Als Kind war Schwimmen für mich eine Schmach. Nicht wegen des Wassers. Wegen der Blicke. Wegen der Sprüche. Wegen des Gefühls, immer zu langsam und nie gut genug zu sein. Dann vergingen Jahrzehnte. Die Augen wurden schlechter. Das Leben schwerer. Heute schwimme ich wieder. Bahn für Bahn.
Und heute verstehe ich: Das Wasser urteilt nicht. Es fragt nicht nach Diagnosen. Nicht nach Fehlern. Es trägt einfach. Vielleicht ist das der Grund, warum ich heute schwimme. Nicht um schneller zu werden. Sondern um Frieden mit dem Jungen von damals zu schließen.
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