Heute nur Weitergabe …
Wir sind auf der Wiese – also irgendwie “im Urlaub” – obwohl Rentner und Pensionäre ja nicht mehr klassischen Urlaub vom beruflichen Alltag machen, sondern einfach nur auf Reisen gehen und – oder – die Räume wechseln.
Auf der Wiese lebt es sich anders, weniger nach einem Wochenplan, mehr im Spontanitätsmodus… wozu haben wir heute Lust … ah, es regnet, machen wir es uns doch im Häuschen gemütlich … Mahlzeiten, wenn ich die Sache mit dem Kochen erledigt habe und nicht, weil man um 13.00Uhr zu Mittag isst … die Zeitung kommt immer zu spät, weil per Post nachgesandt … aber das Internet funktioniert tadellos, denn der liebe Sohn hat eine “Orange” zur Verfügung gestellt, so nennt sich das Ding, das uns mit der weiten Welt des Netz verbindet.
Ich könnte also meine Zeit damit verbringen, mir wunderbare Geschichten auszudenken oder weniger wunderbare Stellungnahmen zu noch weniger wunderbaren politischen Ereignissen zu schreiben. Aber soll ich Euch etwas verraten? Mein Gehirn ist ganz und gar im Wiesenmodus, es ist ausgesprochen träge und arbeitet nur, wenn es will, ich habe da gar nichts zu vermelden. Und so kommt es, dass ich vor allen Dingen das lese, was sich die Gehirne anderer Leute ausgedacht haben und diese Leute, auf Anweisung des “Oberstübchens”, selbiges Gedachtes zu Papier bringen – nein, in die Tasten schmettern und online stellen.
Und so ein Ergebnis aus denken und schreiben möchte ich hier weitergeben, allerdings nicht in seiner kompletten Ausführung, es gäbe einen reichlich langen Text und wer liest heute schon lange Texte?
Nachlesen kann der geneigte Leser es unter diesem Link – ich liefere nur die Eingangs- und Ausgangssätze!
Ich bin dankbar dafür, dass etwas in so klarer Sprache zum Ausdruck gebracht wird, was ich selber zwar schon häufig ge- oder erdacht habe, es auch zu schreiben aber meinem Wiesengehirn gerade nicht möglich ist, da es ihm an nötiger Motivation und Konzentration mangelt.
Also dann: Kursiv = übernommen
“Merz spricht die Sprache der Feinde Israels”
(Das ist starker Tobak, nicht wahr? Das muss erklärt und begründet werden, der Autor, Julian W. Plutz macht beides!)
Friedrich Merz belehrt Israel über sogenannte „Siedlergewalt” und übernimmt damit ausgerechnet jene Begriffe, mit denen Europas antiisraelische Moralbürokratie jüdisches Leben in Judäa und Samaria seit Jahrzehnten delegitimiert. Bereits der Begriff „Westjordanland” ist Teil einer politischen Geschichtsfälschung — er verschweigt Hebron, Schilo, Beit El und die jahrtausendealte jüdische Verwurzelung in diesem Land und erklärt Juden zu Fremden in ihrer eigenen Geschichte. Während Israel seit dem 7. Oktober 2023 gegen Hamas, Hisbollah und das iranische Vernichtungsregime um sein Überleben kämpft, gefällt sich der deutsche Kanzler in billiger und brandgefährlicher Distanzierung. Eine deutsche Politik, die „Nie wieder” sagt, aber jüdische Selbstverteidigung moralisch maßregelt, verrät Deutschlands historische Verantwortung und offenbart eine beschämende Doppelmoral. Wer jüdisches Leben in seiner historischen Heimat infrage stellt und zugleich die eigentlichen Angreifer und Brandstifter des Konflikts aus dem Blick verliert, fördert nicht den Frieden — sondern stärkt jene Kräfte, die Israels Existenz und die Sicherheit seiner Bürger bedrohen. (JR)
Ethnische Säuberung durch Jordanien
Der Begriff „Westjordanland“ entstand dagegen erst nach 1948. Jordanien hatte das Gebiet im Angriffskrieg gegen den jungen Staat Israel besetzt und annektiert. „West Bank“ bezeichnete schlicht das westliche Ufer des Jordanflusses. Die jordanische Besatzung war völkerrechtlich kaum anerkannt, doch europäische Medien übernahmen später bereitwillig die jordanische Terminologie. Seitdem wird der Eindruck erzeugt, Juden seien dort fremde Kolonisten. Das Gegenteil ist wahr.
