Ich erkläre immer mal wieder gerne unter #fuelea was über meine Ernährung. Da habe ich auch erwähnt, dass ich schaue, mich halbwegs eisenreich zu ernähren und auch zu supplementieren. Leider ist bei der letzten Blutabnahme rausgekommen, dass mein Ferritin-Wert (das ist der Eisenspeicher) sich unter dem, was meine Ärztin für mich als ideal ansieht, festgesetzt hat. Kein Anstieg trotz sogar leicht erhöhter Supplementierung. Damit ist dann das Limit meines Magen-Darm-Trakts erreicht, was dessen Fähigkeit zur Eisenresorption angeht. Genau das wollte ich eigentlich vermeiden und mit Ernährung plus oraler Supplementierung eigentlich in den Idealbereich kommen.
Ist aber gar nicht so ungewöhnlich, dass da irgendwann ne Grenze erreicht ist oder Menschen orale Supplementierung nicht vertragen. Ich hatte da bisher eigentlich Glück mit Nebenwirkung

Glücklicherweise kann Eisen auch über ne Infusion gegeben werden. Davor hatte ich bisher eigentlich schon Respekt, und wollte es eher vermeiden

Also gab's heute meine erste Eiseninfusion. Ich hab erst am Abend vorher angefangen, das Internet dazu zu befragen. So alles von Dauer (15 Minuten bis 3,5 Stunden) zu Nebenwirkungen (bei aktuellen Präparaten gering und selten) und wie sich das so anfühlt. Mehrere Stunden mit ner Infusion ist nämlich nicht so meine Wunschvorstellung

Letztlich war es eher eine, eineinhalb Stunden und davon ging auch erstmal Zeit an Vitamin C zur Vorbereitung. Dadurch wird das Eisen nämlich besser aufgenommen. Weil's meine erste Infusion war, haben wir auch geschaut, dass es eher langsam fließt. Ich war auch die ganze Zeit in Hörreichweite, es kam häufig jemand vorbei und hat mich gefragt, ob ich okay bin. Dadurch, dass mein rechter Arm die ganze Zeit still liegen musste, war ich dann auch in ner Art Zwangspause. Decke gab's auch falls mir kalt geworden wäre

Nebenwirkungen hab ich (bis jetzt) keine und daher gehe ich mal davon aus, dass ich das ziemlich gut vertrage

#fuelea

Als nächstes steht dann eine Überprüfung des Ferritin-Werts an. Je nachdem, wie stark der gestiegen ist, gibt's ne zweite Infusion. Oder auch nicht. Da werde ich dann auch nochmal genauer nachfragen, wie oft wir das jetzt machen (sollten)

Das ist nämlich leider eine der unschönen Dinge: der Spaß ist im Vergleich zur oralen Supplementierung teurer. Wie viel genau sehe ich dann je nach Anstieg vom Ferritin

#fuelea

Hier ist was spannendes passiert. Ich habe mit einem moderaten Anstieg gerechnet. Tatsächlich ist der Wert durch die Decke geschossen und hatte den 1,5-fachen Effekt von dem, was ich davor in 6 Monaten oralen Supplementierung hatte. Also wenn das jetzt kein Messfehler war und so bleibt, dann ist ne Infusion für mich noch nicht mal teurer als orale Supplementierung. Das zeigt aber auch, wie ausgeprägt meine Resorptionsstörung doch war, auch wenn ich das nicht so gesehen habe

Der TMI zu Verdauung ist auch, dass ich den Eindruck habe, dass es meinem Körper auch besser tut, nicht ständig Eisen loszuwerden lol

@blue1337blood Oh, Ferritin.

Ja... Ich hab seit Monaten mit einem zu hohen Ferritin-Wert zu tun.

Der Normbereich des Labors liegt zwischen 50 und 150 und ich hatte im Juni über 800. 2 Monate später hatte ich 1012. Jetzt, vor zwei drei Wochen war er wieder runter auf über 600. Morgen hab ich wieder Blutabnahme zur Hormonwertbestimmung und ich werde darum bitten, dass auch der Ferritin-Wert wieder bestimmt wird.

Wurde zufällig bei mir entdeckt, bei der Voruntersuchung zur Hormontherapie.

@blue1337blood Erblich bedingte Hämochromatose konnte vom Gastroenterologen btw. bereits ausgeschlossen werden, da beim Gentest Heterozygotie festgestellt wurde. Erworbene Hämochromatose kommt glaub ich nur in 5 oder 10 % der Fälle vor. (oder noch weniger?)

In zwei Wochen bin ich beim Hämatologen zur Besprechung des weiteren Vorgehens. Da ich momentan auch ne Fettleber habe, hatte er mir in dem Fall vor 4 Monaten entweder nen Ferriscan oder ne Biopsie in Aussicht gestellt.

@NX03 Oh, dann bist du glaube ich gerade auf die andere Seite des Ferritins gestoßen. Mit Entzündungen und ähnlichen kann der Wert nämlich steigen und ist dann nicht mehr aussagekräftig für alles, was im Körper mti Eisen zu tun hat. Hoffe da kommt was sinnvolles bei dir raus. Daumen sind gedrückt

@blue1337blood Übrigens, fun fact: Der Hämatologe hat mir ekrlärt, dass der Ferritinwert tatsächlich nichts direkt darüber aussagt wieviel Eisen im Körper gespeichert ist, sondern "nur" wieviel Eisen der Körper bereit ist zu resorbieren (wenn ich das richtig verstanden hab).

Fand ich auch interessant und gut zu wissen. Angeblich - so meinte er - wissen das viele oder zumindest manche Ärzte nicht.

@blue1337blood
Kannst du vielleicht ne andere Form von Eisen oder zusätzliche Supplemente nehmen die das besser resorbierbar machen?
Ich bin kein Profi in Biologie, aber ich erinnere mich an sowas ähnliches wie dass man z.B. Magnesiumcitrat mit O-Saft kombinieren kann, vielleicht geht ja Eisen mit Rote-Beete-Saft oder so?
@helix Das hab ich schon gemacht :) Und hier ist Vitamin C das Ding. Ich hab auch Abstand zu Kaffee, Tee und ähnlichen beachtet, hab nur alle 2 Tage statt jeden Tag supplementiert, ... also da getan, was geht, aber leider nicht besser geworden
@blue1337blood
Joah, dann bleibt dir wohl nur die Infusion 🫤
Wie oft macht man das dann?
@helix Bis der Wert ausreichend ist :D Und dann mal schauen wie oft erneuert wird