#LINKSDERWOCHE | 16/2026: Produktivität, Lean und Agile

PRODUKTIVITÄT

Aufgabenmanagement | Drei einfache Regeln

Das Aufgabenmanagement ist ein Thema, zu dem sicherlich mehrere Kilometer Regalfläche mit entsprechender Ratgeberliteratur gefüllt werden können. Zumindest habe ich mich in all den Jahren durch Berge von Büchern gequält. Im Nachhinein betrachtet war das vollkommen unnötig. Es ist relativ einfach. Man braucht nicht viel. Welches Werkzeug man nutzt, um es abzubilden, spielt meines Erachtens eine nachgeordnete Rolle, solange man ein einfaches und durchdachtes System verwendet. Ähnlich wie Thomas Mathoi es mit Obsidian macht. Übrigens geht das Ganze auch für Fans von Personal Kanban mit Obsidian (ich bin ein Personal Kanban-Fan, weil ich den „Überblick” für mich brauche und die Workflow-Darstellung mir dabei hilft, ihn zu behalten).

https://www.mathoi.at/2026/04/13/drei-regeln-fuer-drei-aufgabenlisten/

Gewohnheiten | Die vergessene 8. Gewohnheit oder weshalb wir immer auf neue Weise von vorne beginnen sollen

Wer sich mit Produktivität beschäftigt, stolpert zwangsläufig irgendwann über Stephen R. Covey und seine „7 Gewohnheiten”. Dan Rockwell fügt der Liste eine achte Gewohnheit hinzu: Fang auf neue Weise von vorne an. Mit anderen Worten: Immer wieder neue Wege beginnen, dazulernen und Neues versuchen. Auf Basis der Erkenntnisse, die man gewonnen hat. Als Freund von Kaizen und kontinuierlichem Lernen springt mich das natürlich sofort an.

https://leadershipfreak.blog/2026/04/17/the-forgotten-habit/

Proaktiv statt reaktiv | Fokus auf die Dinge, die wir beeinflussen können

Schon die alten Stoiker wussten: „Fokussiere dich auf die Dinge, die du aktiv beeinflussen kannst, und nicht auf die, die außerhalb deiner Macht liegen.” Wie Lars Bobach verdeutlicht, ist das heute immer noch ein sehr praktikabler Tipp. Wenn wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können, sind wir weniger im reaktiven und mehr im proaktiven Modus unterwegs. Zugegeben, es ist nicht immer ganz einfach. Und doch ist es hilfreich – gerade in turbulenten Zeiten wie diesen. Gerade in den turbulenten Zeiten, in denen wir derzeit leben.

https://larsbobach.de/proaktiv-statt-reaktiv/

LEAN

Nicht-wertschöpfende Arbeit | Die 8 Arten der unnötigen Arbeit nach Taiichi Ohno

Dank einer japanischen Muttersprachlerin habe ich irgendwann gelernt, dass der Begriff Muda nicht „Verschwendung” bedeutet, sondern eher mit „für die Katz” oder „unnötig” übersetzt werden kann. Daher spreche ich nicht von den acht Arten der Verschwendung, sondern von den acht Arten der nicht wertschöpfenden Arbeit (nach Taiichi Ohno). Ich nutze die Aufstellung übrigens auch gerne im agilen Kontext in Retrospektiven, um Verbesserungspotenziale zu entdecken, und bin immer wieder begeistert von den Aha-Effekten, die sie erzielen kann. Mark Graban stellt die acht Arten der nicht wertschöpfenden Arbeit hier recht ausführlich dar und erklärt auch, wie sie als Indikator für Verbesserungspotenziale im System wirken.

https://www.leanblog.org/2026/04/8-wastes-of-lean/

Kein Tag ohne Verbesserung | Das Streben zum Besseren mit Leben füllen

Ich bin ein großer Freund von Kaizen. Kaizen steht für ein beständiges Streben nach besseren Wegen und Lösungen. Es ist eine Art „Denk- und Arbeitshaltung“, bei der wir beständig danach streben, bessere Lösungen zu entwickeln. Kaizen ist in diesem Sinne kein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, sondern geht darüber hinaus. Und, auch dies ist wichtig, es ist nichts, was nur bestimmte Personen in bestimmten Rollen tun. Es ist etwas, das uns alle angeht. Egal, in welcher Rolle wir tätig sind und unabhängig davon, auf welcher Hierarchiestufe wir uns befinden. Hierzu passt der Beitrag von Alen Ganic, der betont, wie wichtig dabei eine unterstützende und befähigende Führung ist. Denn nur so gelingt das tägliche Streben zum Besseren im Arbeitsalltag.

