Mit Steinpapier lässt es sich auch gut falten. Dieses Bild im Format 20x20cm ist entstanden, nachdem ich die Ausstellung “Wort und Bild” in Lübeck gesehen habe. Malen, Ausschneiden, Kritzeln von neun Schriftsteller, die sonst eher für ihre Wortgewandheit und Schöpfertum im literarischen Sinne bekannt sind, waren Thema dieser Ausstellung. Hugo, Andersen, Goethe und Herta Müller aber auch Aussenseiter wie der Arzt und Poet Justinus Kerner mit seinen Klecksbildern waren unter die Lupe genommen. Von den Scherenschnitten des dänischen Märchenerzählers wissen Viele und die italienischen Landschaftsbilder des flüchtenden Politikers aus Weimar hat der Eine oder Andere schon mal gesehen. Aber wer kennt die Klecksografie eines schwäbischen Mediziners und Liedermachers?
Die Bilder von ihm, d.h. gefaltetes Papier mit Tintenklecksen drauf haben es mir angetan. Mit einer unverfrorenen Neugier arbeite ich von Zeit zu Zeit an solchen Faltbildern. Manche entstehen ohne grosses Dazutun, Andere rufen nach weiterer Behandlung mit Pinsel und Farbe.
Ich sehe in diesem Bild die weibliche Urkraft. Das Voluminöse, die feinen Details in den Farbtönen. Das Weiter daran Arbeiten wird überflüssig.
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