#LINKSDERWOCHE | 24/2026: Produktivität, Agile, Leadership und Management, Politik und Gesellschaft

PRODUKTIVITÄT

Homeoffice | Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte

Homeoffice ist Fluch und Segen zugleich. Seit geraumer Zeit habe ich eine Homeoffice-Quote von fast 100 %. Der Tech-Cartoon von Christian Möller trifft das Gefühl, das dabei gelegentlich in mir entsteht, ziemlich gut. Wenn ich dann ein- bis zweimal pro Woche aus dem Homeoffice zu einer Abendveranstaltung verschwinde, stößt das nicht immer auf Gegenliebe bei meiner Familie. Dabei ist das für mich der Schlüssel zum „Überleben“ im Homeoffice. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Videokonferenzen können die persönliche Interaktion nicht ersetzen. Und unter uns: Ich habe schon während der Corona-Pandemie bemerkt, dass mein „Sozialverhalten” unter zu viel „digitaler” Kommunikation leidet. Hiergegen zu steuern ist sehr wichtig.

https://www.cloud-science.de/homeoffice-isolation/

Obsidian | Wie startet man?

Der Artikel von Daniel Schimpke trägt den Titel „Mit Obsidian starten”. Zwei Punkte, die er festhält, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Mit einer einfachen Struktur starten. Keinesfalls Notizen aus anderen Programmen importieren. Ersteres kann ich grundsätzlich für jede Form der Ablage empfehlen. Unnötig komplexe Strukturen sind anstrengend, nerven und man verzettelt sich. Bei Letzterem mag es etwas verwundern. Man startet einfach bei Null, komplett sauber, was eine gute Gelegenheit ist, um einmal alles zu entrümpeln, was sich angesammelt hat. Und unter uns: Im Laufe der Zeit sammelt sich unglaublich viel „Zeug” an – gerade digital. Gerade digital.

https://www.kadaschi.de/so-wuerde-ich-heute-nochmal-mit-obsidian-starten/

AGILE

Scrum Master:innen | Mythen, die Scrum Master:innen und Scrum Teams ausbremsen

Obwohl Scrum offenbar als etabliertes Rahmenwerk gilt, das vor allem im Umfeld von Neuentwicklungen zum Einsatz kommt, geistern nach wie vor einige „Mythen” durch die Welt, die sich einfach nicht ausrotten lassen. Und das, obwohl der Scrum-Leitfaden sehr eindeutig ist. Zu diesen Mythen gehören die drei von Stephen Woolston thematisierten Punkte im Hinblick auf Scrum Master:innen. Das Problem dabei ist: Diese Mythen tragen auch wesentlich dazu bei, dass sich Scrum-Teams und Scrum-Master:innen nicht wirklich weiterentwickeln. Unter anderem ist eine Scrum Masterin nicht nur für das Scrum-Team da, sondern immer auch für die Gesamtorganisation. Scrum Master beheben übrigens keine Impediments selbst, sondern sind dafür verantwortlich, dass dies stattfindet, indem sie dabei unterstützen (Eigenverantwortung lässt grüßen). Scrum Master „moderieren” außerdem alle Scrum-Events. Nein, müssen sie nicht. Sie stellen nur sicher, dass sie effektiv und effizient sind. Das ist übrigens ein guter Reifegradindikator für Teams.

https://www.scrum.org/resources/blog/three-scrum-master-myths-could-be-holding-your-scrum-back

Sprintziel | Vorlagen, die dabei helfen, Sprintziele zu formulieren

Meine agile Reise begann im Jahr 2008, das sind immerhin schon 18 Jahre. Und in all den Jahren war es immer wieder eine Herausforderung, Sprintziele zu formulieren. Das hat sich bis heute nicht geändert. Das gilt wohl für jede Form der Hypothesenbildung. Dabei ist die Hypothese das A und O des empirischen Arbeitens. Sie muss nicht immer SMART sein. Es gibt einige andere gute Ansätze wie GUT, AMORE, CLEAR oder PURE. Nur so nebenbei. Sehr hilfreich ist immer der Fokus auf das Ergebnis: Was soll für wen mit welchem Ziel erreicht werden und weshalb – das ist nicht ohne Grund meine Lieblingsfrage. Simon Flossmann hat als dritten Ansatz noch ein Template entwickelt, das sich eignet, wenn die Endnutzer noch nicht wirklich greifbar sind.

