🚹🚺 Aus aktuellem Anlass möchten wir nochmals auf unser Interview mit dem Biologen Dr. Colin Wright verweisen. Es geht um das biologische #Geschlecht:

Warum eine einfache biologische Tatsache zu einem der umstrittensten Themen unserer Zeit geworden ist – auch unter Skeptikern. 👇

https://www.gwup.org/skeptiker-artikel/sonstiges/eine-realitaet-zwei-geschlechter-und-viele-endlose-debatten/

Eine Realität, zwei Geschlechter – und viele endlose Debatten ... | Sonstiges | GWUP e. V.

GWUP - Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. - Der Evolutionsbiologe Colin Wright diskutiert die Wissenschaft des biologischen Geschlechts und erklärt, warum eine einfache biologische Tatsache zu einem der umstrittensten Themen unserer Zeit geworden ist – auch unter Skeptikern.

GWUP e. V.

Im f*mz Hamburg: Daniel Schiano und Cornelia präsentierten ihr integriertes Modell geschlechtlicher Vielfalt. Menschliche Geschlechtsdimorphie beschreibt biologische Tendenzen, bildet aber keine starren Kategorien. Geschlecht ist ein multidimensionaler Raum, in dem Biologie, Psyche und soziale Faktoren komplex interagieren. Der gelungene Abend zeigte kritisch, wie Vielfalt stärken statt regulieren kann. Ein wichtiger Impuls für die politische Praxis!

#lgbtq #Geschlecht #Vielfalt #Fmz #queer

Medizin - Tag der Frauengesundheit: Bundesgesundheitsministerin Warken fordert mehr Fokus auf Geschlechterunterschiede

Zum heutigen Internationalen Tag der Frauengesundheit hat Bundesgesundheitsministerin Warken gefordert, einen stärkeren Fokus auf die medizinischen Belange von Frauen zu legen.

Die Nachrichten

Ich bin #trans und habe #angst
Wir #transpersonen, #nonbinarys und #Interpersonen in #deutschland mĂĽssen uns etwas ĂĽberlegen.

Ich habe vor zwei Jahren meinen Vornamen mit dem #SBGG geändert und wir müssen unsere Leben für den Fall einer rechtsextremen Regierung durch #fckafd schützen.

Unser #Geschlecht, #Hormone und #Vornamen dürfen nicht davon abhängen, welche Partei Deutschland regiert.
Vielleicht können wir durch eine Petition oder Klage am BVG was erreichen ?
#trans #lgbtqrights

Alpha Male - Held der Konkurrenz

https://transit-magazin.de/alpha-male/

Weshalb eigentlich ist die Idee des Alpha-Mannes fĂĽr immer mehr Mitmenschen so attraktiv? Weswegen wollen sie ihre zwischenmenschlichen bis intimen Beziehungen genau danach ausrichten? Was ist der Alpha-Mann also?

#Maennertag #Maennlichkeit #Feminismus #AlphaMale #Gender #Geschlecht

Alpha Male - Transit Magazin

Dass es sich bei Geschlechterrollen um Konstruktionen, um nichts Naturgegebenes handelt, das ist in der Allgemein­heit angekommen. Eigentlich geht (fast) jede:r mittler­weile und selbstverständlich davon aus. Wenn es noch einen Streit darüber gibt, dann in der Regel um die Frage, ob diese oder jene Rolle sich mit der Gesellschaft ver­trägt. Auch die Konservativen bis Völkischen

Transit Magazin - Debattenmagazin fĂĽr Halle und Umgebung

Marginalisierte Männlichkeiten ...und die Gefahr ihrer Ethnisierung

https://transit-magazin.de/marginalisierte-maennlichkeiten/

In den letzten Jahren haben Debatten über junge Männer in urbanen Räumen in Deutschland neue Schlagworte hervorgebracht. Während es früher auf Klasse schielend um ›Prolls‹ ging, war zuletzt die Rede von ›Talahons‹ – ein bestimmter Habitus aus körperlicher Präsenz und provokativer Selbstinszenierung, zumeist kulturell-ethnisch bestimmt.

