Armin & X – Fritz & Arbeit – KI Einheitsbrei – Weniger uneins, als gedacht | Kuratiert.

Jetzt habe ich doch wieder Puls. Dabei wollte ich in dieser Folge von Kuratiert. eigentlich etwas entspannter schreiben.

  • Laschet – unser Experte für X …
  • Merz & Arbeit: Veränderung durch KI nicht auf dem Radar
  • KI-generiert: Echt, schlecht, unglaubwürdig?
  • Sind wir doch nicht so gespalten, wie wir denken?
  • Laschet – unser Experte für X …

    Doch dann bin ich in den sozialen Kanälen auf diesen Tweet des echten Armin Laschet (scheint zumindest so) gestoßen.

    Ohne X wüsste man nicht, dass im Iran in diesen Stunden eine Revolution stattfindet. Der Mut der Menschen auf den Straßen überall im Iran ist heldenhaft. Sie haben das Interesse der Weltöffentlichkeit verdient.

    Ernsthaft? Wie kann man so etwas heute noch schreiben? Da sieht man leider mal wieder, in wie sozialmedial inkompetent führende, deutsche Politikerinnen und Politiker sind. Und wie sie einfach ignorieren, was gerade auf X mit Kinderpornografie geschieht. Schämen Sie sich, Armin Laschet, so etwas abzusondern. Es gibt neben X unzählige seriösere Quellen, wo man sich über die Geschehnisse in den USA informieren kann.

    Merz & Arbeit: Veränderung durch KI nicht auf dem Radar

    Vom im falschen Moment feixenden Laschet ist der Weg zum Kanzler nicht weit. Die taz hat die Neujahrsansprache von Friedrich Merz kommentiert. Er findet einfach nicht den richtigen Ton, um die Bürgerinnen und Bürger zu packen:

    Statt wie ein Regierungschef zu den Bürger:innen, spricht er wie ein Firmenvorstand zu seiner Belegschaft. Die Sorgen von Merz sind nicht die der Bürger:innen, sondern der Unternehmen, das wird in seiner Ansprache immer wieder deutlich.

    Neujahrsansprache des Bundeskanzlers: Kein Wort über die wirtschaftlichen Sorgen der Bür­ge­r, taz, 1.1.2026

    Zudem scheint der Sauerländer noch in der Welt der fünfziger, sechziger oder maximal siebziger Jahre verhaftet. Das kann man beispielhaft an seinem Verständnis von Arbeit festmachen. Meiner Wahrnehmung nach hat noch kein Unionspolitiker, geschweige denn Merz selbst, den Wandel des Einflusses von Künstlicher Intelligenz auf Arbeit verstanden oder zumindest adressiert. Es geht nicht mehr nur um “mehr arbeiten”.

    Christian J. Meier legt bei den Riffreportern den Finger in die Wunde: Deutschland hängt am „Arbeit-Fetisch“, während KI längst die Regeln neu schreibt. Statt reflexhaft mehr Arbeitszeit zu fordern, müssen wir die Arbeitskultur für das KI-Zeitalter neu denken und gesellschaftliche Folgen ernst nehmen. Der Koalitionsvertrag reicht dafür nicht.

    Und hier noch einige weitere Inhalte, die ich ausgewählt (kuratiert) habe, weil ich sie für erwähnenswert halte und sie hier im Blog dokumentieren möchte.

    KI-generiert: Echt, schlecht, unglaubwürdig?

    Einen bemerkenswerten Beitrag hat Stephan Scheuer im Handelsblatt KI-Briefing geschrieben. Er dreht darin das Produktivitätsversprechen um, das Microsoft und andere KI-Anbieter machen. Statt produktiver zu arbeiten, würde man sich angesichts der Wut über KI-generierte E-Mails, Texte, Bilder und Videos künftig fragen: “Ist das echt – oder nur plausibel?” Scheuer meint, dass künftig wieder mehr darauf gesetzt werde, dass man jemanden kenne und vertraue und dass persönliche Treffen wieder an Bedeutung gewännen: “In einer synthetisch überfrachteten, digitalen Öffentlichkeit wird persönlicher Bezug zum Anker.” Wünschenswert wäre es, allein habe ich Zweifel, dass doch viele lieber konsumieren als zu hinterfragen.

    Scheuers Text ist sehr persönlich. Seine Kollegin Milena Merten dröselt das Thema mit Studien und Praxiserfahrungen auf (leider hinter der Handelsblatt-Paywall). “Ich hoffe, diese E-Mail findet Sie wohlauf.” Wenn man das in einer deutschsprachigen Mail liest, zuckt man zusammen. Diese Floskel – in US-amerikanischer Kommunikation typisch und “politisch korrekt” – steht sinnbildlich für ein größeres Problem: Immer mehr werden wir im Job mit glattgebügeltem KI-Einheitsbrei überschwemmt – hübsch formatiert, aber inhaltlich dünn.

