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Trump, Iran und Europas gefÀhrliche Illusion (Meinung)

Warum ich glaube, dass Europa der eigentliche Verlierer des geplanten Iran-Deals werden könnte.

Trump Iran Deal Europa Verlierer: Donald Trump steht vor seinem Iran-Deal. Europas Politiker jubeln. Ich meine: Es drohen erhebliche Risiken fĂŒr Europa, Israel und das Volk im Iran. – Meinung.

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Von Wolf Achim Wiegand (Bilder: KI)

Trump Iran Deal Europa Verlierer

Hamburg/BrĂŒssel (waw) – Ich staune ĂŒber die Euphorie, mit der zahlreiche europĂ€ische Staats- und Regierungschefs auf den Iran-Deal von Donald Trump reagieren. Endlich Frieden. Endlich Diplomatie. Endlich kein Krieg mehr im Nahen Osten.

Ja, die Erleichterung ist nachvollziehbar. Doch sie könnte sich als fataler Irrtum erweisen.

Denn wĂ€hrend in BrĂŒssel, Berlin, Paris und Madrid sowie beim G7-Gipfel in Évian die Sektkorken zu knallen scheinen, beschleicht mich ein anderer Gedanke: Europa könnte am Ende der eigentliche Verlierer dieses Abkommens sein.

Wer hat wen auf die Gleise geworfen?

Europas alte Illusion vom Frieden

Die Logik vieler europĂ€ischer Politiker ist simpel. Ein Waffenstillstand oder eine VerstĂ€ndigung mit Teheran bedeutet weniger Eskalation, weniger Unsicherheit auf den EnergiemĂ€rkten und weniger unmittelbare Kriegsgefahr. Doch genau diese kurzfristige Betrachtung hat Europa in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder in strategische Sackgassen gefĂŒhrt.

Der Iran ist nicht einfach ein gewöhnlicher Verhandlungspartner. Das Regime in Teheran hat seine Macht ĂŒber Jahrzehnte durch Repression im Inneren, Stellvertreterkriege im Ausland und die systematische UnterstĂŒtzung militanter Gruppen abgesichert. Wer glaubt, ein StĂŒck Papier werde diese RealitĂ€t grundlegend verĂ€ndern, verwechselt Hoffnung mit Strategie.

FĂŒr Europa ist die Gefahr besonders groß. WĂ€hrend die Vereinigten Staaten geografisch weit entfernt sind, liegt die EuropĂ€ische Union unmittelbar im Einzugsbereich jener Krisenregion, die von iranischen Machtprojektionen beeinflusst wird. Schon jetzt reichen die Mullah-Raketen bis zu uns.

Der sogenannte Iran-Deal ist eine sicherheitspolitische Katastrophe und ein beispielloser Verrat an der iranischen Bevölkerung
, wĂ€hrend die zentralen Sicherheitsinteressen Israels vollkommen ignoriert werden.– Kaum jemand sagt es so unverblĂŒmt wie der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter.

Erhalt des Systems garantiert

Europa lebt vom freien Welthandel. Nun scheint es, dass Teheran und seine VerbĂŒndeten die internationalen Schifffahrtsrouten im Nahen Osten weiter als geopolitisches Druckmittel einsetzen können. Damit bleiben Lieferketten, Energieimporte und die WettbewerbsfĂ€higkeit europĂ€ischer Unternehmen einem erheblichen Risiko ausgesetzt.

Ein Deal, der diese Gefahr auf den Seefahrtsrouten nicht beseitigt, schafft keine Sicherheit.

Sollte Teheran durch einen Deal wirtschaftlich gestĂ€rkt werden, dĂŒrfte ein erheblicher Teil der neuen Ressourcen nicht in Freiheit, Wohlstand oder Reformen fließen, sondern in den Erhalt des Systems. Europa könnte damit erneut den Fehler begehen, StabilitĂ€t mit Sicherheit zu verwechseln.

