Angeklagte Antifaschistisch:innen geben politische und teils sehr bewegende persönliche ErklÀrungen ab!
Im Dresdner Antifa-Ost-Verfahren haben soeben Tobi, Julian und Thomas jeweils persönlich politische ErklÀrungen verlesen.
Tobi sprach von der AllgegenwÀrtigkeit rechtsextremer Gewalt zB in Eisenach und machte geltend, dass entschlossene Gegenwehr hiergegen zulÀssig war und ist. Der Klassen- und Gesinnungsjustiz gehe es nicht um gesellschaftliche Fragen, sondern den Schutz der MÀchtigen und Reichen.
Julian blickte in seiner ErklĂ€rung zurĂŒck in die Jahre ab 2012, als es zu zahlreichen rechtsextremen Angriffen und auch Morden kam. Der Neonazi Leon Ringl, ein angebliches Opfer im hier verhandelten Prozess, sei ein fĂŒhrender Nazikader gewesen.
Linksorientierte Jugendliche seien permanenter Bedrohungen und Ăbergriffe von rechts ausgesetzt gewesen. Der Staat stand dabei stets fĂŒr die Ignoranz rechter Gewalt.
Zuletzt sprach Thomas: er hĂ€lt es nicht fĂŒr einen Skandal, wenn die Justiz ermittele, wenn Nazis verletzt werden, aber ein Skandal sei es, soetwas nicht am Amtsgericht, sondern am Oberlandesgericht zu verhandeln.
Dann fĂŒhrte Thomas die Prozessbeteiligten in seine Welt in Königs Wusterhausen, als linke Freude und Bekannte durch Neonazis schwer verletzt und ermordet wurden. Immer wieder von groĂer ErschĂŒtterung durchzogenen, sprach Thomas knapp 30min und erlĂ€uterte, warum antifaschistischer Selbstschutz unabdingbar war und ist. Wahlweise ignorierte oder schĂŒtzte die Polizei die Neonazis, bzw. bildete selbst entsprechende rechte Netzwerke.
Antifaschismus, so Thomas am Schluss, sei notwendig!
Aus dem Publikum kam es nach allen RedebeitrĂ€gen zu spontanem Beifall, auf den der Sicherheitsbeauftragte des OLG mit der Drohung reagierte, er werde scharfe MaĂnahmen ergreifen, bzw veranlassen. Der Vorsitzende Richter drohte gleichfalls mit Konsequenzen.
Aktuell ist die Verhandlung fĂŒr 30min unterbrochen.
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