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81 Milchtüten
Material: Tetrapak, Acrylfarbe, Reißverschlüsse, Nieten
Maße: ca. 140 cm Höhe, ca. 50 cm Umfang
Diese Skulptur steht sinnbildlich für die Reizüberflutung, der der Mensch in der heutigen Zeit ausgesetzt ist. Informationen, Bilder, Werbung, Geräusche – alles strömt ununterbrochen auf uns ein. Die äußere Struktur des Objekts wirkt abweisend, fast stachelig – als wäre sie ein Schutzschild gegen diese permanente Flut.
Gleichzeitig erinnert das Gerüst an die Form einer DNA – ein Symbol für Ordnung, Herkunft und Identität. Doch selbst diese innerste Struktur scheint heute unter Druck zu stehen. Im Inneren herrscht Ruhe: Silber und Schwarz, klar, geordnet – ein Kontrast zur überladenen Außenhülle.
Die Skulptur besteht aus 81 gebrauchten Milchtüten – industrielle Massenprodukte, wie sie täglich milliardenfach im Umlauf sind. Ihre ursprüngliche Werbeschicht wurde entfernt, das Material gefaltet, geknetet, neu strukturiert. Was einst glatt und funktional war, wurde aufgeraut, verändert, individuell gemacht. Bemalt, versiegelt, zerschnitten und wieder zusammengefügt – mit Reißverschlüssen, Nähten und Nieten.
So entsteht aus dem Wegwerfprodukt ein komplexes, vielschichtiges Objekt: Ein Fragment unserer Konsumwelt – zugleich Spiegel und Schutzschild gegenüber einer Welt, die nicht mehr zur Ruhe kommt.