Verlorene Illusionen – Von Honoré de Balzac
Der Autor erzählt in seinem epischen Meisterwerk die unglaublichen Erlebnisse des ebenso ehrgeizigen wie labilen Provinzpoeten Lucien Chardon, dessen Illusionen in Paris zunichte gemacht werden. Als doppelt Geschlagener kehrt er reumütig in seinen Heimatort zurück. Das Werk hat unverkennbar autobiographischen Charakter. Honoré de Balzac (1799-1850) war sechzehn Jahre alt, als er aus der Vendome nach Paris kam. Seine Herkunft aus einer Welt, in der noch Ruhe und Ordnung herrschten, hat seine Neugierde für das, was in Paris vor sich ging, wohl ebenso angestachelt wie die ihm zunächst aufgezwungene, späterhin freiwillig von ihm beibehaltene Rolle des Außenseiters, der sich allerorten vor verschlossenen Türen sah. Die chaotischen Verhältnisse während des Umbruchs vom Feudalismus zum Kapitalismus, das aller Moral Hohn sprechende Gesetz, unter dem die Menschen ihren Existenzkampf ausfochten, weckten das geradezu naturwissenschaftliche Interesse, mit dem er beobachtete und darstellte. – https://archive.org/details/verlorene_illusionen_1970
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