#Maennertag #Feminismus #Gender #Geschlecht #Maennlichkeit

Marginalisierte Männlichkeiten - Transit Magazin

In den letzten Jahren haben Debatten über junge Männer in urbanen Räumen in Deutschland neue Schlagworte hervorgebracht. Während es früher auf Klasse schielend um ›Prolls‹ ging, war zuletzt die Rede von ›Talahons‹ – ein bestimmter Habitus aus körperlicher Präsenz und provokativer Selbstinszenierung, zumeist kulturell-ethnisch bestimmt. Dieser Text von Ronny M. erschien zuerst in der CORAX-Programmzeitung

Transit Magazin - Debattenmagazin fĂĽr Halle und Umgebung

Ich stehe vorm Spiegel und denke betroffen:
Wie kann ein Volk Goethe und Schiller erschaffen
und dann fĂĽr das Ding zwischen meinen Beinen
nur Wörter erfinden, die klingen wie Weinen?

Der „Pimmel“ klingt nach Kasper im Zirkusverein.
Der „Schwanz“ eher nach Dackel mit Leckerli daheim.
Der „Lümmel“ trägt Sandalen und hustet im Flur.
Beim „Johannes“ denk ich an Steuerformular pur.

Und jedes Mal schäme ich mich ein kleines Stück mehr,
denn nichts klingt nach Leidenschaft, Sehnsucht oder Begehr.
Die Franzosen klingen sĂĽndig, die Italiener wie Wein.
Nur wir Deutschen sagen Wörter wie Hausmeisterverein.

#Humor #Lyrik #Philosophie #Schreiben #Geschlecht #1Pimmel

Heute an der Kasse vor mir eine Person, deren Geschlechtsausdruck (Gesicht, Frisur, Kleidung, Stimme, Körperbau, Gestik...) weder eindeutig männlich noch weiblich zu lesen war.

Und nein, es stört mich nicht. Ich will auch gar nicht wissen, ob diese Person "Mann oder Frau" ist. Vielleicht nichtbinär oder agender, völlig egal. Es ist nicht meine Sache.

https://www.luluas-cafe.de/blog/mann-oder-frau

#Geschlecht #Geschlechtsausdruck #Gender

Lulua’s Café – „Mann oder Frau?“

Gedanken zur häufig gestellten Frage, ob sich unter dem Schleier eine Frau oder ein Mann befindet

Neulich in der Bahn: sitze hinter 2 jungen Leuten, 1x männlich gelesen, 1x weiblich/enby gelesen, ungefähr im selben Alter, Anfang 20.
M: "Ich gehe lieber nachts spazieren. Da ist es kĂĽhler."
W: "Würd ich auch gern. Aber als Frau ist es nachts einfach zu gefährlich."
M: "Ach, setz einfach dein Käppi auf, dann passt es schon."
W: *Augenrollen und tiefes Einatmen*

Mein erster Gedanke: "Uff, schon wieder so ein previligiertes Männlein, das die Ängste von Frauen* ignoriert." Gleich mit Augen gerollt und Kopf geschüttelt. Beinahe mich eingemischt.

Später habe ich nochmal darüber nachgedacht. Die Person sah relativ androgyn aus, hatte eine Regenbogenflagge am Rucksack hängen und ja, mit dem Käppi könnte sie* schon als Mann gelesen werden. Mein erster Gedanke muss nicht falsch gewesen sein, aber vielleicht war es ja auch ein Kompliment. Dass sie* sich als Frau bezeichnet hat, muss nicht bedeuten, dass sie* sich nicht als nicht-binär oder Mann identifiziert (war halt ein voller Zug). 🤔

#Geschlecht #Mann #Frau #weiblichgelesen #enby #androgyn #Feminismus #Geschlechtsidentität #männlichgelesen #nachdenken #doppeldeutung #interpretation

Dialog zu «Inside the Manosphere» – Noe

Die Doku, die einen Trend trifft

Louis Theroux, Investigativ-Journalist und Dokumentarfilmer, ist dafür bekannt, in Subkulturen einzutauchen, um Zuschauer:innen möglichst authentische und ungefilterte Einsichten zu ermöglichen.

Das hat er auch in seinem neusten, im März 2026 erschienenen Dokumentarfilm «Inside the Manosphere» auf eindrückliche Weise getan. In den 91 Minuten des Films begleitet er vier erfolgreiche Influencer, die im losen, vorwiegend antifeministischen Online-Netzwerk Inhalte produzieren.

Die eingeblendeten Schnipsel der Inhalte dieser Influencer, wie auch die Interviews, die Theroux führt, zeigen, wie abscheulich die Weltsichten und Werte sind, die in dieser Sphäre geteilt und reproduziert werden:

Frauenfeindlichkeit, Körperkult, Materialismus, Statusgier, Finanzscams, Verschwörungstheorien und Antisemitismus sind gang und gäbe.

