Es gibt Nachschlag: Einer unserer Infoposts hat's nicht in den Haupt-Pridemonth Juni geschafft. Deshalb posten wir ihn einfach in einem der elf anderen Pridemonths!

Heute geht's um Queer Coded Villains und Queerbaiting.

Beide Begriffe beziehen sich auf erzählende Werke, vor allem auf Filme und Fernsehen. Queer Coded Villains sind Schurk*innen, die mal mehr und mal weniger offensichtliche queere Signale aussenden. (1/5)

#PrideMonth #Queerbaiting #QueerCodedVillain

Zum Beispiel: Der männliche Gegenspieler kommt dem ebenfalls männlichen Helden eine Spur zu nahe, die Schurkin mäht Männer reihenweise nieder und flirtet vor allem mit Frauen, oder die*er Gegner*in erfüllt verschiedene, scheinbar widersprüchliche geschlechtliche Klischees.
Es gibt viele von ihnen. Ihr Ursprung ist die über lange Zeit queerfeindliche Filmgeschichte. Früher war es verboten, Queerness offen und positiv im Film darzustellen. (2/5)

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Also tat man es versteckt und/oder nur an negativ besetzten Figuren. In jüngerer Zeit kamen auch Schurk*innen auf, die über das Queercoding bewusst zu schillernden Sympathieträger*innen aufgebaut wurden, wie Loki aus dem Marvel-Universum, gespielt von Tom Hiddleston.
Das Gegenstück hierzu ist das sogenannte Queerbaiting. Das heißt, queere Zuschauer*innen werden mit Versatzstücken queerer Identität bei eher positiven Figuren geködert. (3/5)

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Ein bekanntes Beispiel ist die von Tessa Thompson dargestellte Walküre aus dem Marvel Cinematic Universe, die sehr nonbinary auftritt und sich "König Walküre" nennt.
Queerbaiting hat dieselbe problematische Wurzel wie die Queer Coded Villains, weshalb es von queeren Fans kritisch betrachtet wird. (4/5)

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Zwar wird behauptet, dass der Versuch, Zuschauer mit queeren Andeutungen zu ködern, die gesellschaftliche Akzeptanz queerer Themen anzeigen würde. Aber warum nur Andeutungen? Figuren können ja auch einfach offen queer sein, wie der trans Mann Viktor in der Serie "Umbrella Academy", gespielt von dem trans Mann Elliot Page. Dem Erfolg der Serie hat seine Präsenz jedenfalls nicht geschadet. (5/5)

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