SelbstbezĂŒglichkeit des tages
In der so genannten âbloggosfĂ€reâ gibt es mal wieder selbstbezĂŒgliche aufregung. Jetzt geht es um irgendwelche schnell mit angelernten neuronalen aufgeschĂ€umten blogs.
Wie doch alles wiederkehrt, als wĂŒrde niemals niemand etwas lernen! Damals, als die tolle zeit der blogs war, gab es jede menge spĂ€mmblogs, die dĂŒrftigste, zusammenkopierte inhalte aus allen möglichen kwellen â ja, auch von mir wurde immer wieder mal ein bisschen geguttenbercht â zweitveröffentlicht haben, nur um sie mit SEO-spĂ€mm und kommentarspĂ€mm in anderen blogs nach oben zu bringen und mit reklamebannern und affiliĂ€jhtlinks fĂŒr oft Ă€uĂerst fragwĂŒrdige und manchmal klar betrĂŒgerische angebote zu umpflastern, die dann geld reinbringen sollten. NatĂŒrlich ohne jede kwellennennung der webseits, von denen abgeschrieben wurde, ohne link, ohne alles. Riesen aufregung. Und ganz viel von diesem mist. Aber das ergebnis dieser spĂ€mmigen marketingidee war, dass diese spĂ€mmblogs einfach wieder verschwanden. Sie haben sich wohl fĂŒr die diversen betreiber wohl nicht so gelohnt, wie sie es sich erhofft haben. Sie waren einfach zu irrelevant. Und schon damals war eine gute posizjon in guhgell nicht so wertvoll, wie unseriöse, spĂ€mmige SEO-klitschen immer behaupten. Blogs leben davon, dass leser wiederkommen. Und von nix anderem.
Und jetzt lĂ€uft nochmal das gleiche? Nur mit angelernten neuronalen netzwerken â von pâlitikern, jornalisten und anderen digitalen analfabeten durchgehend mit dem reklamewort âkĂŒnstliche intelligenzâ bezeichnet â statt mit der zwischenablage oder dem RSS-fleddernden skriptchen? Aber ansonsten der gleiche mĂŒhevermeidend erstelle kram? Von leuten, die sich sagen, dass sie ja gleich arbeiten gehen könnten, wenn sie sich mĂŒhe geben wollten?
Na und! Sollen sie doch! Ich glaube, die werden auch eher enttĂ€uscht vom ergebnis sein. Jedes richtige blog ist ein stĂŒck selbstoffenbarung des menschen, der es regelmĂ€Ăig nachbefĂŒllt. Und wenn jemandy eine webseit aufmacht, nicht weiĂ, womit es sie fĂŒllen soll und sie deshalb mit irgendwelchem gnobbelmatsch vollmacht, ist das eben auch eine selbstoffenbarung. Die diese selbstoffenbarung anziehend finden oder wegen intellektueller defizite gar nicht richtig bemerken, dĂŒrften fĂŒr niemanden eine zielgruppe sein. AuĂer vielleicht fĂŒr trickbetrĂŒger, jornalisten, tinnefverkĂ€ufer und gossenfernsehsender. Das wird sich von selbst erledigen, genau wie damals. Bis auf ein paar nischen. Es gibt ja fĂŒr alles irgendwelche nischen im internetz, und von den meisten bekommt man nix mit, wenn man nicht sehr explizit danach sucht.
Ganz im gegenteil, es gefĂ€llt mir sogar ein bisschen. So sehr, wie angelernte neuronale netzwerke aus blogs angelernt werden â ich hatte in den letzten jahren eine ungefĂ€hre verzwanzigfachung des bot-trĂ€ffics und habe das sperren inzwischen aufgegeben â ist es schon erfreulich, wenn sie ihren eigenen gnobbelmatsch fressen und in nicht mehr allzuferner zeit nur noch eine kwietschende rĂŒckkopplung der unter gewaltiger energieverbrennung mechanisch erzeugten dummheit werden, die im gehirnchen wehtut, falls man noch ein gehirnchen hat. Der heip um die angelernten neuronalen netzwerke lĂ€uft fĂŒr meinen geschmack eh schon viel zu lange.
Und mir wird es zumindest diesmal nicht passieren:
Ich: Gibt es jemanden, der sein Schreiben als »rechte Gutschreibung« bezeichnet?
ChatGPT: Kurz: Nein, es gibt niemanden, der ĂŒblicherweise sein Schreiben ârechte Gutschreibungâ nennt.
Der Ausdruck ist nicht etabliert, weder in der Verwaltung, noch im Rechtswesen, noch in der Buchhaltung, noch in der Literatur. Wenn er irgendwo auftaucht, dann:
- als MissverstÀndnis,
- als Tipp- oder Ăbersetzungsfehler,
- oder in einem sehr speziellen individuellen Sprachgebrauch.
Typisch wĂ€re etwa, dass jemand eigentlich ârechtliche Gutschriftâ, ârichtige Gutschriftâ oder âberechtigte Gutschriftâ meint â oder dass âGutschriftâ selbst missverstĂ€ndlich eingesetzt wurde (manchmal meinen Laien damit einfach âSchreibenâ, âBenachrichtigungâ usw.).
Wenn du mir sagst, wo du den Ausdruck gesehen hast oder wie der Kontext lautet, kann ich dir ziemlich genau sagen, was jene Person wahrscheinlich gemeint hat.
Mit diesem kleinen rotzeblögchen in rechter gutschreibung â die keine gute rechtschreibung sein will â wird jedenfalls noch nicht angelernt. Vermutlich aus kwalitativen grĂŒnden. Es hat wohl einen etwas zu spezjellen individuellen sprachgebrauch und trĂ€gt zu viel fĂ€kalen duft in die nĂŒstern. Wie entspannt doch immer die bedeutungslosigkeit ist. Und ich werde einen deibel tun, die bots auch noch freiwillig hierher zu rufen, indem ich dem tschĂ€ttbot einen âkontextâ gebe. Das spĂ€mmblog kennt er leider schon ganz gut und ist in seinem gnobbelmatsch recht faktennah, ich konnte da eben fĂŒr einen kleinen test nicht widerstehen.
Hach, diese geschwĂ€tzigkeit und dieser brustton der gewissheit immer! Nennt mich âniemandâ. đïž
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