Freitag - Ein halber Tag im Büro lohnt sich ja auch kaum. Computer einschalten, Kaffee, Neuigkeiten zur Kenntnis nehmen, Kaffee, ein paar kleine Gespräche, Kaffee, und dann ist der Arbeitstag auch schon rum. Warum auch nicht?
Der Nachmittag ist dafür umso ereignisreicher. Der Buchladen unseres Vertrauens hat ein paar neue Bücher für meine beste Ehefrau von allen und mich, und dann auch noch seit neuestem eine kleine, feine Auswahl köstlicher
#vinyl Scheiben. Eine davon (Hans Zimmer! 🎵) adoptiere ich vom Fleck weg. Ich hoffe, dass die Auswahl noch ein bisschen größer wird, was unweigerlich einige Verschiebungen in meiner finanziellen Hemisphäre nach sich ziehen wird. Ich bin gespannt. Dann unternehme ich einen weiteren Versuch, die neue Grafikkarte zur Arbeit im heimischen Rechenknecht zu bewegen, und siehe da! Sie funktioniert anstandslos. Was eventuell an dem Hammer liegen könnte, der, rein zufällig natürlich, direkt neben dem PC-Gehäuse lag. Zu guter Letzt reinige ich neun der 16 alten, geretteten Schallplatten inklusive Cover, so gut es eben geht. Von jeder Platte entferne ich mehrere Schichten Fett und genug Nikotin für 'ne Schachtel Zigaretten. Wie neu sehen sie nun nicht aus, aber besser als vorher allemal.
#amEndedesTages werte ich den Test der neuen Grafikkarte als Erfolg. Jetzt geht es analog weiter - Buchseiten blättern, und ein kleiner Drink auf dem Sofa. Ist ja Wochenende!
Morgen vormittag kommen die Möbel für meinen Vater. Dann wird der Inbus-Schlüssel geschwungen und Ikea gepuzzelt, bis der Arzt kommt! Ich freu mich drauf!
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 104.
Donnerstag - was für ein Glück! Die Systeme laufen wieder, es wird ruhiger im Büro. Der wöchentliche Vortrag läuft technisch sauber (meine Datenbank funktioniert ohne Mucken), methodisch etwas holprig. Nicht jeder kann gut frei sprechen. Das ist nunmal so.
Der Rest desTages läuft wie von selbst. Ich habe sogar Zeit, mich ein wenig mit
#libreoffice_base zu beschäftigen, um vielleicht hier meine Vinylsammlung zu katalogisieren.
Später im eigenen Heim widme ich mich den 16 alten
#Vinyl Platten. Die ersten Cover werden entstaubt und so gut es eben geht auch gereinigt. Die Platten selbst werden gründlich gewaschen und getrocknet, auch sie voller Staub und Dreck.
Es riecht nach altem Karton, staubigem Papier und leider auch nach kaltem Nikotin. Der Vorbesitzer war starker Raucher... Und der gestrige Neuerwerb will auch noch bewundert werden: Sade (The Best of...), a-ha (Minor Earth | Major Sky) und R.E.M. (Automatic for the People) stehen nun auch im Plattenschrank.
#amEndedesTages versenke ich mich wieder im Roman, nachdem ich gestern dafür schlicht zu müde war. Ich will doch wissen, wie es weitergeht. Das ganze natürlich auf dem Sofa, neben der besten Ehefrau von allen.
Morgen nur ein halber Tag im Büro, wo ich hoffentlich ein paar Ideen testen kann, um ständig wiederkehrende Abläufe zu automatisieren.
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 105.
Mittwoch - Das Update über Nacht im Büro ist offenbar gründlich in die Hose gegangen. Jedenfalls läuft gut die Hälfte unserer Systeme nicht, und somit sind auch viele Kollegen heute quasi ohne sinnvolle Beschäftigung. Entsprechend laut wird es im Büro, weil man genug Zeit hat, um jede Menge Unsinn zu reden. Jeder ist wichtiger als der andere, jeder weiß es besser, jeder hat was beizutragen und jeder ein bisschen lauter, damit er auch von allen gehört wird. Für einen Menschen wie mich, der die Stille vorzieht, eine Qual...