https://www.scrum.org/resources/blog/nach-10-jahren-scrum-meine-3-bewahrten-sprintziel-vorlagen-inkl-ki-playbook-zur-abkurzung-des-sprint-plannings

KI und kognitive Schulden | Augen auf und Verstand an, wenn es um KI gibt

Überall hört man, dass die KI alles schneller und effizienter macht. Nun ja, da bin ich etwas skeptischer. Zumindest was die Effizienz betrifft. Schneller sicher. Aber alles hat auch einen Preis. Einen Preis, den wir beim KI-Einsatz in der Entwicklung zahlen, sind beispielsweise „kognitive Schulden” (vermutlich auch „technische Schulden”, wenn die Qualitätssicherung unterschätzt wird, was hier aber nicht Thema ist). Piyush Rahate umreißt das Thema recht gut. Es gilt also auch beim Einsatz von KI: immer Augen auf, Verstand an.

https://www.scrum.org/resources/blog/cognitive-debt-yes-it-very-much-real

Agil-industrieller Komplex | Systemische Auswüchse – hier: Vermittlung externer Scrum Master oder der „billige Jakob“ hat einen Preis

Zu den systemischen Auswüchsen des agil-industriellen Komplexes hat Felix Stein sicherlich einen Punkt getroffen. Dazu gehört auch die Problematik des „billigen Jakob” und der Preisunterbietungswettbewerb bei Personalvermittlungen, der leider oft mit Qualitätseinbußen bei den entsprechenden Kandidaten einhergeht. Ich habe schon Ausschreibungen gesehen, bei denen ich mich gefragt habe, wie sich überhaupt jemand darauf bewirbt, denn die Tagessätze waren und sind alles andere als auskömmlich. Insbesondere, wenn man sich die Anforderungen ansieht, die gestellt werden. Fort- und Weiterbildungen wären also umsonst. Nun ja, das ist der berühmte Preiswettbewerb. Er geht fast immer auf Kosten der Qualität und ist, wie schon gesagt, eine systemische Schwäche.

https://www.lean-agility.de/2024/04/die-vermittlung-externer-scrum-master.html

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Leadership | Kluge Führung weiß, dass sie nichts weiß …

Sokrates soll den Satz „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ gesagt haben. Dieser Satz fasst aus meiner Sicht gut zusammen, was Dan Rockwell in seinem Blogartikel Führungskräften mitgibt, auch wenn er es etwas anders ausdrückt. Seine Empfehlung lautet, sich als Führungskraft „dumm“ zu stellen. Das heißt, nicht Antworten vorzugeben, sondern neugierig Fragen zu stellen, die Menschen anspornen, ihre eigene Kompetenz weiterzuentwickeln, und dabei selbst mitzuwachsen. Das klingt einfach, ist aber manchmal verdammt schwer.

https://leadershipfreak.blog/2026/06/12/smart-leaders-show-up-stupid/

Delegation | Nicht zu delegieren behindert Führung und Geführte

Aufgaben zu delegieren ist kein Thema, dass ausschließlich Führungskräfte im engeren Sinne betrifft, sondern durch aus in vielen verschiedenen Kontexten eine Rolle spielt. Allerdings ist der Bezug im zweiten verlinkten Beitrag von Dan Rockwell doch sehr stark auf Führungskräfte. Interessant ist ja dabei immer wieder, wenn Führungkräfte der Meinung sind Aufgaben nicht delegieren zu können, weil Mitarbeitende vermeintlich noch nicht soweit seien. Das dabei auch Wachstumspotentiale blockiert werden und die Entwicklung von Teams und Mitarbeitenden damit unmöglich gemacht wird, sollte man sich ebenso vor Augen führen, wie die Entlastung die eine sauber Aufgabendelegation erzeugen kann. Ein klar definierter Auftrag mit einem definierten Korridor wirkt oft Wunder und löst so manchen Knoten. Daran scheitert es leider öfter, wenn die Aufgabendelegation nicht funktioniert. Aber genau dies ist die Führungsleistung. An dieser können Führung und Geführte übrigens gemeinsam gut wachsen und lernen.

https://leadershipfreak.blog/2026/06/10/make-the-unready-ready/

Mensch-Maschinen-Schnittstelle | Wenn KI Experten unterstützt statt sich zur Expertin aufzuschwingen

