#Lesestunde #ScienceFiction #CliffordSimak
C. Simak: Raumstation auf der Erde [orig. Way Station, 1963]. Übers. von T. Westermayr. München 1964. Coverbild: E. Volkmer.
Ein leider unbefriedigendes Leseerlebnis (und der 2. Flop dieses Lesesommers nach Dicks "Clans des Alpha-Mondes"). Weshalb?...
Die Grundidee finde ich durchaus originell: Enoch Wallace, ein ehemaliger Soldat des Unionsheers, lebt  abgeschieden in einem Haus in Wisconsin, das gleichzeitig als eine Art "Stargate" und Durchgangsstation für Außerirdische fungiert, die in der Galaxis reisen. Enoch übernimmt dabei die Aufgabe des Stationswächters, der nicht altert, wenn er sich in seinem Haus aufhält. Als in den 1970erJahren der Geheimdienst  auf ihn aufmerksam wird und...
...ein Agent  zudem noch den Leichnam eines Außeridischen aus Ennochs "Privatfriedhof" im Garten  entwendet, wird die Situation  für Enoch brenzlig.  Auch droht  nun seine Hoffnung enttäuscht zu werden, dass die Erde eines Tages in den 'Club' der friedlichen und fortschrittlichen Welten aufgenommen werden könnte....
Diese Ausgangssituation sollte eigentlich vollkommen für einen spannenden SF-Roman ausreichen. Zumal auch die Begegnungen und Gespräche Enochs mit den verschiedenen Außerirdischen auf der Durchreise interessant sind.
Doch leider führt Simak seine Grundprämisse nicht geradlinig fort, sondern bläht die Handlung u.a. noch mit einem Nebenplot um ein "religiöses" Alien-Artefakt auf. Weniger "Ereignisballast" hätte diesem Roman gut getan, schade.
@metaphernpark Ich habe den Roman nicht gelesen, aber deiner Inhaltsbeschreibung nach klingt es fast wie eine Ausarbeitung oder Fortsetzung seiner Kurzgeschichte "Der große Vorgarten" ("The Big Front Yard"). Weiß aber nicht, ob das wirklich der Fall ist(?)
Dazu hatte ich mir durchaus Positives notiert:
1/2
Im Haus von Antiquitätenhändler Taine tut sich Seltsames, bis sich schließlich herausstellt: es wurde genau dort ein Portal zu anderen Planeten eröffnet. Eine gut aufgebaute Geschichte, die sich vom anfänglich beschaulichen Landleben mit "stinknormalen" Protagonisten bis hin zur großen (durchaus phantasievollen) Sensation hin entwickelt. Stilistisch fand ich's eher dünn, aber Idee und Aufbau sind absolut gelungen.
2/2
@sfLiteratur Ja, hört sich ähnlich an. Abgesehen von dem Portal-Motiv: auch der Protagonist in dem Roman ist ein (sehr sympathisch gezeichneter) Alltagsmensch. Irgendwo habe ich die Tage gelesen, meine ich, dass diese Figurenwahl typisch für Simak ist.
Werde mal nach der Story Ausschau halten. :-)
@metaphernpark Ich hab sie aus diesem hübschen Bändchen