Stalin - Eine marxistische Biografie - Kapitel 2 - Audiobook

Stalin - Eine marxistische Biografie - Kapitel 2 - Audiobook

Gewinn- und Verlust-Lektüre
mit Update am Morgen
Zu meiner politischen Biografie gehört das Aufwachsen als Linksliberaler. Das Grundsatzprogramm meiner Jugendorganisation Jungdemokraten setzte sich kritisch mit den marxistischen Denkansätzen des historischen und dialektischen Materialismus auseinander. Aber nicht feindlich. Immerhin wurde der Materialismus zur Kenntnis genommen. Aber wo ist er hin? Diese Frage stellt sich, weil seine herrschenden Protagonist*inn*en nicht nur fahrlässig, sondern in weiten Teilen schändlich mit ihm umgegangen sind. Was bleibt? Und was sollte bleiben?
Die Antwort bekommen Sie hier von mir nicht. Aber ich lasse Sie gerne an meiner Spurensuche teilhaben. Deutschland ist für dieses Thema ein besonders schwieriges Pflaster. Eine erfolgreiche Revolution hat es hier nie gegeben. Entsprechende Erfahrungen: NULL. Als Lehrmeister ist das Herkunftsland von Marx und Engels also denkbar ungeeignet. Das wussten die beiden selbst am besten. Und sind zu ihrem Glück rechtzeitig gestorben. So mussten sie nicht erleben, was deutsche Sozialisten und Kommunisten mit ihrem Erbe anstellten: die furchtbarsten Niederlagen, die die Menschheit in ihrer Geschichte jemals erlitten hat. Unter deutscher Führung.
Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland
Unter Anleitung der alliierten Sieger sollte Deutschland danach Demokratie erlernen: bürgerliche im Westen, sozialistische im Osten. Was daraus wurde, wissen wir Zeitgenoss*inn*en heute besser, als uns lieb ist. Was lernen wir daraus?
Deutsche Linke schworen mehrheitlich linker Politik ab. Die es nicht taten, verlängerten die tödliche Feindschaft aus der Weimarer Republik gegen “verräterische Reformisten” in die Nachkriegszeit und begaben sich freiwillig in die geradewegs in intellektuelle Saturiertheit und Isolation führende materielle Abhängigkeit von DDR und UdSSR (noch Dümmere bevorzugten Maos mörderische kulturrevolutionäre VR China oder gar Albanien). Ihr intellektuelles Rüstzeug wurde mit ihren Organisationen geradewegs mitbeerdigt. Seine widerwärtigsten Teile leben nach systemadäquater Umettikettierung –“Konvertiten sind immer die Schlimmsten” – heute in so mancher TV-Talkshow als Denkpanzer weiter. Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland.
Der Verlag des folgenden Autors weiss was davon. 1987-90 war ich im Hinterhof seines damaligen Kölner Verlagssitzes im Zollstocker Gottesweg, gegenüber der LKW-Einfahrt zum Güterbahnhof Köln-Eifeltor, berufstätig – auf Kosten der DDR.
Christian Hofmann/Jacobin weist auf einen britischen Linken hin, den ich in der Tat persönlich noch nie zur Kenntnis genommen habe, obwohl der schon 1976 etwas publizierte, was ich instinktiv – ich siedelte vom Ruhrpott gerade nach Bonn über, um hier meinen Zivildienst zu beginnen – recht ähnlich sah. Der Gute heisst Perry Anderson und lebt als steinalter Mann noch. Und hier Hofmanns kritische publizistische Wiederbelebung:
“Das Problem mit dem »westlichen Marxismus« – Perry Andersons klassische Schrift »Über den westlichen Marxismus« wird in Deutschland kaum gelesen. Dabei wäre sie ein Schlüsselwerk, um die Akademisierung der Linken zu verstehen und wieder von ihr loszukommen.”
Welch ein Kontrast zu der politischen Depressions-Lyrik eines Roberto De Lapuente/overton, der aus dem Schicksal der gescheiterten Ampelregierung und einem von ihm straff inhaltlich verkürzten Interview eines zum Medienkonzern Ippen gehörenden Mediums mit dem weisen alte Mann Richard Sennett messerscharf ableitet: “Die Linke? Gibt es nicht!” Warum schreiben über ein Thema, das es garnicht gibt? Fragen Sie in Frankfurt.
Update am Morgen
Der weise Mann beim Spiegel
Erneut paywallfrei Christian Stöcker: “US-amerikanische Annexionspläne: Es sind Oligarchen und Tech-Bros, die nach Grönland greifen – Nicht nur der US-Präsident scheint besessen von der Insel Grönland. Superreiche Trump-Großspender haben eigene Pläne, bis hin zu antidemokratischen Pseudoutopien.”
Wenn Sie dieses Thema vertieft studieren möchten, gehen Sie weiter zu Ben Müller/Informationsstelle Militarisierung: “Grönland im Fokus – Drohende US-Übernahme ‘auf die ein oder andere Art'”.
Dä. Materialismus – jetzt du!
Das Ende der Vernunft.
Ich glaube, dass der größte Fehler der historischen Materialisten und kommunistischen Vordenker war, Nietzsche nicht ernst zu nehmen und Dostojewski nicht gelesen zu haben. Ich halte die ökonomische und gesellschaftspolitische Analyse nach wie vor für brillant. Und würde man heute mal ohne Scheuklappen Rosa Luxemburg lesen (was zugegebenermaßen schwierig ist, weil man sich durch all die parteikommunistische Selbstbefriedigung kämpfen muss), dann würde man viel lernen über die Welt, wie sie heute ist. Kommunismus ist jetzt selbst historisch. Den gibt es nicht mehr und wird es nie mehr geben. Aber es ist Wissen der Menschheit. Und wir vergeben es im Moment, weil wir kranken Antikommunisten folgen. Reaktionäre sind nie gute Ratgeber. Historisch materialistisches Denken ist die konsequente Weiterführung Hegels und eine der höchsten Formen der europäischen Aufklärung. Auf jeden Fall besser, als seine politische Bildung von YouTube zu beziehen.
https://word.undead-network.de/2026/01/16/das-ende-der-vernunft/
#dostojewskij #hegel #HistorischerMaterialismus #Kommunismus #Luxemburg #philosophie #vernunft
https://archive.org/details/die-theorie-als-waffe
Die Theorie als Waffe. Der revolutionäre Befreiungskampf in den portugiesischen Kolonien Afrikas by Amílcar Cabral; Peter Meyns; Wolfgang Schwiedrzick
Topics
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Inhalt:
Vorwort
Amilcar Cabral, Grundiagen und Ziele der nationalen Befreiung in Bezug auf die Sozialstruktur
Der nationale Befreiungskampf in Guinea (B) und auf den Kapverdischen Insein
Wichtige Literatur
Inhalt:VorwortAmilcar Cabral, Grundiagen und Ziele der nationalen Befreiung in Bezug auf die SozialstrukturDer nationale Befreiungskampf in Guinea (B) und auf...
Angehängt: 1 Bild hinter dem 7. Türchen verbirgt sich ein moderner Klassiker zum Einstieg in den historischen Materialismus: E.A. RAUTER: VOM FAUSTKEIL ZUR FABRIK Rauters Buch, das 1977 erschien, ist ein Lehrbuch der Methode, den Lauf der Geschichte zu betrachten, die von Marx und Engels entwickelt wurde – dem historischen Materialismus. Was beim ersten Hören kompliziert erscheint, ist in keiner Weise akademisch. Der Autor setzte sich zum Ziel, komplexe Inhalte klar und verständlich darzustellen,