    Mit Hilfe von KI-Tools entsteht sogenannter AI Workslop, E-Mails, Präsentationen und Strategiepapiere, die seriös aussehen, aber beim zweiten Blick auseinanderfallen. Studien beziffern den Produktivitätsverlust auf Millionenbeträge – und den Vertrauensverlust gleich mit. Und ja, das heißt Arbeit. Heißt Produktivitätsgewinn etwa, erst einmal Müll produzieren, den andere wieder aufräumen müssen? Mit KI erstellte Inhalte sind Entwürfe, Rohmaterial, Quellen, die zuerst einmal validiert werden müssen. Das ist bei vielen Anwendern und Unternehmen noch nicht angekommen.

    Sind wir doch nicht so gespalten, wie wir denken?

    Zumindest ein wenig Hoffnung machen die Riffreporter in Person von Björn Lohmann im Beitrag “Spaltung der Gesellschaft? Wir sind weniger uneins, als wir denken“. Er zieht diverse, aktuelle Studien heran und kommt zu dem Schluss, dass die gefühlte Spaltung größer sei als die reale. 23 Prozent der Gesellschaft gelten laut Wissenschaftsbarometer 2025 als emotional gegenüber Andersdenkenden (stark affektiv polarisiert). Doch nur 2 Prozent sind das über die Gendersprache, den Klimawandel und die Migration hinweg. Wirkliche Klimaschutzgegnerinnen und -gegner seien beispielsweise nur 8 Prozent, so der zweite Zusammenhaltsbericht des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Die Spaltung erscheine uns allen deutlich größer, weil … die Gegner besonders laut in den sozialen Medien sind, ich sage rumpöbeln.

    Diese Studien machen (zumindest etwas Mut), dass wir doch viele wieder in das demokratische Schiff holen können und dieses nicht untergeht.

    #BasicThinking #China #Gesellschaft #Handelsblatt #KI #Klimawandel #LLM #Medien #Merz #Neujahrsansprache #Putin #Russland #taz #Trump #USA #Vertrauen

    Die Ansprüche der #AfD auf #Grönland
    Friedrich @kueppersbuschtv.bsky.social und die ultimative #Neujahrsansprache von Jürgen Ohls

    #Trump #USA #Venezuela #MoneyForNothing

    https://youtu.be/aPrtWLkYE3w?si=ZVqSywwrxZjz20Jp

    Wenn Recht egal wird: Maduro, Ukraine, Grönland – Küppersbusch TV

    YouTube

    💫 Meine #Neujahrsansprache*, sehr kurz gefasst:

    Echter Fortschritt ist z. B.,
    wenn #Trump, #Putin und #Netanjahu vor dem internationalen Strafgerichtshof landen - und dann wohl auch rechtskräftig verurteilt werden.

    *soviel Narzissmus göhne ich mir - wenn schon #Steinmeier und der #Sauerländer zum Jahresende öffentlichkeitswirksam daherreden dürfen.

    "Friedrich Merz hat in den ersten Monaten seiner Kanzlerschaft bewiesen, dass er kein Talent fürs Treffen des richtigen Tons hat. Und das ist auch in seiner ersten Neujahrsansprache so. Statt wie ein Regierungschef zu den Bürger:innen, spricht er wie ein Firmenvorstand zu seiner Belegschaft. Die Sorgen von Merz sind nicht die der Bürger:innen, sondern der Unternehmen, das wird in seiner Ansprache immer wieder deutlich." #taz #Neujahrsansprache #Merz https://taz.de/Neujahrsansprache-des-Bundeskanzlers/!6141992/
    Wieduwilts Woche: Merz spricht sich in der Neujahrsansprache seine Sorgen von der Seele - für unsere ist da kein Platz

    Zum Jahreswechsel stellt sich der Bundeskanzler lustlos vor die Kamera, rappelt ein paar Regierungsprojekte herunter und beklagt sich über schlechte Stimmung. In die Nähe des Bürgers traut er sich nicht.

    ntv NACHRICHTEN

    Vermutlich gut zusammengefasst:

    "Außer der Sorge um den Frieden kommen die Nöte der Menschen nicht vor in Merz' Traktat, dafür seine eigenen: Wirtschaft, Europa, gute Laune."