https://blog.gembaacademy.com/2026/04/14/everyone-improving-every-day/

AGILE

Sprint Events mit KI | Wie die KI bei Refinement, Planning und der Retrospektive helfen kann

Was den „übermäßigen“ Einsatz der KI betrifft, bin und bleibe ich vorsichtig. Wie schon öfter ausgeführt, teile ich die euphorische Erwartungshaltung mancher Mitmenschen nicht. Wenn man sie reflektiert nutzt, kann die KI vieles einfacher machen. Die Betonung liegt auf „kann”. Sie muss nicht. Daher sollten die Ergebnisse niemals unreflektiert und unkritisch übernommen werden. Dennoch denke ich, dass sich mit KI-Unterstützung (die Betonung liegt auf „Unterstützung”) manches vereinfachen lässt, indem man sie als Reflexions- und Inspirationshilfe nutzt, ähnlich wie Simon Flossmann es in seinem Blogartikel für das Refinement, die Planung und die Retrospektiven vorschlägt. Aber Achtung: Nicht alles, was man tut, möchte man auch im „Netz” wiederfinden. Auch hier gilt daher: Bei einem reflektierten Umgang mit der KI gehen kritische Informationen nicht verloren.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-mit-ki-so-lost-du-typische-probleme-im-handumdrehen-refinement-sprint-planning-und-retrospektiven

Veränderungsinitativen | Spannungen erkennen und lösen

Jan Fischbach nutzt eine äußerst einleuchtende Metapher, um zu verdeutlichen, wie Veränderungsinitiativen in komplexen Gebilden wie Organisationen funktionieren. Er greift dabei auf Tensegrity-Strukturen als Bild zurück. Ich finde diese Metapher sehr treffend, da Veränderungen immer auch „Spannungen” erzeugen, die wir als Widerstand wahrnehmen. Im nächsten Schritt greift er auf bewährte Werkzeuge wie Ursache-Wirkungs-Diagramme, Empathiemaps, gewaltfreie Kommunikation und Liberating Structures zurück, um die durch Veränderungsinitiativen entstehenden Spannungen aufzulösen.

https://www.teamworkblog.de/2026/04/warum-veranderungsinitiativen-scheitern.html

Grüne und rote Flaggen | Interviewaussagen auf die wir achten sollten

Seit 2008 beschäftige ich mich mit Scrum, Kanban und Agilität im Allgemeinen. Schon viel länger beschäftigt mich die Frage, welches Arbeitsumfeld wirksam ist. 2018 habe ich mich schließlich entschieden, die Branche zu wechseln und bin in die Beratung gewechselt. Ich erhoffte mir, von dort aus auch anderen Menschen und Organisationen dabei zu helfen, ihren Weg in die Lean-Agile-Welt zu finden. Und ich habe einiges gelernt. Es gibt Sätze und Aussagen, bei denen bei mir Alarmglocken schrillen, während mich andere motiviert haben, zu unterstützen. Einige dieser Aussagen finde ich fast identisch im Text von Maria Iqbal über grüne und rote „Flaggen” bei der Auftragsklärung als Scrum Master wieder. Ja, die roten und grünen Flaggen sind eindeutige Indizien.

https://www.scrum.org/resources/blog/interview-red-flags-scrum-master

Verzögerungskosten | Den Preis der Zeit klar benennen, um Mehrwert zu erkennen

Wie Ralph Jocham gut herausarbeitet, verbirgt sich hinter dem Konzept der Verzögerungskosten ziemliche Sprengkraft. Bedauerlicherweise kenne ich kaum ein Team, das in der Lage wäre, die Verzögerungskosten tatsächlich zu benennen. Dabei wäre das der wohl effektivste Priorisierungsansatz. Die Herausforderung besteht in der Quantifizierung der Verzögerungskosten, dessen bin ich mir bewusst. Auch, dass sie in manchen Kontexten nicht so einfach fassbar sind. Wenn man sich allerdings von einer engen betriebswirtschaftlichen Begriffsdeutung löst und sich stärker auf die Auswirkungen bezieht, bekommt man relativ schnell ein gutes Gefühl dafür, welche Folgen eine „Verzögerung” hat, und kann so eine gute priorisierung hinbekommen, die auf Mehrwert basiert. Letztendlich stellt sich die Frage: Wenn wir A zuerst machen, welche Auswirkungen hat es, dass B und C warten? Sind die Auswirkungen schwerwiegender, wenn wir A hinten anstellen und C umsetzen?