Auf den ersten Blick scheint das Thema von Astrid Kuhlmey nicht unbedingt in die Rubrik „Management und Leadership” zu passen. Auf den zweiten Blick schon. Denn wer entscheidet, ob wir Menschen oder die IT an der Kundenschnittstelle interagieren? Genau, das Management. Das Management. Menschen, die in zweiter und dritter Ordnung denken können, werden sich bestätigt fühlen, wenn Wissen als gespeicherte Information betrachtet wird. Gerade auch dort, wo es um Interaktion mit Menschen geht. Bedauerlicherweise sind es die „Effizienzneurotiker”, die an diesem Punkt nur so weit denken können, wie ihre Praktikanten bzw. die KI ein Klavier werfen kann. Pardon, das musste jetzt einfach sein. Kuhlmey plädiert für eine KI, die Expertinnen und Experten unterstützt, statt sich selbst als Expertin zu sehen. Dieses Plädoyer sollten mehr Entscheider übernehmen. Dann wird hoffentlich auch ein Schuh daraus.

https://t2informatik.de/blog/digital-me-mehr-als-meine-daten/

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Kriminelles vom rechtsextremen Rand | Wo findet man die meisten Straftäter in der Politik? In der AfD

Die Damen und Herren der AfD zeigen gerne mit dem Finger auf andere, vergessen dabei jedoch, dass dabei immer auch vier Finger zurückzeigen. Das ist in einer Partei, in der überdurchschnittlich viele Menschen versammelt sind, die in puncto krimineller Energie den vermeintlichen „Sündenböcken” der blauen Partei in nichts nachstehen, ja sogar deutlich übertreffen, durchaus berechtigt. Wer es nicht glaubt, möge einen Blick in den Blog der Republik werfen. Dort finden sich fast wöchentlich jede Menge Hinweise und Belege, wie beim Artikel „AfD – Kriminelles und Kurioses vom rechtsextremen Rand, Update 47”. Wie die Bezeichnung „Update 47” belegt, gibt es noch viel mehr. Es sind lediglich die aktuell bekannten Meldungen – Achtung – aus einer Woche, die hier zusammengetragen wurden.

https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-47/

#Agile #Delegation #Gesellschaft #Homeoffice #KI #KognitiveSchulden #Leadership #Management #Obsidian #Politik #Produktivität #Scrum #ScrumMaster #Sprintziel #Verwaltung

#LINKSDERWOCHE | 22/2026: Produktivität, Lean, Agile, Politik und Gesellschaft und Humor

PRODUKTIVITÄT

Kognitiven Schulden | Im Umgang mit der KI verlernen wir die Kompetenz für den Umgang mit der KI

Marcus Raitner trifft meines Erachtens den Nagel auf den Kopf: Beim Umgang mit KI entstehen kognitive Schulden. Schulden, die wir nicht ohne weiteres wieder auflösen können, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern. So schön die Arbeitserleichterung durch KI auf den ersten Blick auch sein mag, wir verlernen durch ihren Einsatz schnell die Fertigkeiten, die wir brauchen, um sinnvoll mit ihr zu arbeiten. Dazu mehr:

https://raitner.de/2026/05/der-teufelskreis-der-kognitiven-schulden/

Kommunikation | Wenn wir die Metaebene aus dem Auge verlieren …

Nicht einmal einen Tag, nachdem ich den Blogpost von Detlef Stern gelesen habe, darf ich genau das erleben, was er darin zutreffend als Problem identifiziert hat. Die „Beißreflexe” in einer Debatte führen dazu, dass niemand wirklich darüber spricht, dass die Kommunikation auf der Meta-Ebene längst im Argen liegt. Genau deshalb eskaliert die vermeintliche Diskussion und wird unnötig emotionalisiert, da kaum jemand in der Lage ist, die Metaebene miteinzubeziehen. Man beharkt sich lieber aus Befindlichkeiten heraus. Erstaunlich, wo doch überall die Stoiker rauf und runter zitiert werden, die uns unter anderem auch dies mitgeben wollten, nämlich immer auch die Metaebene einzubeziehen.