Juden lebten in Judäa und Samaria lange bevor dort arabische Nationalisten Ansprüche formulierten. Die eigentliche ethnische Säuberung geschah 1948: Jordanische Truppen vertrieben jüdische Bewohner aus Hebron und Ostjerusalem, zerstörten Synagogen und entweihten Friedhöfe. Darüber spricht heute kaum jemand. Stattdessen gilt ausgerechnet die Rückkehr jüdischer Familien in ihre historischen Kerngebiete plötzlich als „Provokation“. Wie absurd ist das eigentlich?
Ein Deutscher erklärt Juden, dass sie in Judäa nichts verloren hätten. Ausgerechnet Deutschland, das Land, das nicht müde wird, „nie wieder“ zu krakeelen – freilich nur dann nicht, wenn Araber das zu Ende bringen, was, gottlob und dank der Russen und der US-Amerikaner, die deutschen Vorfahren nicht vollenden konnten.
(Hervorhebung von mir! Sorry, das muss man doch so und nicht anders sagen, oder? Was um alles in der Welt berechtigt ausgerechnet die Leute, deren Eltern- und Großelterngeneration 6 Millionen europäische Juden grausam umbrachten, sich darüber zu ereifern, dass Juden in Judäa leben wollen???)
Natürlich gibt es radikale Siedler. Natürlich gibt es Straftaten. Natürlich muss ein Rechtsstaat Gewalt ahnden, was Israel übrigens regelmäßig tut. Aber genau hier beginnt die unerträgliche Doppelmoral der europäischen Politik und Medien. Wenn arabische Terroristen Juden ermorden, hört man meist sterile Formulierungen von „Gewaltspiralen“. Wenn Hamas-Raketen auf zivile Wohngebiete fliegen, folgt routinierte „Besorgnis“. Wenn jüdische Familien Häuser bauen, ist plötzlich von „Kolonialismus“ die Rede. Wenn einzelne Extremisten Straftaten begehen, wird daraus ein angeblich systemisches israelisches Verbrechen konstruiert. Man stelle sich nur die Maßstäbe vor, die hier angelegt werden.
(Dass Israel gegen jede Form von Gewalt in Judäa und Samaria vorgeht, also sowohl gegen die Gewalt muslimischer terroristischer Clans wie gegen die Gewalt sogenannter jüdischen “Siedler” hat sich in Deutschland noch nicht flächendeckend herumgesprochen, die braven Journalisten, die sich um “die Siedler” kümmern, haben einfach keine Zeit, auch die Terrorgruppen der muslimischen “Siedler” in den Blick zu nehmen. Ich gebrauche in diesem Zusammenhang den Begriff “Siedler” als Synonym für “Bewohner” von arabisch-muslimischen oder jüdischen Ortschaften!)
Man will keine wehrhaften Juden
Man muss das begreifen: Für große Teile der europäischen Elite ist Israels eigentliches Problem nicht seine Feinde. Israels Problem ist seine Wehrhaftigkeit. Solange Juden Opfer sind, liebt Europa sie, mag Friedrich Merz sie gerne. Tote Juden eignen sich hervorragend für Gedenkreden, Mahnmale und moralische Selbstinszenierung. Aber lebendige, bewaffnete und selbstbewusste Juden machen vielen Europäern Angst. Deswegen muss der Kanzler vor ihnen warnen. Denn Israel zerstört das europäische Lieblingsbild des ewigen jüdischen Opfers. Und genau deshalb wird der jüdische Staat ständig strenger beurteilt als jede andere Nation der Welt. (Hervorhebungen von mir)
Niemand kann so schöne Gedenkveranstaltungen zelebrieren wie Deutsche im Trauermodus für die von ihnen ermordeten Juden. Ist so! Ich beobachte das seit vielen Jahren. Und da wäre es doch zu schade, wenn diese wunderbare Form der eigenen Beweihräucherung plötzlich entfiele, weil es einfach gar keine toten Juden mehr gibt, die auf das Konto der Deutschen gehen, ganz egal ob in Israel oder Europa (gab es eigentlich in Deutschland eine offizielle Gedenkveranstaltung für die Toten des 7. 10. 