Die Stadt #Białystok liegt im Osten des heutigen Polens und war über Jahrzehnte Spielball der Großmächte. Mit der Industrialisierung wurde die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für die Metall- und Stoffindustrie.
Um 1900 rund lebten hier ca. 120.000 Einwohner*innen, von denen ca. 60% jüdisch waren.

Damit war Białystok eine der wichtigen Städte für die jüdische proletarische Bewegung. Viele Einwohner*innen wanderten auch in die USA aus.

#NieWieder #KeinVergessen #Shoah #Remember #Gedenken

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Teil1: https://links.potsda.mn/@WillHelm/110921076647468655 Mit dem Überfall #Nazi-Deutschlands auf Polen rückte die Wehrmacht um den 15.9.1939 in #Białystok ein und ermordet hier in einer Woche mehrere tausend Jüd*innen. Am 22.9.1939 wurde die Stadt im Zuge des sog. Hitler-Stalin-Paktes an die Sowjetunion übergeben und die Plünderungen und Ermordungen an der jüdischen Bevölkerung nahm erstmals ein Ende. Das hielt bis zum 22. Juni 1941, bis zum Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion. Am 27. Juni '41 Zog die Wehrmacht mit einem Polizei Bataillon aus #Köln in die Stadt ein und verhaftete mehrere hundert Juden. 800 von ihnen sperrte das #PolizeiBataillon309 in die große #Synagoge und stecke sie in Brand. Ca. 1700 weitere Juden wurden an diesem Tag erschossen. Das Bild Zeigt den ehemaligen Standort der Synagoge. Das Metallgestell ist ein Nachbau eines Gestell der Dachkuppel. #KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #Holocaust #history #NeverForget #Memorial #Gedenken #SilentSunday #NikonD3300

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ab den 1.8.´41 wurde in #Bialystok das #Ghetto eingerichtet und knapp 60.000 Menschen auf engen Raum eingepfercht. Aber mit der Installation des Ghettos lies auch das Morden nach. Das Ghetto wurde zu einem wichtigen Produzent für die deutsche Wehrmacht.
Parallel zur Installation begann auch die Organisierung des jüdischen #Untergrund.s, welche auf sozialistische-jüdische Jugendbewegungen wie #HashomerHatzair zurückgreifen konnten.

#KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich der #Untergrund und es wurde Kontakt zu anderen #Ghetto.s hergestellt, Informationen beschafft und vervielfältigt, Waffen organisiert und Leute geschleust.

Eine zentrale Person spielte dabei unter anderem #ChaikaGrossman, die als Kurierin und spätere Kommandantin im Untergrund aktiv war.
Später schrieb sie ihre Erlebnisse in dem #Buch "#DieUntergrundarmee" nieder (Leseempfehlung!).

#KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget

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Das Leben und der #Untergrund im #Ghetto lief bis Anfang 1943 recht unbeschwert, bis im Februar ´43 die ersten Menschen (ca. 12k) aus dem Ghetto deportiert werden sollten.
Hier griff der Untergrund zum ersten mal zu den Waffen und versuchte #Widerstand zu leisten.
#YitzhakMelamed warf auf SS-Mannschaften Glühlampen mit Schwefelsäure, #EdekBoraks und ein weiteres Dutzend griffen zu den wenigen Waffen.
Am Ende starben 17k Menschen bei der "Aktzia"

#KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember
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Nach der Feb. #Deportation kehrte wieder kurze Ruhe im #Ghetto ein. Der #Untergrund reorganisierte sich und kam an mehr Waffen.
Am 16.8. ´43 hingen am morgen die Aushänge zur vollständigen "Räumung" des Ghettos.
Der Untergrund leistete erbitterten #Widerstand und versuchten durch den Ghettozaun zu brechen.
Die SS musste sogar mit Panzer und Flugzeugen anrücken um die Lage zu sichern.
Es gelang einigen wenigen das Ghetto zu verlassen.

#KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget

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Während der Kämpfe im #Bialystok.er #Ghetto gelang es kleinen #Untergrund.Gruppen wichtige Industrieanlagen und Knotenpunkte in Brand zu stecken und somit die weitere Produktion für die Wehrmacht zu verhindern.
Die Überlebenden des #Aufstand schlugen sich entweder in den Wald zu den #Partisan*innengruppen oder leistet noch 8 Tage im Ghetto Widerstand in dem sie NAchts aus ihre "Bunker" kamen und immer wieder SS-Mannschaften angriffen

#KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget

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Zum 80. Jahrestag des #Aufstand.s lud das #BildungswerkStanisławHantz zu einer Gedenkreise.
Diese befasste sich mit #Bialystok vor und während des 2.WK, wir fuhren in die Umgebung, zum letzten aktiven jüd. Friedhof, nach #Tykocin, einen kleinen Ort, in dem 1939 von 4k Einwohner*innen 2K jüdische waren. Wir fuhren auch in die Wälder zu Massengräber und in das Vernichtungslager #Treblinka

Die Reisen des Bildungswerks kann ich nur Empfehlen:
https://bildungswerk-ks.de/reisen

#NieWieder #Shoah

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Veranstaltungen Archiv - Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.

Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.
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Im Osten von #Białystok sind die Überreste vom letzten aktiven jüdischen Friedhof. Dieser wurde 1890 in betrieb genommen und umfasst(e) ca. 30.000 Gräber. Mit dem Einmarsch der Wehrmacht wurde der Friedhof geschändet und die Gräber zerstört. Nach dem Krieg bediente sich zum Teil der anliegende katholische Friedhof der Grabsteine, löschte halbherzig die alte Inschrift und gravierte auf der Rückseite dann eigene Texte ein. Seit den 2000er sind diverse Gruppen dabei den Friedhof wieder zu restaurieren, sie Graben die Steine aus und stellen sie möglichst wieder auf. Zum Teil wird auch die goldene Inschrift wieder hergestellt. Als wir vor Ort waren, war gerade eine Amerikanische Gruppe vor Ort und stellte in zwei Wochen um die 200 Grabsteine wieder auf. Auch als wir vor Ort waren, kam ein amerikanisches Pärchen und fand den Grabstein eines früheren Verwandten wieder. #KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #Holocaust #history #NeverForget #Memorial #Gedenken #SilentSunday #NikonD3300 #BlackAndWhite #blackandwhitephotography Background: https://links.potsda.mn/@WillHelm/110921076647468655

pixelfed
#Tykocin, ein kl. Ort westlich von #Bialystok hatte ende der 30er Jahre 4k Einwohner*innen, von denen ca. 2k jüdisch waren. Mit dem Einzug der Deutschen (1941) brach sich der #Antisemitismus Bahnen und die polnische Bevölkerung begann mit der Plünderung, Vertreibung und teilweise Ermordung der Nachbar*innen
In dem Ort steht bis heute die alte, rustikal gebaute #Synagoge, da bei ersten Plünderungen die Leiter zum Dach entwendet wurde und keine größeren Schäden möglich waren
#NieWieder #Shoah
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Das Gelände vom alten jüdischen Friedhof ist in #Tykocin noch erhalten, nur sind hier vielleicht noch ein Dutzend Grabsteine zu finden, die in einem schlechten Zustand sind.
Die Steine wurden hier zum Teil für den Bau von Häusern und Treppen entwendet.

#Bialystok #KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget
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Die jüdische Bevölkerung aus #Tykocin und Umgebung wurden 1941 von deutschen Polizeibataillonen zusammengetrieben und in die nahen Wälder gezwungen. Hier waren Massengräber von den lokalen Bauern vorbereitet worden, in denen (ich weiß die Zahl leider nicht mehr genau) 2.500 Menschen erschossen wurden.
Heute sind drei von den vielen vielen Massengräbern im Wald markierten und dienen als #Gedenkstätte.

#Bialystok #KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember #NeverForget
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Zum #SilentSunday gibt es den Abschluss der #Bialystok-Reise

Den Abschluss machte die #Gedenkstätte #Treblinka. Viele Jüd*innen, auch aus dem #Ghetto Bialystok, kamen in das Vernichtungslager.
In den den 13 Monaten, dass das #KZ bestand, wurden hier ca. 900.000 Menschen ermordet.
Das #BildungswerkStanisławHantz hat Berichte und Biografien von Überlebenden gefunden und vor Ort präsentiert, was die Grausamkeiten noch greifbarer machte.

#Bialystok #KeinVergessen #NieWieder #Shoah #Remember
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