https://t73f.de/blog/2026/metaebene

Vertrauen | Damit Vertrauen nicht nur ein Schlagwort bleibt

Der Begriff „Vertrauen” wird ja gerne in die Runde geworfen. Wenn ich allerdings an mein berufliches Erleben zurückdenke, gab und gibt es immer noch genug Situationen, in denen ich die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht überbrücken kann. Betrachte ich die fünf Wahrheiten über Vertrauen von Dan Rockwell, erkenne ich so manches wieder, das in diesen Situationen nicht ausgeprägt war. Mit dieser Erkenntnis im Gepäck können wir alle etwas dafür tun, dass Vertrauen nicht nur ein Marketing-Schlagwort der Personalentwicklung bleibt, sondern tatsächlich gelebte Realität wird.

https://leadershipfreak.blog/2026/05/27/5-truths-about-trust/

LEAN

Wissen hinterfragen | Zwei Fragen mit großer Wirkung

Im Blog von Mark Graban bin ich auf etwas gestoßen, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Wir arbeiten im Alltag oft mit der Annahme, etwas gut genug zu wissen, weil wir es gelesen, gehört oder aus einer anderen Quelle gelernt haben. Ist das aber ausreichend? Graban schlägt vor, statt „Was weißt du?” lieber zu fragen: „Woher weißt du es? Woher weißt du, dass du es weißt?” Diese Frage animiert dazu, die Quelle unserer Annahmen zu hinterfragen, sodass wir tiefer bohren und ggf. Annahmen und Erkenntnisse zutage fördern, die wir übersehen haben.

https://www.leanblog.org/2026/05/what-do-you-know-how-do-you-know-it/

Verbesserung | Wenn PDCA zur Verschlechtungsschleife wird

Der PDCA-Zyklus steht für adaptives Lernen und Anpassen. Ganz im Sinne eines wissenschaftlich-empirischen Ansatzes wird zunächst eine Hypothese aufgestellt, die anschließend durch konkrete Umsetzung überprüft und weiterentwickelt wird. Götz Müller nutzt das Akronym PDCA jedoch, um zu zeigen, wie man es nicht tun sollte. Hier steht PDCA nicht für Plan, Do, Check und Act. In diesem Zusammenhang steht P für PowerPoint, Panik und Plakatieren, D für Delegieren, Druck und Durchregieren, C für Controlling, Chaos und Checklisten und A für Aktionismus, Ablenkung und Abhaken. Wie zu erwarten, wird aus dem PDCA so kein Verbesserungskreislauf, sondern eine Verschlechterungsschleife mit #MeisterKonfus-Potenzial.

https://www.geemco.de/artikel/wenn-pdca-zur-verschlechterungsschleife-wird/


AGILE

Portfolio-Kanban | WiP-Limit im Kontext von Portfolio-Steuerung

Wie bekannt, bin ich ein großer Freund der Begrenzung paralleler Arbeit. Und das nicht nur auf individueller Ebene oder für ein operatives Team, sondern auch auf Ebene des strategischen Portfoliomanagements. Der Grund ist relativ simpel: Es geht um positive Fokussierung. Und zwar auf das, was auf der jeweiligen Ebene im Augenblick von Bedeutung ist. Während es für den Einzelnen oder ein Team bewährte Empfehlungen aus der Praxis gibt, um das initiale WiP-Limit auf Basis der Arbeitsmenge zu ermitteln, ist es auf Portfolioebene tatsächlich etwas anders gelagert. Hier stellt sich die Frage, wie viele parallele Initiativen ein Führungsteam gleichzeitig überblicken kann. Dabei geht es nicht um „Durchsatz“ und verfügbare Zeit, sondern um die kognitive Aufnahmefähigkeit. Das mag für den einen oder anderen nach Haarspalterei klingen, aber ich denke, im Detail wird es klarer. Insofern kann ich Yuval-Erde und seiner Argumentation folgen.

https://www.scrum.org/resources/blog/portfolio-wip-its-not-about-limits

Agiles Manifest | Eine Vierteljahrhundert alt, immer noch aktuell …

Das Agile Manifest ist seit Beginn meiner agilen Reise im Jahr 2008 mein Leitfaden für die Arbeitspraxis. Ich schaue tatsächlich immer wieder hinein. Und das, obwohl die Werte und Prinzipien schon ein Vierteljahrhundert alt sind. Übrigens hat mein Verständnis der Prinzipien einen richtigen Boost erlebt, als ich mich mit Monozukuri, dem japanischen Lean-Verständnis, beschäftigt habe. Nur am Rande bemerkt. Wer es mir gleichtun möchte, dem empfehle ich das Buch „Lean auf gut Deutsch” von Mari Furukawa-Caspary. Damit habt ihr einen sehr guten Einstieg. Zurück zum Ursprungsthema: Ich schaue tatsächlich immer wieder auf das Manifest. Erstaunt muss ich aber auch immer wieder feststellen, dass viele zwar „Scrum” oder das agile „Kanban” (bzw. irgendein anderes agiles Rahmenwerk) nutzen, ohne das agile Manifest wirklich gelesen zu haben. Insofern habe ich ähnliche Beobachtungen wie Thomas Esders gemacht.