Immer wieder taucht während des öffentlichen Filmens die andere Gruppe auf, die die Maschinerie «Manosphere» auf Hochtouren laufen lässt: die jungen Männer und Teenager, die die Inhalte konsumieren.

Von den Fans im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sind lautstarke Begeisterung, nachgeplapperte Vulgarität und emotionserfüllte Danksagungen an die Influencer zu hören.

Das alles macht was mit uns. Janna und ich wollen uns in sich ergänzenden Blogposts dazu austauschen.

Das gespaltene Frauenbild der Manosphere

Dass Frauen in der Manosphere abschätzig behandelt und beschrieben werden ist den meisten Personen klar, die auch nur am Rande etwas von dieser «Bubble» des Internets mitbekommen haben.

Frauenfeindlichkeit ist das auszeichnende Element dieser Szene.

Aber wie tief die Beziehung dieser Männer zu Frauen tatsächlich gestört ist, wird in «Inside the Manosphere» durch das Aufdecken eines grundsätzlichen Widerspruchs eindrücklich offengelegt.

Einerseits: Radikale Objektifizierung und Verzweckung der Frau

Im Weltbild dieser Influencer herrscht vorerst mal eine radikale Objektifizierung der Frau. Immer wieder wird unmissverständlich klar gemacht:

Die Frau ist nur fĂĽr Sex zu gebrauchen.

Kontextualisiert wird diese Aussage mehrmals mit einer anderen: «Männer werden wertlos geboren. Wir müssen uns unseren Wert erarbeiten.» Bei der Frau sei das nicht so:

«Frauen sind wertvoll, weil sie Brüste und eine Vagina haben.»

Indem sie diesen «inhärenten Wert» – als begehrtes Sexobjekt – vermarkten, wird die Frau auch im finanziellen Sinne ein Mittel zum Zweck. Die Influencer umgeben sich mit Pornodarstellerinnen und Instagram-Models, bewerben die Inhalte dieser Frauen unter ihren männlichen Zuschauern und streichen dafür einen Teil der Einnahmen ein.

Gleichzeitig finden sie Frauen, die solche Inhalte produzieren – oder sexuell freizügige Frauen generell – verwerflich. Dass das im Widerspruch zu ihrem Handeln und ihren anderen Haltungen steht, scheint nicht weiter zu stören.

Andererseits: Die Mutter und die Freundin

Die tatsächliche radikalen Objektifizierung scheint allerdings zu bröckeln, sobald die Frauen ins Bild treten, mit denen eine tiefere Beziehung besteht:

die Mutter oder die Freundin.

Einer der erfolgreichen (23-jährigen!) Macho-Männer wird während einer Interaktion mit seiner Mutter gefilmt. Ihre Dynamik ist klar: Wenn sie etwas sagt, gehorcht er ihr. Er scheint sie zu respektieren, vielleicht auch ein wenig zu fürchten.

In anderen Kontexten wird sie ebenfalls erwähnt. Er gibt zu, dass sie seine Aussagen gegenüber Frauen und Homosexuellen nicht gut finden würde.

Er beschreibt sie als starke, aufrichtige Frau, die ihren Sohn allein erzogen und viel in ihn investiert hat.

Die Spannung zwischen seinem Frauenbild und dem Bild seiner Mutter bringt er selbst auf den Punkt, indem er sagt:

«Die meisten Frauen auf der Welt sind nicht wie meine Mutter. Die meisten Frauen sind dumm.»

Ein anderer Influencer, der zuvor selbstsicher von Polygamie und seiner einseitig offenen Beziehung sprach, schlägt im gemeinsamen Interview mit seiner Freundin andere Töne an.

Man merkt, dass sie seine Meinungen nicht ganz teilt und dass er Mühe hat vor ihr auf vorher Gesagtes zu bestehen. Es wirkt so, als würde ihm ihre Meinung wichtig sein. Als läge ihm mehr an ihr als bloss ihr Körper.

Vom selben Influencer kam vorher die Aussage: «Frauen sind wertvoll, weil sie Brüste und eine Vagina haben.»

Es scheint fast so, als könnten diese Männer die Menschlichkeit von Frauen nur dann erkennen, wenn sie in einem emotionalen Bezug zu ihnen stehen. Dass die sonstige Objektifizierung aber auch ihren intimen Beziehungen schadet, zeigt der Film deutlich auf.

