Das Zeug wird immer mehr, wenn man nicht aufpasst. Und es passt ja niemand auf. Denn Menschen müssen immerzu etwas *beitragen*, immer müssen sie hinzufügen, am besten, in dem sie sich *einbringen*, also in dem sie noch etwas dazutun, in das Zuviel, das da schon ist. 1/5
Wer wegnimmt, wegträgt, weglässt, hinterlässt keine Spuren. Dabei sein ist eben nicht alles, Zeug hinterlassen ist alles. 2/5
Auch wenn es Zeug ist, das vor sich hin verrottet und dann schmallippig eingestellt wird: Bitte laden Sie Ihre Daten herunter, da der Dienst zum Ende des Monats eingestellt wird. Vielen Dank, dass Sie den Dienst genutzt haben. Zum Schluss wird weggenommen, und zwar alles. 3/5
Bei Google werden zum Beispiel so viele Produkte entwickelt und wieder eingestellt, weil diese neuen Produkte die Girlanden in den Lebensläufen der Produktmanager*innen sind. 4/5
Etwas *nicht* zu tun, etwas sein zu lassen, gar etwas wegzunehmen, ist kein Feature. Darauf gründet sich kein berufliches Fortkommen. Karrieren gedeihen auf dem Friedhof des zurückgelassenen Zeugs. Und statt der gebrauchten strategischen Weglasser finden sich nur Verhinderer. 5/5
@gabrielberlin Auf dem Grabstein des Friedhofes steht dann der Eintrag der CONFIG.SYS
device=himem.sys /A20CONTROL:off
@gabrielberlin Ich musste übrigens nochmal an deine Utralt-Software "Deus ex Machina" denken, als ich mit David Gelernter nach seinem Buch "About Judaism" über seine Software "Lifestreams" und die Ähnlichkeiten mit deinem Programm diskutierte. Antwort: "It's obvious, he is a jewish boy"
@dborch was was meinte er war obvious?
"Deus Ex Machina" war übrigens der Firmenname, die bekannteste Software, die wir unter dem Namen veröffentlicht haben, war ein Norton-Commander-Clone namens UFO (Universal File Operator).
@dborch ah ich nehme an, du beziehst dich auf dependencies (in den USA lief das unter TrakRecord)? Diese Zeitleiste mit allem, woran man so gearbeitet hat…?
@gabrielberlin Stimmt, Dependencies vs Lifestreams, darüber wurde gesprochen. Aber den tollen Firmennamen, den habe ich mir gemerkt.