https://no-bullshit-agile.de/nbak02-agiles-manifest-immer-noch-die-basis.html

Agiles Manifest | Prinzipien als Fragen

Passend hierzu ein weiterer Gedanke von Thomas Esders, der das agile Manifest in „Fragen“ ummünzt. Ein interessanter Ansatz, der dabei hilft, die Prinzipien im Arbeitsalltag umzusetzen.

https://no-bullshit-agile.de/nbak03-12-agile-prinzipien-checkliste.html

Ownership | Ohne echtes Ownership ist es nur Theater und kein „Flow“

Es wird gerne und oft auf agile Rahmenwerke gesetzt. Sie sind mittlerweile zum Standard geworden. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis mangelt es jedoch oft an verschiedenen Stellen. Auf dem Papier gibt es zwar so etwas wie einen Product Owner, de facto haben die Rolleninhaber oft nicht die Product Ownership. Das ist gar nicht so selten. Und das ist meist strukturell bedingt. Wie Yuval-Davidson aufzeigt, kann das zum Problem werden. Aber auch daran kann man arbeiten. Immerhin ist die Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung.

https://www.scrum.org/resources/blog/product-ownership-topology-difference-between-flow-and-theater

Planung | Die Planung ist eine ungeprüfte Hypothese mit vielen Annahmen …

Schon allein die Überschrift macht den Beitrag für mich empfehlenswert. Stephen Woolston titelt klar und prägnant: „Ein Plan ist eine ungeprüfte Hypothese.” Was soll ich sagen – so ist es nun mal. Wir treffen Annahmen, die wir in der Praxis überprüfen, indem wir den Plan umsetzen. Das gefällt mir fast besser als das Bild der „Wette”. Denn bei einer Hypothese schwingt das Überprüfen und Adaptieren deutlicher mit. Eine gut formulierte Hypothese ermöglicht es uns, die getroffenen Annahmen zu validieren und Erkenntnisse zu generieren, aus denen wir eine verbesserte Hypothese entwickeln können, die wir erneut überprüfen können. Nur eine gut bestätigte Hypothese wird zur Theorie. In diesem Fall können wir mit standardisierbaren Methoden arbeiten. Alles, was davor liegt, ist adaptives Erkunden und Verbessern.

https://www.scrum.org/resources/blog/your-plan-isnt-rock-its-untested-hypothesis

Scrum Master | Fokus worauf?

Wie ich immer sage: Wenn im Team alles super läuft, können wir uns den anderen Problemen widmen. Die Arbeit geht nicht aus. Da Probleme jedoch häufig komplexer Natur sind und vielseitige Ursachen haben, können wir nicht alles auf einmal lösen, sondern müssen uns anschauen, wo die dringendsten Probleme und Herausforderungen aktuell liegen. In diesem Zusammenhang passt der Blogartikel von Mary Iqbal sehr gut, da er etwas Orientierung bietet und aufzeigt, worauf sich Scrum Master:innen im ersten Schritt stürzen sollten.

https://www.scrum.org/resources/blog/pick-your-battles

POLITIK UND GESELLSCHAFT

AfD | Nicht nur verfassungsfeindlich, sondern auch kriminell

Dass ich die „Blauen“ nicht sonderlich leiden kann, dürfte sicherlich schon aufgefallen sein. Dass es sich nicht nur um eine verfassungsfeindliche, sondern durchaus auch um eine kriminelle Vereinigung handeln könnte, zeigt sich immer deutlicher. Allein in den letzten Tagen kamen immer neue interessante Verstrickungen der Nicht-Alternative und ihrer Parteisoldaten in die Presse. Eine gute Zusammenfassung liefert der „Blog der Republik”. Leider schrecken diese Schlagzeilen die Wählerschaft der Enkel des Braunauer Obergefreiten nicht ab. Das wiederum wirft bei mir Fragen über den Umfang der kognitiven Verzerrung derer auf, die ihren Kritikern gerne nahelegen, einen „Psychologen” zu besuchen (wer erklärt ihnen eigentlich mal den Unterschied zwischen Psychologie und Psychotherapie?).

