STILLE, Fergenvettel, fahr mich durch die Schnellen.
Wimpernfeuer, leucht voraus.
Aus: #Fadensonnen (1968)
STILLE, Fergenvettel, fahr mich durch die Schnellen.
Wimpernfeuer, leucht voraus.
Aus: #Fadensonnen (1968)
AUSGEROLLT dieser Tag:
der vieltausendjährige Teig
für den späteren
Hunnenfladen,
ein ebensoalter
Kiefer, leicht verschlammt,
gedenkt aller Frühzeit
und bleckt gegen sie und sich selber,
Huf-
schläge des Vorgetiers zum
Hefen-Arioso:
es geht, fladenschön-singbares Wachstum,
immer noch aufwärts,
ein schatten-
loser Geist, ent-
einsamt, ein
unsterblicher,
bibbert
selig.
Aus: #Fadensonnen (1968)
ENTSCHLACKT, entschlackt.
Wenn wir jetzt Messer wären,
blankgezogen wie damals
im Laubengang zu Paris, eine Augenglut lang,
der arktische Stier
käme gesprungen
und bekrönte mit uns seine Hörner
und stieße zu, stieße zu.
Aus: #Fadensonnen (1968)
DIE KOLLIDIERENDEN Schläfen,
nackt, im Maskenverleih:
hinter der Welt
wirft die ungebetene Hoffnung
die Schlepptrosse aus.
An den meerigen Wundrändern landet
die atmende Zahl.
Aus: #Fadensonnen (1968)
DIE WAHRHEIT, angeseilt an
die entäußerten Traumrelikte,
kommt als ein Kind
über den Grat.
Die Krücke im Tal,
von Erdklumpen umschwirrt,
von Geröll, von
Augensamen,
blättert im hoch
oben erblühenden Nein – in der
Krone.
Aus: #Fadensonnen (1968)
DIE HERZSCHRIFTGEKRÜMELTE Sichtinsel
mittnachts, bei kleinem
Zündschlüsselschimmer.
Es sind zuviel
zielwütige Kräfte
auch in dieser
scheinbar durchsternten
Hochluft.
Die ersehnte Freimeile
prallt auf uns auf.
Aus: #Fadensonnen (1968)
WER GAB DIE RUNDE AUS?
Es war sichtiges Wetter, wir tranken
und grölten den Aschen-Shanty
auf die große Sonnwend-Havarie.
Aus: #Fadensonnen (1968)
SCHLAFBROCKEN, Keile,
ins Nirgends getrieben:
wir bleiben uns gleich,
der herum-
gesteuerte Rundstern
pflichtet uns bei.
Aus: #Fadensonnen (1968)
IN DER EWIGEN TEUFE: die Ziegel-
münder
rasen
Du brennst ein Gebet ab
vor jedem.
Buchstabentreu, auf dem Notsteg,
stehen Hinauf und Hinunter,
den Mischkrug voll blasigen
Hirns.
Aus: #Fadensonnen (1968)