Es gibt ihn, den richtig guten und wichtigen Journalismus. In dieser Deutlichkeit muss man das sagen und auch feiern. Gedanken zu unserem gerade verliehenen Preis für kritischen Journalismus.

Kurzfassung: Das Schlaglicht auf tiefgründige Recherchen lohnt! #OBPreis22 1/11

Gerade in der aktuellen Zeit, mit ihrer manchmal zu plakativ-umfassenden Kritik und den großen Verwerfungen in privaten wie in öffentlich-rechtlichen Medienhäusern braucht es gute Beispiele für richtig guten Journalismus. Hier nur drei davon:
2/11
Es gibt Journalisten, die nicht vor den dunkelsten Ecken des Internets zurückschrecken. Die dort so lange recherchieren, bis sie Licht ins Dunkle bringen und die Welt ein bisschen besser machen.
3/11
Journalisten, wie zum Beispiel unsere Preisträger des Medienprojektpreises, die in gigantischem Ausmaß Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern aus dem Internet gelöscht und damit auch den Ermittlungsbehörden neue Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt haben.
4/11
Es gibt Journalistinnen, die in kleinen Alltagsbegegnungen das große Unrecht erkennen und sich auch nicht von den PR-Maschinen globaler Digitalkonzerne abwimmeln lassen. Die stattdessen das Vertrauen ausgebeuteter Menschen gewinnen;
5/11
Die den Ausgebeuteten durch Berichterstattung zu einer Form von Gerechtigkeit zu verhelfen. Journalistinnen wie zum Beispiel Martina Rathke, ohne die wahrscheinlich noch heute ein Amazon-Subunternehmen in MV Arbeitsmigranten systematisch auspressen würde.
6/11
Es gibt Journalisten, die hinschauen, wenn überlastete Richter die ärmsten der Armen im Eilverfahren für Banalitäten aburteilen. Die öffentlich machen und damit nicht hinnehmen, dass im Namen des Rechts unrecht gesprochen wird.
7/11
Die öffentlich machen und damit nicht hinnehmen, dass jemandem in unserem Land für den Diebstahl von Speiseeis oder fürs Schwarzfahren monatelang die Freiheit genommen wird.
8/11
Journalisten wie zum Beispiel @[email protected], der mit seinem Buch über #Klassenjustiz und seinen Texten in der @[email protected] einen solchen Aufschrei erzeugt, dass ihn Politik und Justizapparat kaum mehr überhören können.
9/11
Alle Preisträger*innen und Stipendiat*innen die wir am Samstag für ihre Arbeit zum Umweltschutz, zur Demokratie und Gesellschaft, gegen Profitsucht oder für ihr so sprachgewaltiges wie mannigfaltiges Lebenswerk auszeichnen durften, sind gute Beispiele:
10/11
Es gibt ihn, den richtig guten und richtig wichtigen Journalismus in unserem Land – und wir sind froh mit dem Otto Brenner Preis einmal pro Jahr ein starkes Schlaglicht darauf werfen zu können. DANKE, dass ihr uns hier die Aufmerksamkeit dafür entgegenbringt!
#OBPreis22 11/11