Sie betrachtete ihn ohne Hast.
Nicht prüfend.
Nicht jagend.
Ihr Blick glitt über seine Schultern, über die angespannte Linie seines Mundes, über die Hände, die er zu ruhig an den Seiten hielt.
Sie sah, wie sehr er sich bemühte, nicht schon vor dem ersten Wort zu bitten.
Und das machte etwas mit ihm.
Er atmete langsam ein.
Früher hatte dieser Atem gereicht.
Einer von beiden hatte gelächelt. Sie hätte den Riemen genommen, ohne ihn wie eine Drohung wirken zu lassen. Er hätte den Blick gesenkt, nicht aus Unterwerfung allein, sondern aus Vertrauen.
Sein Körper hätte schon vor der ersten Berührung gewusst, dass er gleich fallen durfte.
Heute war alles noch da.
Das Zimmer.
Das Licht.
Sie.
Er.
Das Leder.
Und doch stand etwas Kaltes zwischen den Dingen.
Sie trat näher.
Ihre Hand hob sich langsam, und für einen Moment glaubte er, sie würde sein Gesicht berühren.
Stattdessen griff sie nach dem Riemen.
Das Geräusch, als Leder über Holz glitt, war klein.
Aber es fuhr ihm durch den Körper.