Es dröhnt in meinen Ohren, als ich auf dem Weg nach Hause bin, und leider wird es über die Zeit auch nicht viel besser.
Aber immerhin können wir die letzten organisatorischen Schritte für unseren kleinen Urlaub unternehmen, und uns bleibt jetzt nichts weiter, als uns auf ein paar Tage im Süden zu freuen.
#amEndedesTages rauschen die Ohren noch immer - leiser zwar, aber immer noch nervig. Ich hörte einmal von schalltoten Räumen, in denen es noch niemand länger als 45 Minuten ausgehalten hat. Ich wäre bereit, mich für eine Weile in einem solchen Raum einzuschließen. Und dann muss ich nur noch die Stimmen im Kopf zum Schweigen bringen...
Morgen läuft hoffentlich wieder alles, sonst wird es wieder sehr laut. Daumen drücken!
Letzte Amtshandlung: ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 106.
Dienstag - Eigentlich hätte ich mich heute um unseren Besuch im Büro kümmern sollen. Aber das übernehmen zwei Kollegen, und so habe ich reichlich Zeit, mit meinem Nachfolger kleine Probleme zu lösen und neue Ideen für meine Datenbank zu entwickeln. Das Gespräch ist ausgesprochen fruchtbar und resultiert in einer neuen Funktion und etwas leichterer Bedienung der Datenbank. Insofern also ein erfolgreicher Tag. Der sich zuhause leider nicht gar so erfolgreich fortsetzt. Meine für heute angekündigte Vinyl-Lieferung verspätet sich leider um einen Tag, und die neue Grafikkarte weigert sich beharrlich, mit dem Betriebssystem zu reden. Also wird die alte nochmal reaktiviert, bis ich eine Lösung für das Problem gefunden habe. Vielleicht steige ich auf KDE Neon um...
Dazwischen gibt es Gespräche über Zugfahrten, Wallboxen und ein passendes E-Auto. Da scheint sich wohl was anzubahnen...
#amEndedesTages hat der olle Rechenknecht Glück, dass er noch nicht brennt. Ich schalte den Kasten aus und widme mich meinem Buch. Das beruhigt.
Morgen steht erstmal nichts auf dem Plan. Die Woche wird deutlich ruhiger, als ich befürchtet habe. Hoffentlich kommen die Vinyls morgen wirklich....
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 107.
Montag - Der baldige Ruhestand macht sich (wieder) bemerkbar. Wie bei uns Uniformierten üblich, gibt es eine Reihe von Belehrungen, Einweisungen und wasweißichnochalles, damit auch jeder ausreichend informiert ist und man dem Dienstherrn keinen Vorwurf machen kann. Immerhin bin ich zumindest am Vormittag nicht im Büro, und danach auch nur körperlich anwesend. Leicht verdientes Geld heute, obwohl ich anderes erwartet habe. Aber die Woche ist ja noch jung.
Highlight des Tages sind Enya, Carl Douglas, Nina Hagen, BAP, Ideal, Kuschelrock, Talk Talk, alphaville, Marius Müller-Westernhagen, Heinz Rudolph Kunze, Lisa Stansfield, Sting, Simon and Garfunkel, Joe Cocker und Barry White, deren Alben ich vor der sicheren Vernichtung wegen Haushaltsauflösung retten kann. Alle Cover sehen nicht mehr so toll aus (der Besitzer war ein starker Raucher, und die Alben sind schon ein paar Jahrzehnte älter), aber die Vinyls sind allesamt noch schwarz, glatt (bis auf die Rillen) und in einem ordentlichen Zustand. Ein bisschen reinigen, ein wenig kleben, und dann sehen sie wieder gut aus, denke ich.
#amEndedesTages schleiche ich durch das Internet auf der Suche nach einer bezahlbaren Grafikkarte. Meine Nvidia 2060 scheint die Luft auszugehen....
Morgen kommt Besuch ins Büro. Ich muss zwar nicht vortragen oder unterrichten, aber unruhig wird es wohl trotzdem. Mal sehen, was da auf uns zu kommt.
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 108.
Freitag - Man kann sich natürlich den ganzen Vormittag über Spritpreise, Präsidenten und Inflation aufregen. Oder man macht es wie ich: Ich mache meine Arbeit, höre dem Gejammer gar nicht richtig zu und freue mich auf das Wochenende. Ich kann es doch eh nicht ändern... Und meine Laune ist auf jeden Fall besser als die des Kollegen.