https://www.scrum.org/resources/blog/price-your-time-cost-delay-discipline-most-product-teams-skip

Visualisierung des Arbeitssystems | Wie die Visualisierung hilft, das Arbeitssystem weiterzuentwickeln

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Visualisierung des „Arbeitssystems” und seiner Elemente zu einer besseren Zusammenarbeit und einem deutlich höheren Mehrwert für alle Beteiligten führt. Aus diesem Grund bin ich zunächst ein großer Freund von Kanban und inzwischen von Obeya geworden. Wie Jim Benson verdeutlicht, trägt die Visualisierung im Wesentlichen dazu bei, dass wir schneller erkennen, was die Beteiligten benötigen, um Entscheidungen treffen, Hindernisse auflösen und Wirkzusammenhänge verstehen zu können. Dafür ist die Visualisierung der richtige Weg.

https://humanework.substack.com/p/we-are-all-in-transformation

Engpass des Kunden erkennen | Engpass erkennen, verstehen und lösen – das ist die Aufgabe

Was ist mein Job als Scrum Master, Kanban Coach, Agile Coach, Obeya Coach oder in einer sonstigen Rolle, in der man mich in eine Organisation holt? Ich löse Engpässe, damit sich die Organisation und das Team positiv weiterentwickeln können. Dazu müssen wir zunächst das Problem verstehen. Das gilt auch für Teams, die etwas für Kunden entwickeln, sowie für Berater, die ihren Job ernst nehmen. (Pardon, diesen kleinen Seitenhieb, liebe „Standesgenossen”, müsst ihr mir verzeihen.) In diesem Sinne fand ich den Blogartikel von Lars Richter (Scamper) sehr inspirierend, wenngleich er stark von der Produktentwicklung geprägt ist. Am Ende des Tages haben wir nur dann wirklich einen Mehrwert erzeugt, wenn wir für die Menschen, für die wir tätig sind, ein Problem gelöst haben.

https://scamper.blog/schnellere-pferde/

#Agile #Aufgabenmanagement #ChangeManagement #Fokus #Gewohnheiten #Kaizen #Lean #Management #Muda #Proaktiv #Produktivität #Reaktiv #Scrum #Selbstorganisation #SprintEvents #Veränderungsinitativen #Verbesserung

1. Mai Selbstorganisiertes Straßenfest im Grün #Freiburg
https://tacker.fr/node/17761

Die politische Ausrichtung des Straßenfests ist eine antiautoritäre/antinationale. Wir sind überzeugt, dass wir eine Gesellschaft, in der unsere Ideale von Freiheit und Gleichberechtigung gelebt werden können nur aufbauen können, wenn wir die Idee von Nationen und Staaten hinter uns lassen. Deshalb sind Nationalfahnen und nationalistische Haltungen nicht willkommen. Lasst die bunten Lappen daheim, egal ob sie zu einem historischen, aktuellen oder angestrebten Staat gehören.

#TaggegendieArbeit #Anarchie #Selbstorganisation

@tinoeberl

Das Feinste dafür ist die Unverpackt-Station in unserem #genossenschaft's -#supermarkt http://foodhub-muenchen.de, demnächst, sobald eine freie Filiale gefunden wird, auch in #Muenchen- #Schwabing - ich hab die Tütchen immer dabei ...

#Selbstorganisation

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Wenn der Schalter umgelegt wird – Eine neue #Physik des #Bewusstseins

In seinem #Gastbeitrag auf #philosophies schlägt Dr. #WolfgangStegemann eine radikale Neuformulierung vor.