    https://www.n-tv.de/politik/politik_wieduwilts_woche/Merz-spricht-sich-in-der-Neujahrsansprache-seine-Sorgen-von-der-Seele-fuer-unsere-ist-da-kein-Platz-id30197741.html

    #merz #neujahrsansprache

    Wieduwilts Woche: Merz spricht sich in der Neujahrsansprache seine Sorgen von der Seele - für unsere ist da kein Platz

    Zum Jahreswechsel stellt sich der Bundeskanzler lustlos vor die Kamera, rappelt ein paar Regierungsprojekte herunter und beklagt sich über schlechte Stimmung. In die Nähe des Bürgers traut er sich nicht.

    ntv NACHRICHTEN
    @GrueneBeate
    Ehmmm... Moment!
    Dann sagt ihr ja das Gegenteilige von #MerzKannEsNicht in seiner #Neujahrsansprache! Jetzt bin ich aber verwirrt und weis gar nicht mehr, wem ich glauben soll 😉
    Nach der #Neujahrsansprache von #merz gestern geht mir Fragen nicht aus dem Kopf:
    - Ist diese Ansprache vielleicht genau *der* Usecase für #LLMs ?
    - Welcher Prompt war das?
    - Was wäre ein guter Prompt gewesen?
    Friedrich #Merz sagte in seiner #Neujahrsansprache: „Wir werden im nächsten Jahr grundlegende Reformen beschließen müssen, damit unsere Sozialsysteme auf Dauer finanzierbar bleiben.

    Das klingt so alternativlos. Und in dem ganzen rechtspopulistischem Getöse schwingt dann immer eine arbeitslose Flüchtlingsfigur mit, die es sich in der sozialen Hängematte bequem macht, während wir Biodeutschen dafür schuften müssten. An das Bild der Renter:in wird dabei eher nicht appelliert. Aber wirft man einen Blick auf den #Bundeshaushalt für das Jahr 2026, sieht es dann doch anders aus (Quelle):




    Den mit Abstand größten Etat hat das Arbeits- und Sozialministerium von fast 200 Milliarden Euro. Allerdings werden rund 70% des Budget für Rentenzahlungen (grob klassifiziert) draufgeht. 140 Milliarden Euro:



    So, und wird die Bundesregierung hier mit Sparmaßnahmen ansetzen wollen? Die Frage beantwortet sich von selbst: nein. Ganz im Gegenteil, zum Einen wurde auf Wunsch der #CSU eine zusätzliche #Mütterrente eingeführt. Zum Anderen wurde nach langer #CDU -interner Diskussion der #Nachhaltigkeitsfaktor (Wikipedia) ausgesetzt, der vor vielen Jahren eingeführt wurde, um die gesetzlich garantierte, jährliche Rentensteigerung etwas geringer ausfallen zu lassen.

    Die Rentenkassen müssen mittlerweile mit so viel Steuergeldern gestützt werden, dass sich von diesem Betrag die Haushalte von fünf anderen Ministerien finanzieren ließen, darunter der des Verteidigungsministeriums:



    • Bundesministerium der Verteidigung: 82.687.312 €
    • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: 21.818.269 €
    • Bundesministerium für Gesundheit: 21.773.945 €
    • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: 7.745.681 €
    • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: 5.903.305 €


    Ein weiterer Punkt vielleicht noch: Unsere Gesellschaft gibt für Rentenzahlungen anteilig nicht mehr aus als andere Gesellschaften. Aber andere Gesellschaften haben in Anbetracht des erwarteten demografischen Wandels schon vor dreißig Jahren die Finanzierung umgestellt. Denn die Problematik war vorhersehbar und sehr gut berechenbar.

    Unsere Bundesregierungen hatten es damals versäumt, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Und wir können ja mal schauen, welche Parteien denn damals so in Regierungsverantwortung waren.

    #Rente #Rechtspopulismus #DEPOL #Politik #Bundesregierung #Soziales

    Neujahrsansprache des Bundeskanzlers:

    "Die Sorgen von Merz sind nicht die der Bürger:innen, sondern der Unternehmen, das wird in seiner Ansprache immer wieder deutlich."

    #Neujahrsansprache #Bundeskanzler #Merz

    https://taz.de/Neujahrsansprache-des-Bundeskanzlers/!6141992/

    Neujahrsansprache des Bundeskanzlers: Kein Wort über die wirtschaftlichen Sorgen der Bür­ge­r

    Bundeskanzler Friedrich Merz redet in seiner Neujahrsansprache viel über Wirtschaft. Er kündigt „grundlegende Reformen“ an. Das ist eine Drohung.

    TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH