Gelesen: John Williams, "Stoner" (1965)

William Stoner, Sohn armer Farmer aus Missouri, entdeckt an der Universität die Literatur und schlägt daraufhin einen anderen Weg ein als den für ihn vorgesehenen. Er wird Dozent, heiratet unglücklich, erlebt berufliche Konflikte und findet nur selten Momente wirklichen Glücks. Eine äußerlich recht unspektakuläre Geschichte, die jedoch in ihrer Einfachheit tief geht.

John Williams schreibt klar und in einem unspektakulären Ton, der genau zu dem erzählten Stoff passt.

Stoner ist ein Roman über verpasste Chancen, Würde und die stille Tragweite eines gewöhnlichen Lebens.

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Gelesen: Morgan Pager, The Art of Vanishing

Claire arbeitet nachts als Putzfrau in einem Museum und entdeckt, dass sie in Gemälde eintreten kann. In einem Bild von Matisse trifft sie auf Jean, der dort - genau wie die Figuren auf den anderen ausgestellten Bildern - ein eigenes Leben führt. Zwischen beiden entsteht eine Beziehung, während Claire beginnt, sich zwischen den Welten zu verlieren.

Ein Buch, das auf den ersten Blick wie eine ungewöhnliche Liebesgeschichte wirkt, tatsächlich aber von Unsichtbarkeit erzählt. Von einem Leben am Rand. Und von der Frage, wo man eigentlich gesehen wird.

Eine starke Idee, die im Verlauf der Geschichte zu wenig ausgearbeitet wird und einiges an Potenzial liegen lässt.

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