Schulstreik
Am 05.03. waren wir gemeinsam mit zahlreichen Schüler*innen in Hannover und bundesweit auf der Straße, um gegen die Wehrpflicht und Militarisierung zu demonstrieren. Dass generell wenig Interesse an Militarisierung und aktivem Wehrdienst besteht, erkennen wir auch daran, dass nur etwa die Hälfte aller Musterungsbögen seit Januar zurückgeschickt wurden.
Der Schulstreik war ein kraftvolles Zeichen, dass wir - trotz der allgemeinen Kriegstüchtigkeit - über 50.000 Menschen auf die Straßen gebracht haben. Gleichzeitig sehen wir, wie Militarist*innen langsam Angst vor einer erstarkenden Jugendbewegung entwickeln. Das sieht man zum Beispiel daran, dass in Berlin ein Schüler eine Anzeige wegen eines „Merz Leck Eier“ und in München jemand eine Anzeige wegen eines „Merz an die Ostfront“-Plakates bekommen hat. Zudem wurden in München Schüler*innen durch die Polizei daran gehindert, zur Demo zu gehen, und stattdessen zurück in die Schule gebracht. In Frankfurt haben Lehrkräfte eine menschliche Kette gebildet, damit Schüler*innen die Schule nicht verlassen und zur Demo zu gehen. Es wurden politisch aktive Schüler*innen durch Schulleitungen bedroht und unter anderem durch Attestpflichten daran gehindert, zu streiken.
Hier erkennen wir doch ganz klar - die Bundeswehr kämpft nicht dafür, dass wir gegen sie sein können. Sie kämpft für das Bestehen und die Interessen des deutschen Staates. Unser Wohl ist ihnen dabei egal.
Deshalb dürfen wir keinen Schritt in Richtung Wehrdienst und Militarisierung gehen, sondern müssen weiterhin standhaft für unser Leben und unsere Klasse einstehen.
Organisiert euch an der Schule in Streikkomitees und werdet politisch aktiv! Am 08.05. geht es wieder auf die Straße gegen die Wehrpflicht und Militarisierung!
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