Der Nachmittag macht sowieso viel mehr Spaß. Wir haben bei einem Jubiläum eines Ladens ein paar Kleinigkeiten gewonnen, und ich habe mir einen neuen Kugelschreiber geleistet. Ich mag Kugelschreiber! Er war nicht teuer, aber er hat eine feine Mine, statt der sonst üblichen mittleren Stärke. Und das freut mich tierisch.
#amEndedesTages werde ich literarisch zum Wikinger. Salman Rushdie muss warten, bis ich wieder mehr Muse zu seiner Art zu schreiben habe. Das Sofa ist gemütlich, der Wecker ist ausgeschaltet, und ich freue mich auf ein warmes Bett und einen langen Schlaf.
Morgen gibt es genug zu tun. Wäsche, Fenster putzen und ein bisschen Papierkram, aber alles mit Ruhe und Gelassenheit.
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 109.
Donnerstag - wie können Nächte nur so kurz sein? Ich taumle halb blind und dreiviertel schlafend durch das Haus und suche Kaffeemaschine, Bad und Rüstung. In dieser Reihenfolge. Die Fahrt durch einen ebenso frühen wie kalten Morgen macht mich einigermaßen wach. Jedenfalls finde ich unfallfrei an meinen Arbeitsplatz. Der Rest des Arbeitstages ist von Höhepunkten geprägt. Der wöchentliche Vortrag ist heute dank eines sehr gut vorbereiteten Vortragenden ein beeindruckendes Ereignis, das auch vom Chef entsprechend gewürdigt wird. Und ich kann heute die Ausbildung meines Nachfolgers beinahe abschließen. Ich habe ihm alles gezeigt, was er braucht. Nun fehlt nur noch etwas Übung und eigene Erfahrung, dann kann ich dieses Kapitel schließen. Was meine Datenbanken angeht, kann ich also beruhigt in die Pension gehen. Über Vortrag und Ausbildung kommt die Zeit an der frischen Luft ein bisschen zu kurz, aber es ist ja bald Wochenende.
Der Nachmittag vergeht schnell zwischen Telefongesprächen, Planungen für den nächsten Einkauf und der Erstellung von Tu-Du-Listen für das Wochenende. Wir bleiben beschäftigt!
#amEndedesTages muss ein neues Buch her. Das aktuelle ist mir heute einfach zu schwer und wird später weitergelesen.
Und heute gehe ich früher ins Bett! Ich hab's meinem Körper versprochen!
Morgen wird der nächste wöchentliche Vortrag vorbereitet. Trotz einer wirklich hervorragenden Vorstellung muss hier und da noch ein bisschen geschraubt werden, denn der Arbeitsaufwand zur Vorbereitung ist noch zu hoch. Wir haben ja auch noch anderes zu tun....
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 110.
Mittwoch - erstes Tageslicht schaut sich heute früh in der Gegend um, als ich ins Büro fahre, und beschließt zu bleiben. Ich bin froh, dass die Tage länger werden....
Im Büro ist es heute ziemlich umtriebig. Drei Stunden lang unterhalte ich eine Besuchergruppe, erkläre, demonstriere, diskutiere und rede mir den Mund fusselig. Ab Mittag erfülle ich noch ein paar Sonderwünsche, störe eine Sprachprüfung ("Tschulligung." "In english, please!" "Äh, ja... does me sorry.") und bekomme die jährliche Belehrung zu den Themen Grundrechte, Datenschutz und Strafgesetz. Aber das Highlight war die kleine Truppe, die seit heute den geplanten Fahrradunterstand mit E-Ladeplatz auf dem Hof baut: Die Einrichtung der Baustelle beginnt mit dem Bauwagen und dem Gasgrill, der gewissenhaft aufgebaut wird. Folgerichtig riecht es zur Mittagszeit nach Bratwurst und Steak. Harte Arbeit braucht schließlich gutes Essen! Für die Bauarbeiter - nicht für mich...
Der Arbeitstag ist lang heute, und deshalb fällt der heimische Nachmittag irgendwie aus.
