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"#Wahlrechtsreform" in #Deutschland
Richard von #Weizsäcker hat einmal gesagt, die #Parteien dürften sich den Staat nicht zur #Beute machen.
Das sehe ich genauso. Alle Macht geht vom Volke aus. Die Parteien sind lediglich zu beteiligen, denn sie "...wirken an der politischen Willensbildung MIT."
Die Macht der Parteien hat in den vergangenen Jahrzehnten in den westlichen Demokratien zu sehr überhand genommen.
Das politische System in...
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(1/8)
Ich behaupte hier nicht, die Patentlösung (schon) zu haben. In jedem #Wahlsystem gibt es "Ungerechtigkeiten".--Ich zum Beispiel habe massive Probleme mit dem first-past-the-post/winner-takes-it-all-Ansatz in angelsächsischen Ländern, v.a. dann, wenn es um regionale EInheiten ("Bundesländer") mit sehr unterschiedlicher Bevölkerungszahlen geht.
"Ein #Wähler - eine gleichwertige Stimme" muss der Grundansatz sein, wir...
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(2/8)
...leben ja nicht mehr im 19. Jahrhundert.
Wenn ich Ihre Frage jedoch abstrahiere, dann gehe ich bei der Beantwortung gerne auf die Ursprünge eines Systems zurück:
die #griechischen Stadtstaaten und ggf. die #Römische Republik. - In beiden (ebenso wie in #Karthago) gab es keine Parteien, denn diese sind eine Erfindung der Neuzeit (vss. England, 17.Jh.).
Das heißt, alle ursprünglichen Demokratien kamen über...
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(3/8)
...Jahrhunderte ohne politische Parteien aus.
Und wenn man sich die Mutation der US-Republik im Gefolge von #CitizensUnitedVsFEC in eine #Plutokratie ansieht, dann sollte die "#Mitwirkung der #Parteien wohl eher zurückgefahren werden, denn sie dominiert mittlerweile auch unser #politisches System.
Traditionell ist somit das #Persönlichkeitswahlrecht sogar das einzige Wahlrecht. (Die #Volksabstimmungen in der #Schweiz...
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(4/6)
...eine gute Richtung für mehr #DirekteDemokratie und weniger #Parteienfilz.)
#Parteien und #Demokratie sind zwei Paar Schuhe. Parteien kann es auch in undemokratischen System geben (vgl. #China).
Was folgt daraus?
Wenn der Souverän mit Mehrheit eine Person gewählt hat, dann ist dies die für die Amtsperiode und mangels krimineller Handlungen des Gewählten für mich *unwiderruflich*...
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(5/8)
...Das #Wahlrecht als einfaches Mehrheitsgesetz darf dies meines Erachtens nicht in einem weiteren Schritt wieder aushebeln.
Das #Grundgesetz gibt nämlich auch kein Primat des Proporzes, also der #Verhältniswahl.
Es gibt andere Lösungen, die gerechter wären und die trotzdem die Abgeordnetenzahl reduzieren würden (z.B. #FAZ - #Mehrpersonenwahlkreise*).
Was nun jedoch verabschiedet wurde, ist nicht...
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(6/8)
...nur suboptimal, sondern hoffentlich auch #verfassungswidrig.
Dies muss nun das #BVerfG rechtzeitig vor der nächsten #Bundestagswahl klären.
Natürlich ist mir klar, dass es im #Grundgesetz kein klar vorgeschriebenes #Wahlrecht gibt. Es gibt jedoch auch eine über Jahrzehnte entwickelte #Rechtstradition, die vielleicht in angelsächsischer Tradition (#Präzedenzfälle) zu häufig, in diesem Fall jedoch zu wenig greift...
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(7/8)
...Ich halte schlichtweg den Prozess der (reinen) #Mehrheitsentscheidung durch die #Regierungsparteien, ohne dass dies ganz klar im #Wahlprogramm stand, sodass bei den #Wählern und in der #Presse eine Diskussion erfolgen konnte, für rechtswidrig und *#undemokratisch*. Die #Ampel war für eine derartige #RevolutionDesWahlrechts *nicht* durch den #Souverän, das #Wahlvolk, legitimiert...
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(8/8)
...Wenn man hier noch einen Schritt weitergeht, so postuliere ich hier wohl (und ich bin kein #Verfassungsrechtler), dass der #Bundestag hier #UltraVires gehandelt hat.
Das #Bundesverfassungsgericht muss nun wieder die handwerklichen Mängel der Gesetzgebungsorgane richten. Wir werden sehen.
Der größte Bundestag aller Zeiten ist gewählt, die Debatte zur Reform des Wahlrechts ist festgefahren. Dabei kann man ein Persönlichkeitswahlrecht mit einer strikten Proportionalität verbinden – ohne dass Überhangmandate entstehen.
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(2/3)
...the three groupings were not remotely like #political #parties in the modern sense. In modern political parties, people tend to give their loyalty to the party and follow a party line. The groupings in ancient #Rome were rather shifting groups of alliances between smaller sub-groups of wealthy and powerful people."
(https://history.stackexchange.com/questions/38272/how-were-political-factions-in-the-late-roman-republic-different-from-political)
Die #Volkstribune als...
I've read that in the 1st century BCE, Rome came to be dominated by a dispute between two political factions: the Optimates, representing the traditionalist patrician families, who wanted to lock d...
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(3/3)
...champion der Klasse (i.S.v. "Kaste") der #Plebs als Vorläufer von #Parteien zu sehen, halte ich für gewagt, v.a. wenn man sieht, wie das Amt in der späten #RömischenRepublik verkam, (#Gracchen, #Saturninus, Drusus), bis es der Diktator #Sulla extrem beschränkte.
Aber ich erhebe hier keinen Anspruch auf die alleinige Richtigkeit meiner Sichtweise. ;)