2023?) Wehrhafte Juden, die sich nicht abschlachten lassen wollen, eignen sich nicht für tolle emotionale Inszenierungen, und so muss man eben neue Opfer kreiieren, um die man sich kümmern kann, denen man mit ergriffenen Worten Beileid und Beistand aussprechen kann – und was würde sich besser dazu eignen, als die von Israelis kampunfähig gemachten Judenmörder in Gaza, Judäa, Samaria und auch im Süden Libanons, in der laut UN entmilitrisierten Zone, in der die Hisbollah sich eingemauert hat wie Adolf in der Wolfsschanze oder im Führerbunker, allerdings mit deutlich mehr Sprengkraft und Waffen als sie der Führungselite im Führerbunker zur Verfügung standen…
Narrative antiisraelischer Propaganda
Die sogenannte Staatsräson der Bundesrepublik erweist sich immer mehr als leere Floskel, ein Papiertiger im Orkan der blutigen Realitäten. Solange man in Sonntagsreden Kerzen anzünden und „Nie wieder“ sagen kann, funktioniert die deutsche Erinnerungskultur wunderbar. Doch sobald Israel seine Interessen mit Härte verteidigt, beginnt das Distanzieren. Dann werden Resolutionen formuliert, Ermahnungen ausgesprochen und moralische Bedingungen gestellt.
Gerade vorgeblich konservative Politiker wie Friedrich Merz offenbaren dabei eine bemerkenswerte Schwäche. Aus Angst vor internationaler Kritik übernehmen sie zunehmend die Narrative jener Kreise, die Israels Existenz nie wirklich akzeptiert haben. Man spricht von „Siedlern“, als handle es sich um fremde Invasoren – nicht um Juden, die in den Bergen Judäas leben. Man übernimmt Begriffe und Deutungsmuster, die letztlich aus antiisraelischer Propaganda stammen. Dabei wäre gerade jetzt Klarheit nötig. Gerade aus Deutschland.
Israel kämpft nicht nur gegen Hamas oder Hisbollah. Israel kämpft gegen eine globale ideologische, islamische Front, die den jüdischen Staat delegitimieren will. Universitäten im Westen feiern Hamas-Symbole. Aktivisten rufen offen zur Intifada auf. In europäischen Großstädten werden Juden angegriffen. Synagogen stehen unter Polizeischutz. Und Deutschlands Kanzler meint, seine wichtigste Botschaft müsse eine Belehrung Israels sein.
Nein, Herr Merz. Nicht Israel muss sich schämen. Sie müssen vor Scham im Erdboden versinken.
Schämen sollte sich eine deutsche Politik, die glaubt, Juden ausgerechnet in Judäa moralische Lektionen erteilen zu dürfen. Schämen sollte sich eine europäische Elite, die jüdische Selbstverteidigung reflexartig problematisiert, aber islamischen Terror stets relativiert. Schämen sollten sich jene Journalisten, die historische Zusammenhänge ausblenden und lieber stereotype Täterbilder bedienen. Wer Juden erklären will, dass sie in ihrem Land fremd seien, hat aus der Geschichte nichts verstanden.
Und wer glaubt, Deutschland müsse Israel öffentlich maßregeln, während weltweit der Judenhass explodiert, der hat auch die Gegenwart nicht begriffen. Was bleibt, ist ein ritualisiertes Gedenken, das keinen Pfifferling wert ist, solange Kanzler Merz jüdisches Leben in seinem angestammten Land verurteilt. Früher war der Tod ein Meister aus Deutschland. Heute ist es eine unerträgliche Doppelmoral auf Kosten jüdischen Lebens.
Alle Hervorhebungen von mir.
Sorry, es ist nun doch beinahe der lange Text geworden ….
Aber dringend notwendig, nicht wahr? Denn die hohe Kunst der Selbsterkenntnis ist leider den deutshcen Politiker, Journalsiten und vielen Nah-Ost-Experten abhanden gekommen – sofern sie sie je besessen haben sollten.
Auch “Der Spiegel” ist doch keiner mehr, er ist blind für die Realität, wie alte Scherben im Müll, wobei die eine oder andere Spiegelscherbe ganz prächtig die Not der …. na, Ihr wißt schon … tränenreich präsentiert.
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