Bei der Beziehung zwischen dem jungen Influencer und seiner Mutter scheint vieles mitzuschwingen, und der andere und seine Freundin haben sich gemäss Abspann nach den Dreharbeiten getrennt.

Was macht die Doku mit mir als Mann?

Der Film löst eine Vielfalt von Emotionen in mir aus. Bei den Inhalten, die gepostet werden: Schock, Übelkeit. Bei den Aussagen und Ausführungen der Influencer: Bedrücktheit, Trauer. Bei den kurzen Szenen, in denen sich die jungen Fans verletzlich zeigen: Trauer vermischt mit Empathie.

Wut empfinde ich keine. Wäre die aber nicht angebracht?

Die unglaublich abwertenden Aussagen dieser Männer sollten mich doch wütend machen?! Ich könnte sagen, in der Bedrücktheit sei nicht genug Kraft für Wut. Ich erahne aber, dass Scham dahintersteckt.

Sie sprechen von Männlichkeit. Sie beanspruchen sie sogar ausschliesslich für sich und für die, die dasselbe vertreten wie sie.

Schäme ich mich, weil ich nicht «Mann» genug bin, um dem Bild des starken, ambitionierten und konfrontativen Mannes zu entsprechen? Also weil ich diesen Typen überhaupt nicht ähnlich bin?

Oder ist es vielleicht das Gegenteil?

Schäme ich mich, weil ich ahne, dass diese Influencer nur die lauteste, vom Algorithmus ins Absurde verstärkte Version eines Verhaltens darstellen, von dem auch ich Spuren in mir trage? Also, weil ich diesen Typen nicht so vollkommen unähnlich bin, wie ich es gerne wäre?

Dieser Gedanke macht mir Angst, aber er drängt mich auch zum Handeln.

Übelkeit, weil die Posts noch abscheulicher sind als ich erahnte. Trauer und Bedrücktheit, weil die Ausführungen zeigen, wie maximal moralisch desorientiert viele heute sind und ein Tröpfchen Empathie für die jungen Männer, die sich in innerer Not als Blinde von Blinden führen lassen: Das genügt nicht.

Ich will Veränderung. Für mich, für die anderen und für uns alle. Es wird Zeit, etwas zu tun.

Im Geiste des Dialogs haben Janna und ich uns Fragen ausgedacht, die wir uns gegenseitig stellen wollen. Diese reichen vom Kontext der Doku bis hin zum übergeordneten Thema toxischer Männlichkeit und der Geschlechterdynamik unserer Zeit. Neben einem Video, in dem wir auf Schlüsselszenen der Doku «Inside the Manosphere» reagieren, haben wir auch eines gedreht, in dem wir unseren Dialog anhand dieser Fragen mündlich fortführen. Gerne könnt auch ihr in den Kommentaren auf unsere Fragen reagieren!

Fragen an Janna

Was denkst du, Janna: Was können wir gegen das Gedankengut der Manosphere und die wachsende Reichweite ihrer Inhalte tun – du als Frau, ich als Mann oder wir alle gemeinsam?

Findest du in der Doku auch ein verlockendes Lebensideal für junge Frauen, das bei genauerem Hinsehen jedoch irreführend oder gefährlich ist?

Was lösen die weiblichen Figuren die in der Doku vorkommen – Die Mutter, die Ehefrau, die Freundin oder die Instagram-Models – in dir aus?

Was macht es mit dir, wenn diese Doku mich zwar bedrückt, aber nicht wütend macht? Denkst du die Wut von Männern würden beim Angehen des Problems helfen?

Wie können wir, denkst du, jungen Männern, die sich an solchen Inhalten orientieren, eine andere Sicht auf die Welt anbieten – eine, die sie wirklich überzeugt?

 

Dieser Blogartikel und der von Janna Horstmann wurden als sich ergänzende Beiträge veröffentlicht.

Sonstige Artikel des RefLab aus demselben Themenfeld:

Zu «Tradwives» von Johanna di Blasi: Tradwives: gefährliche Hausfrauen

Zu Manosphere und jungen Männern von Noe Ziegler: Die Krise der Männlichkeit

 

Empfehlung fĂĽr zuhause: Die reformierte Kirche Muttenz hat ein Männer-Memory entworfen, dass Männern helfen sollte, untereinander in den Dialog zu treten. Kann auch zu einem kalten Bierchen gespielt werden 🍻! 

Das Beitragsbild wurde mit KI und anhand einer Vorlage von Justicon aus Envato generiert.

#Geschlecht #Männer #Netflix #SocialMedia