Ute Daniels "Postheroische Demokratiegeschichte" ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber trotzdem ein gutes Buch, um zu verstehen, warum unser demokratisches System so funktioniert wie es eben funktioniert. Eine kleine Rezension.

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https://tinierklaertsichdiewelt.wordpress.com/2024/12/15/uber-postheroische-demokratiegeschichte/

Über Postheroische Demokratiegeschichte

Eine Rezension zu Ute Daniels Postheroische Demokratiegeschichte. Mit hat’s ganz gut gefallen, warum steht in der Rezension.

Tini erklärt sich die Welt
@Tinido Danke für die Rezension. (Verdammt. Jetzt habe ich eigentlich Lust, auch das Büchlein zu lesen.) Hat mich an die Stellen bei David Graeber erinnert, in denen er immer wieder erklärt, wie heute als demokratisch geltende Systeme gar nicht mit der Absicht (und erst recht nicht mit der heutigen Idee von Demokratie) der Demokratisierung entstanden (wie zB die USA als Republik geschaffen wurde, um Aristokraten ihre Macht zu sichern, ua mit Legitimation durch (beschränkte) Wahlen).
@dejan Ja! Interessanterweise zitiert Daniels gar niemand aus dieser anarchistisch-kritischen Demokratiegeschichtsschreibung, sondern bleibt super straight im Mainstream, aber durch ihre krassen Zitate aus der Zeit kommt das trotzdem genauso rüber, wie bei Gräber.
@Tinido Danke!
Ich möchte zu Deiner Beobachtung, dass diese Art argumentativer Text in der dt. Geschichtswissenschaft selten ist, sagen: Die dt. Geschichtswissenschaft ist gleichursprünglich mit den Wahlrechtsreformen entstanden aus der Notwendigkeit, eine moderne Massengesellschaft zu regieren. (So auch Kirchen.) Ihre Kultur ist entsprechend - wie bei den Parteien - wesentlich noch so wie vor 150 Jahren: Ungeeignet für die Verbesserung emanzipativer Demokratie.