#amEndedesTages fühle ich mich dann doch ein wenig ausgelaugt. So lange und viele Vorträge bin ich gar nicht mehr gewohnt... Das Sofa macht heute einen seeehr gemütlichen Eindruck. Und vielleicht schlafe ich ja nicht sofort über meinem Buch ein.
Morgen erlebe ich meinen nächsten Chef vielleicht mal in Aktion. Mal sehen, mit wem ich es da zu tun bekomme. Und dann geht es mit der Ausbildung weiter. Dazu bin ich heute gar nicht mehr gekommen. Langweilig wird es jedenfalls nicht.
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 111.
Dienstag - der sich irgendwie wie Montag anfühlt. Was ich mir gestern noch für heute vorgenommen habe, bleibt bis mindestens mal morgen liegen. Erst beschließt die Maus des Computers, mir den Tag mit zufälligen Doppelklicks zu versauen. Die Folge davon ist, dass eine meiner Datenbanken diverse Datenquellen verliert, weil das zuständige Programm ausgesprochen empfindlich auf die falsch platzierten Doppelklicks reagiert. Für Fehlersuche und -behebung geht beinahe der ganze Tag drauf. Immer wieder rege ich mich über eine Maus für zwofuffzich Euro an einem 2000-Euro PC auf. Erst eine eigentlich viel zu heftige Prügelei auf dem Schreibtisch bringt die Maus zumindest für den Moment zur Vernunft. Dafür steht mein Puls heute bei stetigen 180. Na, danke!
Der Nachmittag verläuft deutlich friedlicher. Die nächste Klassenfahrt des Erben des Imperiums kündigt sich an, und wenn die Vorzeichen anhalten, dann geht es wohl nach Spanien. Ich bin gespannt. Die Tochter hadert derweil ob neuer Klammer mit dem Schicksal, aber bald ist sie das Ding hoffentlich wieder los.
#amEndesdesTages erfreuen wir uns der neuen Kissen auf dem Sofa, lesen unsere Bücher und genießen die Ruhe.
Morgen liegen drei Stunden Vorträge vor mir. Ich rede, viele Leute hören zu. Zur Ausbildung werde ich wohl nicht kommen. Nun, ich bin vorbereitet, und wenn alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, brauche ich kein Powerpoint, sondern nur meine Stimme.
Letzte Amtshandlung: Ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 112.
Montag - nach einem doch eher anstrengenden, wenn auch schönen Wochenende ist die Fahrt zur Arbeit reine Erholung. Seit Tagen die erste Zeit, in der ich allein mit mir und meinem Kopf bin. Gedanken werden sortiert und ihrer Wichtigkeit nach in eines der Regale in meinen Gedankengängen gestellt. Es ist erstaunlich, wie viele Gedanken ziemlich weit hinten ihren Platz finden...
Im Büro das übliche Chaos. Einer neuer Chef stellt sich vor und orientiert sich, lernt uns und unsere Arbeit kennen. Mein Nachfolger im Amt scheitert mit Schwung an einem der Programme, mit denen ich arbeite. Wir versuchen es morgen noch einmal. Ein anderer hat unvereinbare Wünsche, die bitte sofort (oder besser noch bis gestern) erfüllt werden möchten. Die Enttäuschung in seinem Gesicht ist a) sichtbar und 2) unbezahlbar. Und dazwischen viel Geschnatter, viel Geplapper und die Vorbereitung auf die nächste Besuchergruppe, die uns beehren wird. Es wird nicht langweilig.
Am Nachmittag habe ich endlich die Gelegenheit, etwas Ruhe zu genießen. Natürlich, die Gespräche mit der Familie über den Tag dürfen nicht fehlen, aber danach dürfen sich meine Ohren ausruhen. Stille wird oft unterschätzt...
#amEndedesTages mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich und nehme das Buch zur Hand, das in den letzten Tagen doch sehr vernachlässigt wurde. Zeit zur Regeneration.
Morgen ein zweiter Versuch, ein Programm zu vermitteln, für das ich selbst mehrere Anläufe gebraucht habe. Und dann kommt ja auch schon die nächste Gruppe, die bespaßt werden will...
Letzte Amtshandlung: ein Tag wird
#gestrichen - bleiben noch 113.