Wolfgang beschreibt #Bewusstsein nicht als mysteriösen Zusatz zur #Materie, sondern als #Zustand eines #Systems, der auftritt, wenn bestimmte strukturelle Bedingungen erfüllt sind.

https://philosophies.de/index.php/2026/02/28/neue-physik-des-bewusstseins/

#PhilosophieDesGeistes #Neuroscience #Kritikalität #Selbstorganisation #Autokatalyse #DynamischeSysteme

❓ Was ermöglicht die Nachvollziehbarkeit einzelner und gemeinsamer Entscheidungen und Handlungen? Wie entsteht tatsächliche Transparenz jenseits offizieller Rechenschaftspflicht?

❕Vertrauen entsteht nur dort, wo Transparenz ist. Und umgekehrt. Für Transparenz sind daher nicht nur geeignete Strukturen und Verfahren wichtig, sondern vor allem Praktiken, die Vertrauen stiften und stärken. Um dies zu ermöglichen wird Argumenten genauso Raum gelassen wie der Gefühlsebene. Eine Umgebung des Vertrauens trägt dazu bei, dass verlässliche Informationen – auch unangenehme – eingebracht werden.

👉 Routinierte Dokumentationen, auf die alle Zugriff haben, sind wichtig. Aber auch protokollfreie Räume werden gebraucht, um Gefühle und Unsicherheiten ausdrücken zu können.
👉 Bei der selbstverwalteten Stipendienvergabe der Cusanus Studierendenschaft werden heikle Geldfragen nur in der jeweiligen Jahrgangsgruppe und nicht in der Vollversammlung diskutiert.

🗨 Was sind deine Gedanken dazu?

#commons #commoning #fediverse #vertrauen #transparency #selbstorganisation

Hallo zusammen, wir sind #neuhier und wollen uns hier hin und wieder zur Arbeit unseres ver.di Ortsvereins in Tübingen melden. Der #verdi #Ortsverein ist die unterste Ebene der #basisdemokratischen #Selbstorganisation der Mitglieder unserer #Gewerkschaft.
Wir beteiligen uns in #Tübingen regelmäßig an politischen #Aktionen, zuletzt ging es leider oft darum #Kürzungen im #Kultur- und #Sozialbereich oder die #Privatisierung öffentlicher Aufgaben zu verhindern.
#Politik #Arbeitskampf #Tariflohn

#LINKSDERWOCHE | 14/2026: Produktivität, Lean, Agile und Leadership

PRODUKTIVIÄT

Klares Ja oder Nein | Schluss mit „Vielleicht“

Ich bin ein Freund klarer Zu- und Absagen. Das ist vermutlich dem einen oder anderen schon aufgefallen, der meinem Blog schon länger folgt. Ein klares „Nein” ist immer noch höflicher als ein „Jein”. Ähnlich sieht es Dan Rockwell. Er überträgt dies allerdings nicht auf das Verhältnis zu anderen, sondern zu uns selbst. Und das halte ich nicht für weniger wichtig. Gemeint ist die Frage, wozu wir uns selbst verpflichten. Zu einem klaren Ja, Nein oder Vielleicht? Er plädiert für ein klares „Ja” als Selbstverpflichtung und alles andere gehört für ihn in die Kategorie „Nein”. Für „Vielleicht” ist kein Platz, denn „Vielleicht” bedeutet in der Regel „Nie”. Wenn wir uns auf das fokussieren, was wir klar bejahen, setzen wir es auch mit mehr Energie um. Es ist also durchaus sinnvoll, die Frage aufzuwerfen, was wir wirklich erreichen wollen und wozu wir aus Überzeugung „Ja” sagen.

https://leadershipfreak.blog/2026/03/31/the-destruction-of-maybe/

Fokus | Ein Fundament und drei Säulen

Lars Bobach versucht hier zu erklären, was Fokus wirklich ist. Für viele sicherlich überraschend: Es sind nicht unbedingt die Methoden, die zum Ziel führen. Das ist eine schmerzhafte Erfahrung, die ich selbst schon machen durfte. Seiner Meinung nach bildet die Geisteshaltung das Fundament, auf dem die Säulen Träume, Motivation und Organisation aufbauen. Zusammen erzeugen sie das Ergebnis Fokus. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Man muss schon einiges an Reflexion leisten, um die echten Träume und die echte Motivation zu erkunden. Organisation finde ich persönlich relativ einfach. Das mag bei anderen anders sein.

https://larsbobach.de/was-fokus-wirklich-ist/

Meetings | Mit nur fünf Fragen zum Ziel

Mit den fünf einfachen W-Fragen wäre bei der Vorbereitung vieler Meetings bereits viel geholfen. Da kann ich Tim Themann nur zustimmen. Erstaunlicherweise begegnet mir dieser Ansatz immer wieder, und ich wundere mich, dass er so wenig Anwendung findet. Er ist einfach. Er ist leicht anzuwenden. Und er ist hocheffektiv. Also sorgen wir dafür, dass er große Verbreitung findet. Das würde vieles einfacher machen. Davon bin ich überzeugt.

https://die-computermaler.de/mit-5w-zu-schlankeren-lean-meetings/

LEAN

Lean Daily Management | Was ist das und wie startet man damit?

