Die Zeitungsprojekte von Holger Friedrich: "Berliner Zeitung" und OAZ: prorussisch und BSW-lastig: #berlinerzeitung #oaz #russland #bsw #afd: https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/april/holger-friedrich-und-die-oaz-wie-ein-verleger-demokratiefeinde-hofiert
Holger Friedrich und die OAZ: Wie ein Verleger Demokratiefeinde hofiert | Blätter für deutsche und internationale Politik

Auf dem deutschen Medienmarkt gibt es seit Ende Februar eine neue Zeitung. Das ist angesichts der andauernden Krise der Printmedien bemerkenswert. Doch über die »Ostdeutsche Allgemeine Zeitung« gibt es noch weit mehr zu sagen.

Verleger Holger Friedrich in Dresden: Der Verteidiger des Ostens

Die Sachsen News
Schwarze und rote Fraktur auf weißem Grund, ich bin weder Typograph noch Historiker, aber hier möchte jemand - womöglich der Herausgeber Herr Friedrich - ein Zeichen setzen. Ich würde - ohne eine Zeile dieses Medienerzeugnisses gelesen zu haben - allein wegen der Optik, die ganz offensichtlich eine besonders ekelhafte Botschaft vermittelt, zur Analyse "Drecksblatt" tendieren. #oaz
Mir ist ehrlich gesagt nie ganz klar gewesen, warum Dorian #Baganz vom Freitag zur #OAZ ging, außer vielleicht die Hoffnung auf einen Chefposten, wobei man auf dem wohl nie mehr als ein verlängerter Arm von Holger Friedrichs ist. By the way: Trotz Ossi-Backgrund würde ich den Job auch niemals machen wollen 🤘
»Ostdeutsche Allgemeine Zeitung«: Drei Wochen nach dem Start ist Chefredakteur Baganz schon wieder weg

Das war eine kurze Liaison: Nicht mal einen Monat ist die »OAZ« auf dem Markt – und braucht schon einen neuen Chefredakteur. Dorian Baganz wirft hin.

DER SPIEGEL
NIUS & OAZ: Gleiche Autoren, gleiche Interviewpartner, gleiche Propaganda?

Gleiche Autoren, gleiche Interviewpartner, beide gegen die Brandmauer? Die "Ostdeutsche Allgemeine" und "NIUS" haben erstaunlich viele Ähnlichkeiten.

Volksverpetzer
Zu Holger Friedrichs neuer Männersauna #OAZ:
„Man kann es kurz machen: Außer in den Rubriken ‚Kultur‘ sowie ‚Stil und Genuss‘ ist kein einziger Leitartikel von einer Frau geschrieben“.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197914.ostdeutsche-allgemeine-zeitung-blatt-mit-bart.html
Blatt mit Bart

Der Unternehmer Holger Friedrich schenkt seinem Osten eine neue Zeitung. Diese will natürlich »Leitmedium« werden. Frauen kommen in diesem Osten eher weniger vor, dafür aber ein AfD-naher Hund.

nd-aktuell.de

1/ Das was Jahrzehnte lang in Telegrammkanälen vor sich hinköchelte kommt jetzt in der #OAZ ans Licht.

https://www.taz.de/!6156457

„Das Grundrauschen der Texte ist Friedrichs Satz aus dem Theater: Wir, der Osten, sind Avantgarde.“

Friedrichs Aussage ist wahrscheinlich wahr. Die Nazi-Wähler*innen im Osten sind die Avantgarde. Heute der Osten und morgen … na ja, zumindest auch Westdeutschland.

„Im Aboshop der Zeitung verkaufen sie Taschen mit dem Aufdruck „Ostablishment“ und Pullover mit dem Aufdruck „Ostbeauftragte:r“.“

Oh, „Ostbeauftragte:r“ ist ja lustig. Gegendert. Ob man dafür dann von Dumpfbacken verprügelt wird?

„Ej, halt!“ Zähneausspuck. „Das war doch aus dem Onlineshop diefer neuen Ostfeitung!“

#Gendern

„Friedrich bespielt eine Marktlücke – wenn auch mit Größenwahn. Im Jahr 2026 eine Zeitung zu gründen, noch dazu im Osten, wo die Abokurven schneller sinken als im Westen,“

Nun ja, der Postilion hat's vorgemacht. Ich weiß, der Witz war nicht lustig. Oder nur ein bisschen. Meine Prognose: Es wird funktionieren. Der Osten hat immer viel gelesen, nur wollte man nach der Wende nicht erklärt bekommen, wie man angeblich ist. Von Ahnungslosen. Erzählt bekommen, dass man nicht demokratiefähig sei und dass man doch dem Osten die Subventionen kürzen solle, wenn die sich nicht wie erwartet verhalten würden. Ja, auch von Eberhard Seidel-Pielen in der taz. Er wird für immer einen Platz in unseren Herzen behalten. (Ehrlich: Ich hätte ihn längst vergessen, aber es gibt Menschen, die vergessen nie.)

„Mit seiner Kritik am ostdeutschen Zeitungsmarkt trifft Holger Friedrich durchaus einen wahren Kern: Die ostdeutschen Lokalzeitungen gehören ausschließlich westdeutschen Verlagen, ihre überregionale Berichterstattung beziehen sie aus Berlin oder den Konzernzentralen. In Thüringen dominiert der Essener Funke-Verlag, in Sachsen die Verlagsgruppe Madsack aus Hannover.“

So sieht’s aus. Alles übernommen oder abgewickelt.

Die #Wochenpost hat übrigens der junge #MatthiasDöpfner höchstpersönlich zerstört.

Hier ein Bericht von Anja Reich:

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/springer-chef-mathias-doepfner-und-der-osten-an-der-ddr-hat-er-kein-gutes-haar-gelassen-li.337988

„Das alles trifft in Ostdeutschland auf eine ausgeprägte Medienskepsis. Laut dem letzten Sachsen-Monitor trauen 45 Prozent der Menschen in Sachsen den Medien nicht mehr, ähnliche Werte gibt es in den anderen ostdeutschen Bundesländern.“

Wenn man weiß, dass „die Medien“ über den eigenen Erfahrungsbereich Mist schreiben, warum sollte man dann annehmen, dass sie über New York, Moskau, Teheran, Memphis oder Wladiwostok vernünftige Dinge verbreiten?

„Langfristig, sagt Friedrich im Theater Ost, wolle er die Berliner Zeitung und die Ostdeutsche Allgemeine profitabel machen und an die ostdeutsche Community übergeben.“

Oh, eine volkseigene Zeitung. Das ist schön. Zu diesem Volk werde ich wohl nicht gehören.

Was stand 1989 an der Mauer?
„Wir sind ein Volk!“

Und darunter?
„Wir sind ein dummes Volk!“

Der ursprüngliche Spruch war gewesen: „Wir sind das Volk.“

Aber die angeblich Müden waren hellwach und wollten konsumieren. Über ihre eigenen Jobs hatten sie noch nicht nachgedacht.

Neue „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“: Kuschelblatt für klasse Leute

Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ ist da. Das Blatt bedient eher Befindlichkeiten, als zu informieren. Ob der Ost-Markt dafür groß genug ist?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
Am letzten Freitag erschien die erste Printausgabe der von Holger Friedrich herausgegebenen Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Der Verlag stellt auch die Berliner Zeitung und andere Printmedien
https://www.jungewelt.de/artikel/517929.gegen-westdominanz.html
#oaz