir nicht, um nicht noch abhängiger zu sein. Und die Daten an jemanden auszulagern, der sich des Problems gar nicht bewusst scheint, verbessert ja auch nichts...

@Obermueller_und_Partner Es gibt aber ja auch immer noch einen Unterschied zwischen Windows und MS365.

Ich sehe absolut keine Notwendigkeit, MS365 zu nutzen.

@better_tomorrow wenn die Software das so handhabt wie einige CAD Systeme, dann greift sie im Hintergrund auf Komponenten von MS-Office zu und erfordert daher zwingend eine entsprechende Installation auf dem Rechner.
MS-Office erzwingt dann Windows, und die Abhängigkeit ist perfekt.

D.h., selbst wenn man will hat man damit de facto keine Chance dem zu entkommen.

@Obermueller_und_Partner

@pantaRhei @Obermueller_und_Partner Aber Office bedeutet ja ebenfalls nicht gleich MS365. Es gibt ja immer noch kaufbare, lokal installier- und nutzbare Office-Suiten von MS, meines Wissens.

Ich nutze auch One-Drive nicht und sehe keine Notwendigkeit dazu. Es zwingt einen bisher niemand, alles Mögliche in die US Cloud zu jagen.

@better_tomorrow

Tun wir bisher auch nicht, aber auch Windows 11 ist übergriffig.

@Obermueller_und_Partner Ja, das stimmt leider, allerdings kann man das aktuell noch deutlich einhegen, soweit ich weiß. Lokales Konto, Office kaufen ohne Abo, alle Datenschutzeinstellungen auf maximale Restriktion stellen, Bloatware deinstallieren (muss tw wdh werden), Autostart ausmisten, für den Rest gibt es Tools, die noch mehr Kontrolle verschaffen (mit Vorsicht, man sollte ein wenig wissen was man tut). Besser als nichts.

@Obermueller_und_Partner
Die Software lässt sich ggf. über Tools wie WinBoat auch auf Linux zum Laufen bringen.

Und evtl. ist die Software eGecko der CSS AG eine mögliche Alternative. Wir nutzen die für Lohnbuchhaltung.
Ist allerdings eher für große Unternehmen gedacht.
https://www.css.de/buchhaltungssoftware

Ist eine Javaapplikation daher auch auf Linux und als Webanwendung lauffähig.

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@stvo

Danke für den Tipp! Leider geht die Steuerberatungssoftware über die Buchhaltung hinaus. Sie besteht aus stets aktuellen Stuererklärungsmasken für alle Steuerarten, Mandanteverwaltung, Kommunikation mit den Finanzämtern, Rechtsverkehr

@Obermueller_und_Partner ich weiß leider nicht was der Buchhaltungsteil von egecko kann, wir nutzen sie für Lohnbuchhaltung und da kann sie das alles.

@Obermueller_und_Partner

Ähnliches gilt auch für Steuersoftware für Verbraucher für die Einkommensteuererklärung. Was man so bekommt von Buhl u. ä. läuft auch nur mit Windows.

Hab's mal unter Wine probiert, ging teilweise, musste dann aber wieder in die Windows VM. Die Lizenz war durch den Installationsversuch unter Linux "verbrannt".

@caravantraveller

Das passt zu so ziemlich allem was wir auch von anderen Menschen gespiegelt bekommen haben.

Es ist ein großes Trauerspiel!

@Obermueller_und_Partner vieleicht mal bei @LinuxGuides mal nachfragen, vielleicht hat er eine Idee.

@JegCreativity @LinuxGuides

Liebes LinuxGuides meldet Euch gerne, wenn zu Euren Kunden bereits Steuerberater gehören und Ihr eine Lösungsidee für das von uns geschilderte Problem habt...

@Obermueller_und_Partner Das kenne ich. Bin ehrenamtlich in einer öffentlichen Bücherei tätig. Die Büchereisoftware Bibliotheca next erzeugt für Berichte keine csv-Dateien sondern sucht nach Excel. D.h. es muss extra ein Office installiert werden.