Marco Bellocchio – „Und draußen die Nacht“ (Serie, 2022)

Die 70er Jahre sind in Italien eigentlich bis heute nicht wirklich vorbei. Sie liegen dort nicht im Archiv, sondern haben sich im Nervensystem des Landes abgelagert. Entführungen, Attentate, paranoide Innenpolitik, Geheimdienste, katholische Schuldverwaltung – und mittendrin Aldo Moro, der christdemokratische Politiker, der versucht hat, Italien politisch zu stabilisieren und dafür von den Roten Brigaden entführt und ermordet wurde. „Esterno notte“ macht daraus keine museale Geschichtsstunde, sondern sechs Stunden politischen Dauerstress. Eine Mini-Serie von Marco Bellocchio. (ARTE, Wh.)

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Thomas Seeberg Torjussen – „Toxic Tom“ (Serie, 2025)

Dieser norwegische Vierteiler ist wirklich ein ziemlich gewagter Stunt. Schon auf dem Papier liest sich das so riskant, dass ich fast gar nicht glauben wollte, dass so etwas funktionieren kann. Ein Mann, der tagsüber in der Boutique seiner Mutter (ausgerechnet) Damenkleider (ausgerechnet) verkauft und nachts im Netz Frauen trollt, muss vor seiner eigenen toxischen Wut fliehen und die Welt aus der Sicht der Frauen erleben, die er zuvor bedroht hat. Das @ZDF traut sich was… gut so! (ZDFneo, Wh.)

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„Ashes to Ashes – Zurück in die 80er“ (Serie, 2008-2010)

„Life On Mars“ war ein Phänomen. Weil es öffentlich-rechtliches Fernsehen war, das in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt hat, die von der Konkurrenz der kommerziellen Plattformen selbst bis heute nur sehr selten erreicht werden konnten. Doch nach „nur“ 2 Staffeln war schon Schluss. Die Geschichte von Sam Tyler war zu Ende erzählt. Statt einer Fortsetzung haben sich die Macher:innen für einen Spin-Off entschieden. Der wurde zu einem femininen Echo – über das, was übrig bleibt, wenn ein System sich nicht mehr erklären muss. (ARTE, Wh.)

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„Life on Mars – Gefangen in den 70ern“ (Serie, 2006-2007)

„Manchester, 2006: Nachdem Detective Chief Inspector Sam Tyler bei einem heiklen Einsatz einen Autounfall erlitten und das Bewusstsein verloren hat, wacht er plötzlich im Jahr 1973 wieder auf. Seinen Job kann er weitermachen, allerdings begleiten jetzt Schlaghosen, Koteletten und analoge Ermittlungstechniken seinen Alltag.“ (ARTE, Wh.)

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„We Are Lady Parts“ (Serie, 2021-2024)

Ich liebe sie alle. Keine weniger als die andere. Für das, was sie sind und für das, was sie tun! Hier hat das @ZDF einmal mehr in den britischen Serienkatalog gegriffen und viel mehr als eine Serienperle an Land gezogen. Das hier ist ein gesellschaftspolitisches Statement, das im Gewand einer Punkband-Sitcom zugleich emanzipatorisch und subversiv agiert. Gut so! ❤️ (ZDF, Wh.)

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So schön, dass es wehtut – „Requiem für Selina“ (Serie, 2026)

Die ZDF-Serie „Requiem für Selina“ handelt von einer unsicheren Teenagerin, die als Beauty-Bloggerin groß rauskommen will. Dafür tut sie alles – wirklich alles. Ein Beitrag von Anna Chiara Doil / Fluter. (ZDF, Wh.)

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https://www.seriencamp.tv/festival/

Wer gerne #TVSerien wegbingt aber das nicht gerne alleine tut ist bei dieser Veranstaltung genau richtig. In #Köln werden im Sommer wieder Serien im Kino gezeigt und Preise vergeben. Für mich ist der Weg zu weit, für jeden von euch der es hinschafft, viel Spaß und schickt mir gerne Fotos/Infos!

Festival - Seriencamp

Das SERIENCAMP ist das erste Serienfestival in Deutschland, das Fans und Machern eine gemeinsame Plattform bietet, um die Welt der Fernsehserien zu entdecken, zu diskutieren und zu analysieren. An drei Tagen werden mehr als 30 Serien aus aller Welt gezeigt, darunter zahlreiche exklusive Deutschlandpremieren und Previews. Und das Beste daran: Alle Vorführungen sind kostenlos! Die SERIENCAMP CONFERENCE ist ein 2015 gegründetes Branchenevent, das sich dem seriellen Geschichtenerzählen und der Produktion von Dramen widmet. Die SERIENCAMP CONFERENCE begrüßt Branchenprofis aus Europa und darüber hinaus zu drei Tagen voller Diskussionen, Inspiration und Networking im Herzen von München.

seriencamp.tv
Samúel Bjarki Pétursson, Gunnar Páll Ólafsson – „Reykjavík Fusion“ (Serie, 2025)

Eine nordische Thriller-Serie, die ihren Sog aus Atmosphäre zieht, aus Blicken und dem Gefühl, dass unter jeder glatten Oberfläche bereits etwas fault. Diese ARTE-Koproduktion aus Island macht aus Reykjavík keinen Sehnsuchtsort aus Nordlicht, Designlampen und heißen Geysiren, sondern eine vibrierende, leicht heruntergekühlte Bühne für Begehren, Macht und still eskalierende Konflikte. Im Zentrum steht die Gastronomie: Eine Küche als Labor sozialer Hierarchien, Kochen als eine Form von Kontrolle, Hingabe und verdeckter Gewalt. Geschmack ist hier nie unschuldig. Mit Ólafur Darri Ólafsson und Hera Hilmar. (ARTE, Neu!)

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Paul Andrew Williams – „Strangers“ (Serie, 2018)

Der Star ist die Stadt. Kann mann oder frau den Brit*inn*en neokolonialen Blick zum Vorwurf machen? Vermutlich den meisten nicht, was können sie dafür? Aber feststellen darf mann oder frau ihn durchaus. “Der Chinese”, ist der nicht irgendwie rätselhaft? Das wird doch hierzulande ganz ähnlich gesehen, Nichtwissen, Ahnungslosigkeit auf diese Weise als vorgebliches Wissen verkleidet. Immerhin spart “Strangers” auch nicht mit kritischen Blicken auf die postkoloniale Politik britischer Botschaften, Konsulate und Diplomat*inn*en. Sehr gut ansehbar also. (ARD, Wh.)

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James Strong, Gwyneth Hughes – „Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post“ (Serie, 2024)

Kaum war dieser Dreiteiler Anfang 2024 in Großbritannien ausgestrahlt, ging ein politisches Erdbeben los. Diese Miniserie von James Strong und Gwyneth Hughes hat nicht nur ihr Fernsehpublikum bewegt, sondern auch eine längst überfällige Debatte wieder angeheizt und zu politischen Konsequenzen geführt. Wann hat Fernsehen das eigentlich zuletzt „bei uns“ vermocht? (ARTE, Wh.)

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