Was bleibt von #Rojava, dem selbstverwalteten Gebiet in Nordostsyrien?
Diktatfrieden versus Emanzipation und Selbstverwaltung? Von Michael Wilk
“Einmal mehr steht Politik für skrupellosen machtpolitischen Zweckpragmatismus
Auf das in der Vergangenheit umgehängte „demokratische und menschenrechtliche Mäntelchen“ wird zunehmend genauso verzichtet wie auf die Einhaltung völkerrechtlicher Grundsätze. Unterstützt werden Regime und Autokratien, die machtstrategisch und pragmatisch kooperieren. Das entscheidende Kriterium ist die Funktionalisierbarkeit einer Machtstruktur. Im Falle fraglicher Kooperation geht es nicht mehr um einen kompletten Regime Change, sondern nur um die Eliminierung der störenden Köpfe. Diese werden beseitigt. Unwesentlich ob durch Entführung oder Tod. Der Rumpf der alten Struktur wird gerne übernommen, vorausgesetzt sie zeigt sich kooperativ und effizient. Autoritär-menschenfeindliche Politik wird an dieser Stelle als Ausdruck einer herrschenden Favorisierung von Autoritarismus akzeptiert, ja sogar gern gesehen. Das Fallenlassen der SDF und das Umschwenken auf al-Sharaa setzt auf die nationale Hegemonie einer islamistischen syrischen Zentralregierung. Damit verbunden ist die fast vollständige Absage gegenüber einem föderativen System, in dem unterschiedliche Ethnien und Religionen gleichberechtigt an der Neuorganisierung der Gesellschaft hätten beteiligt sein können.” Mehr auf: https://www.linksnet.de/index.php/artikel/49055?fbclid=IwZnRzaASiE5BleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeRjcrHbJb0cfG0x4c-ylVVqjYjKtNAJC_6ftcg1mvHcrCFjDmLofw-dIn1wg_aem_g3DW1LFngVmrRxoWJr4n_Q