Ich bin bei Mark Graban auf das „Lean Daily Management“ gestoßen. Es erinnert mich ein bisschen an die agilen Dailys und Obeya. 😉 Es ist nichts wirklich Überraschendes, was ich nicht schon von vergleichbaren Ansätzen kenne. Bis auf eine Ausnahme: „Leader Standard Work”. Da bin ich hellhörig geworden. Die „ritualisierte“ Führungsarbeit transparent zu machen, indem die Führung an den Ort des Geschehens geht und mit standardisierten Routinen Beobachtungen und Reflexionen durchführt, fand ich sehr spannend. Ich kenne wenige Organisationen, in denen vergleichbare Ansätze üblich sind, und würde mir davon mehr wünschen. Auch, weil ich den Eindruck habe, dass viel zu oft aus dem Elfenbeinturm heraus Führung betrieben wird (und naheliegenderweise nicht die Qualität liefert, die es bräuchte).

https://www.leanblog.org/2026/04/lean-daily-management-what-how-start/

Methoden allein reichen nicht | Das Betriebssystem auf dem Prüfstand

Methoden allein reichen nicht aus. Da steckt schon etwas mehr dahinter. Nämlich bestimmte Prämissen und Annahmen. Keine Sorge, es wird kein Mindset-Bashing geben. Auch wenn es ein wenig in diese Richtung geht. Methoden einfach auf ein bestehendes System aufzusetzen, bedeutet, sie überzustülpen, ohne die zugrundeliegenden Prämissen zu hinterfragen. Wenn ich Selbstorganisation in einem Team einführen möchte, kann das nicht funktionieren, wenn die strukturellen Voraussetzungen noch nicht vorhanden sind. Wenn alle verinnerlicht haben, dass sie darauf warten müssen, dass ihnen gesagt wird, was sie zu tun haben, wird niemand loslaufen. Wenn niemand gelernt hat, dass es gut ist, aus Fehlern zu lernen und Verbesserungen umzusetzen, helfen Fehleranalyse-Methoden wenig. All dies sind tief in der Organisation verankerte „Verhaltensweisen” im Sinne von Gewohnheiten, die nicht einfach so abgeschafft werden können. Ganz im Gegenteil. Interessant finde ich, dass Götz Müller vom Betriebssystem spricht, auf dem Werkzeuge aufbauen. Ein schönes Bild. Wenn es also mit den Methoden nicht klappt, muss hinterfragt werden, ob die Voraussetzungen für die Anwendung der Methodik gegeben sind..

https://www.geemco.de/artikel/lean-auf-dem-falschen-betriebssystem/

Zusammenhang zw. Daily Management und Strategie | Aus Lean-Sicht auf die Wechselwirkung geschaut

Ich bin ein großer Freund von Obeya geworden, weil ich dort die Möglichkeit sehe, die verschiedenen Ebenen der Organisation und ihre gegenseitige Beeinflussung bzw. Wirkung aufeinander sichtbar zu machen. Gerade dieses Zusammenspiel wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet und kommt viel zu oft zu kurz. Das ist mir bei der Lektüre des Beitrags von José R. Ferro und Mark Reich noch einmal bewusst geworden. Die beiden haben aus Lean-Sicht die Verbindung zwischen operativer Tagesarbeit und strategischer Entwicklung der Organisation aufgegriffen.

https://www.lean.org/the-lean-post/articles/bridging-strategy-and-execution-how-daily-management-and-hoshin-kanri-work-together/