https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-46/

Strategien im Umgang mit Autokraten | Weshalb es Orte der Begegnung braucht, um Autokratie-Fans zu drehen

Mit Blick auf den vermeintlichen Erfolg autoritärer Zeitgenossen wird gerne argumentiert, man müsse nur noch mehr Aufklärung betreiben. Ich fürchte, dieser Ansatz greift zu kurz. Gunnar Sohn hat sich ebenfalls dazu Gedanken gemacht. Ich sehe es ähnlich. Um den Autokraten den Nährboden zu entziehen, brauchen wir Orte der Begegnung, an denen demokratisches Streiten stattfinden und Wirkung entfalten kann. Wir Demokraten müssen die sozialen Räume besetzen, um diejenigen zurückzugewinnen, die noch nicht verloren sind. Damit meine ich nicht, dass man mit Autokraten ins Gespräch geht, sondern dass man Vielfalt, Wirksamkeit und Diskussion erlebbar macht und die Wirksamkeit politischen Handelns sichtbar wird. In den Städten, Gemeinden und vor Ort ist dazu jeder von uns aufgefordert. Den Menschen folgen Menschen.

https://ichsagmal.com/die-republik-im-gespraechsverlust-die-bequeme-angst-vor-der-propaganda/

Arbeitsfaul? | Mehr Stunden bedeuten nicht höhrere Produktivität

Unser aktuell amtierender Bundeskanzler muss dringend darüber aufgeklärt werden, dass „mehr Quantität” nicht automatisch auch „mehr Qualität” bedeutet. Eine Steigerung der Arbeitszeit führt nicht automatisch zu mehr Produktivität. Es kann sogar der gegenteilige Effekt eintreten, sodass es am Ende teurer wird. Das muss die legendäre Wirtschaftskompetenz sein, die man Herrn Merz zuschreibt. Christoph Habermann bemüht sich jedenfalls, die Thesen von Herrn Merz zu überprüfen, kann aber keine validen Belege finden. Er findet sogar Belege, die auf gegenteilige Effekte hinweisen. Aber bitte nicht dem Kanzleramt einen Tipp geben, denn Herr Merz könnte noch verunsicherter werden, als er es jetzt schon ist.

https://www.blog-der-republik.de/der-bundeskanzler-und-die-angeblich-arbeitsfaulen-deutschen-vorbild-schweiz/

HUMOR

KI entzaubert | Wenn die KI zu teuer wird …

Das Leben ist schon bitterernst genug. Daher braucht es immer auch eine Prise Humor. Da mein Humor nicht immer massentauglich ist und ich ihn bereits unter der Rubrik #MeisterKonfus zum Ausdruck bringe, lasse ich an dieser Stelle lieber jemanden anderen zu Wort – oder besser, wie im konkreten Fall, zu Bild – kommen. Der Blog „Cloud Science” von Christian Möller sorgt regelmäßig für herzliches Gelächter. So auch in diesem Beitrag, in dem plötzlich klar wird, dass KI doch nicht die Lösung aller Probleme ist.

https://www.cloud-science.de/keine-token-keine-leistung/

#AfD #Agile #AgilesManifest #Arbeitszeit #Humor #Kanban #KI #KognitiveSchulden #Kommunikation #Leadership #Lean #Management #Ownership #PDCA #Planung #PortfolioKanban #Produktivität #Scrum #ScrumMaster #Selbstorganisation #Strategien #Verbesserung #Vertrauen #Wissen

Warum die KI uns das Schreiben nicht abnehmen darf

Mit der Veröffentlichung von ChatGPT wurde eine Tür aufgestossen, hinter der eine beinahe unwiderstehliche Versuchung lauert: die Delegation des mühsamen Denkprozesses an einen Algorithmus. Warum sich noch durch komplexe Satzkonstruktionen quälen, wenn die Maschine in Sekunden glatte Absätze liefert?

https://bit.ly/3Z6MPkX

#schreibenmitki, #cognitiveOffloading, #deskilling, #kognitiveschulden, #lernenmitki, #kiimunterricht, #kikomeptenz