Eine präzise Literaturkritik zur Aktualität von Thomas Manns Zauberberg, die die Diskussion des Roman Herzog Instituts analysiert und zeigt, wie der Roman als Spiegel moderner gesellschaftlicher Spannungen wirkt.
Leichte Lebewelt entfaltet heute wieder viel Frohsinn!
Wer im Thomas Mann-Jahr sein #Fahrrad den wunderschönen Flüela-Pass hinaufgewuchtet hat, der kőnnte sich angesichts pfeifender Lungen durchaus űberlegen, nach der Abfahrt eine Liegekur in #Davos einzulegen. Womöglich sogar im Waldsanatorium, das soll ja im vorigen Jahrhundert schon Wunder gewirkt haben bei vielen Siechenden.
Thomas Mann, Kafka oder Musil würden heute wahrscheinlich keinen Verlagsvertrag mehr bekommen – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir anders lesen. Was früher große Literatur war, gilt heute oft als zu langsam, zu sperrig, zu unklar. Unverkäuflich! Das kann man beklagen oder mit der Zeit gehen.
Liegestühle mit fehlenden Beinen und ein groteskes Metronom: Die neuen Thomas-Mann-Cover bei S. Fischer stammen von der KI. Der Traditionsverlag geht offensiv mit dem Thema um – und zeigt, wie tief der Widerspruch in den Verlagen reicht.