AGILE

Product Owner | Fallstrickt für die Karriere

Simon Flossmann sinniert über Fallstricke für die Karriere von Product Owner:innen. Einige der von ihm benannten Fallstricke sind meines Erachtens struktureller Art. Andere wiederum haben die jeweiligen Rolleninhaber:innen selbst in der Hand. Alle genannten Fallstricke kommen in der Praxis oft genug vor und sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Der Beitrag legt den Finger in die richtige Wunde und gibt Hinweise, wo es oft klemmt. Die Erkenntnis ist allerdings nur der erste Schritt. Die Umsetzung ist oft herausfordernder, besonders bei strukturellen Einflussgrößen, die sich nicht so einfach ändern lassen. Aber davon abschrecken zu lassen, ist keine Alternative.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-fallstricke-die-product-owner-karrieren-sabotieren

Scrum Master | Effektives Servant Leadership

Ich bin nach wie vor ein großer Freund davon, erwachsene Menschen als mündige Personen zu betrachten, die man im Sinne des Servant Leadership dazu befähigt, Probleme selbst zu lösen und sich weiterzuentwickeln. Ich finde den Artikel von Stephanie Ockerman daher interessant, weil sie darin versucht, zu verdeutlichen, was effektives Servant Leadership ist und sein sollte. Sie benennt klar, dass Product Owner:innen und Scrum Master:innen zwar Servant Leaders sind, Servant Leadership aber unabhängig von agilen Rollen funktioniert. Davon würde ich mir in der Tat mehr wünschen. Das setzt entsprechende Strukturen voraus. Können und Wollen erlebe ich oft, beim Dürfen im Sinne von Strukturen, Regeln etc. sieht es leider oft genug bescheiden aus.

https://www.agilesocks.com/scrum-mastery-5-actions-effective-servant-leader/

Scrum-Team | Buisness- und Tech-Menschen arbeiten in einem Team zusammen

Der Blogpost von Mary Iqbal hat echte interdisziplinäre Teams im Fokus, in denen beispielsweise Vertreter der „Fachseite” mit „Entwicklern” ein Team bilden. So wünscht man sich das. Auch wenn es herausfordernd zu sein scheint, ist dies aus meiner Sicht oft der beste Weg, um schnell Feedback zu generieren und die Kommunikationswege kurz zu halten. Sie benennt dabei einige Punkte, die das Leben eines solchen Teams einfacher machen. Es sind wertvolle Anregungen für die Praxis, damit es reibungsfreier funktioniert.

https://www.rebelscrum.site/post/how-to-deal-with-biz-and-tech-people-on-the-same-scrum-team

Highperformance Teams | 10 Prinzipien, die den Unterschied machen

Was zeichnet ein richtiges Highperformer-Team aus? Manche werden sagen, es bestehe aus lauter Überfliegern. Doch das ist nicht das Geheimnis. Es sind zehn gelebte Prinzipien, die Pierre Smits vorstellt und hervorhebt. Sie ermöglichen erst das Zusammenspiel als Team und unterstützen die ergebnisorientierte Zusammenarbeit. Und genau darauf kommt es an. Es bringt nichts, lauter „Überflieger” in ein Team zu packen, wenn sie keinen verlässlichen Modus finden, um gut zusammenzuarbeiten. Teamarbeit bedeutet eben Zusammenarbeit im Sinne eines guten Zusammenspiels der gesamten Mannschaft.

https://www.teamworkblog.de/2026/03/high-performance-teams-10-prinzipien.html

Kanban | Wenn Worflow-Visualisierung zum Aha-Effekt führt

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Kanban-Fan bin und Kanban gerne – auch in Scrum-Teams – nutze, um bestimmte Aspekte sichtbar zu machen. Gerade wenn es darum geht, den Arbeitsfluss abzubilden und Blockaden zu erkennen, ist Kanban ein echter Game Changer mit Aha-Effekten. Das zeigt Rudolf „Ruedi” Gysi sehr gut in seinem Blogartikel. Darin geht es nicht um eine große Kanban-Implementierung mit allem Schnickschnack. Sondern um die Visualisierung des Arbeitsflusses und die daraus resultierenden überraschenden Erkenntnisse, die zu schlankeren Teamprozessen führen.

https://agilereflection.org/vom-task-dschungel-zum-flow-fluss-wie-kanban-teams-befreit-ein-aha-moment/

Abhängigkeiten | Abhängigkeiten gehören nicht in einen Sprint

Ein großes Problem bei größeren Organisationen sind: Abhängigkeiten. Ich sehe den Vorteil von Kanban darin, dass die Prozessvisualisierung dazu beiträgt, Abhängigkeiten Down- und Upstream des eigentlichen Kanban-Systems sichtbar zu machen. Das ist jedoch nicht das Thema von Jan Fischbach. Wie er richtig erkannt hat, gehört die zugehörige Arbeit nicht in den Sprint, solange eine Abhängigkeit im Sinne einer nicht erfolgten Zulieferung besteht. Das ist nicht immer angenehm, aber konsequent. Ich kann nichts zusagen, das ich nicht liefern kann, wenn die Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind. In der Regel gibt es genug andere Arbeit, um die Lücke zu füllen. Und wenn es darum geht, wie man künftig Verzögerungen durch Abhängigkeiten vermeiden kann. Unabhängig davon, ob ihr nach Scrum oder Kanban arbeitet, geht es am Ende darum, wertschöpfende Arbeit durchzuführen und zu erkennen, wo es im System stockt, um in Zukunft besser liefern zu können.

https://www.teamworkblog.de/2026/04/abhangigkeiten-im-sprint-warum-dein.html

LEADERSHIP

Fitness to Lead | Nur wer folgen kann, kann auch führen

Eine interessante Idee von Dan Rockwell. Man könnte sagen, es ist der ultimative Test für Führungskräfte. Seine These, dass nur, wer bereit ist, anderen zu folgen, auch führen kann, gefällt mir übrigens sehr gut. Tschaka! Der Grund ist simpel. Wer seine Schwächen erkennt und in diesen Fällen lieber denjenigen den Vortritt lässt, die es besser können, besitzt die Reflexionsfähigkeit und Demut, um andere Menschen zu unterstützen und zu Leistung zu animieren. Damit bin ich voll d’accord. Ich bin mir aber auch sicher, dass bei diesem Test sehr viele Führungskräfte – wenn sie ehrlich antworten würden – durchfallen würden.

https://leadershipfreak.blog/2026/04/02/absolutely-fit-to-lead/

#Abhängigkeiten #Agile #Führung #FitnessToLead #Fokus #HighperformanceTeam #Kanban #Leadership #Lean #Management #Meetings #Methoden #ProductOwner #Produkivität #Produktivität #Scrum #ScrumMaster #Selbstmanagement #Selbstorganisation

Wenn der Schalter umgelegt wird – Eine neue #Physik des #Bewusstseins

In seinem #Gastbeitrag auf #philosophies schlägt Dr. #WolfgangStegemann eine radikale Neuformulierung vor.

Wolfgang beschreibt #Bewusstsein nicht als mysteriösen Zusatz zur #Materie, sondern als #Zustand eines #Systems, der auftritt, wenn bestimmte strukturelle Bedingungen erfüllt sind.

https://philosophies.de/index.php/2026/02/28/neue-physik-des-bewusstseins/

#PhilosophieDesGeistes #Neuroscience #Kritikalität #Selbstorganisation #Autokatalyse #DynamischeSysteme

Wenn der Schalter umgelegt wird – Eine neue #Physik des #Bewusstseins

In seinem #Gastbeitrag auf #philosophies schlägt Dr. #WolfgangStegemann eine radikale Neuformulierung vor.

Wolfgang beschreibt #Bewusstsein nicht als mysteriösen Zusatz zur #Materie, sondern als #Zustand eines #Systems, der auftritt, wenn bestimmte strukturelle Bedingungen erfüllt sind.

https://philosophies.de/index.php/2026/02/28/neue-physik-des-bewusstseins/

#PhilosophieDesGeistes #Neuroscience #Kritikalität #Selbstorganisation #Autokatalyse #DynamischeSysteme

Wenn der Schalter umgelegt wird – Eine neue #Physik des #Bewusstseins

In seinem #Gastbeitrag auf #philosophies schlägt Dr. #WolfgangStegemann eine radikale Neuformulierung vor.

Wolfgang beschreibt #Bewusstsein nicht als mysteriösen Zusatz zur #Materie, sondern als #Zustand eines #Systems, der auftritt, wenn bestimmte strukturelle Bedingungen erfüllt sind.

https://philosophies.de/index.php/2026/02/28/neue-physik-des-bewusstseins/

#PhilosophieDesGeistes #Neuroscience #Kritikalität #Selbstorganisation #Autokatalyse #DynamischeSysteme