Teherans Ziele verschwinden nicht

Noch schwerer wiegt fĂŒr mich eine andere Frage: Was genau wird sich durch diesen Deal eigentlich Ă€ndern?

Nach allem, was bislang bekannt geworden ist, bleibt völlig offen, ob das Regime in Teheran seine strategischen Ziele tatsĂ€chlich aufgibt. Vieles spricht vielmehr dafĂŒr, dass der Iran auch kĂŒnftig an den FĂ€higkeiten festhalten wird, die ihn dem Besitz von Atomwaffen nĂ€herbringen könnten.

Ebenso wenig gibt es Anzeichen dafĂŒr, dass die FĂŒhrung ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr islamistische Stellvertreterorganisationen in der Region beendet: Hamas, Hisbollah, Huthi. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass die ideologische Feindschaft gegenĂŒber Israel plötzlich verschwunden wĂ€re.

Wenn aber Atomambitionen, Terror-Export und die Bereitschaft zur gewaltsamen Konfrontation mit dem jĂŒdischen Staat fortbestehen, dann stellt sich die Frage, welchen Preis Europa und Israel fĂŒr diesen vermeintlichen Frieden am Ende zahlen werden.

Verratenes Volk, verlorene Hoffnung

Besonders bitter erscheint mir das Schicksal jener Iranerinnen und Iraner, die in den vergangenen Jahren unter enormen persönlichen Risiken fĂŒr Freiheit und Demokratie gekĂ€mpft haben. Tausende wurden verfolgt, inhaftiert oder getötet – SchĂ€tzungen reden von 40.000 Opfern bei den Demonstrationen in diesem Jahr. Millionen Menschen haben Hoffnung in die Möglichkeit eines politischen Wandels gesetzt.

https://twitter.com/ISefati/status/2066571999900475657#

Nun wird genau diesen Menschen die Botschaft ĂŒbermittelt, dass geopolitische Interessen wichtiger sind als ihre Opfer.

Das iranische Volk hat einen hohen Preis bezahlt. Viele glaubten, die internationale Gemeinschaft wĂŒrde den Druck auf das Regime aufrechterhalten. Stattdessen könnte sie ihm nun neue wirtschaftliche Luft verschaffen. Die Menschen, die fĂŒr Freiheit demonstrierten, stehen womöglich erneut mit leeren HĂ€nden da.

Warum Israel den Deal fĂŒrchten muss

Auch Israel betrachtet den Deal ĂŒber die politischen Lager hinweg zu Recht mit Abscheu und Entsetzen. Nach allem, was in den vergangenen Jahren geschehen ist, fĂ€llt es schwer nachzuvollziehen, weshalb Jerusalem eine Vereinbarung begrĂŒĂŸen sollte, die dem iranischen Regime neue HandlungsspielrĂ€ume eröffnen könnte.

Die Gefahr besteht nicht darin, dass der Krieg endet. Die Gefahr besteht darin, dass die Ursachen des Konflikts unangetastet bleiben.

Israel hat immense politische, militÀrische und gesellschaftliche Belastungen getragen. Wenn am Ende ein Abkommen entsteht, das Teheran internationale LegitimitÀt verschafft, ohne dessen strategische Ambitionen dauerhaft einzuschrÀnken, könnte sich die Sicherheitslage Israels langfristig sogar verschlechtern. Ein eingefrorener Konflikt ist nicht automatisch ein gelöster Konflikt.

Trump handelt fĂŒr Amerika

Genau deshalb irritiert mich die fast reflexhafte Begeisterung vieler europĂ€ischer Politiker. Sie erinnert an jene Momente der europĂ€ischen Außenpolitik, in denen Wunschdenken die nĂŒchterne Analyse ersetzt hat.

Europa feiert möglicherweise einen diplomatischen Erfolg, dessen Rechnung erst spÀter prÀsentiert wird.

Donald Trump verfolgt dabei vor allem US-Interessen. Das ist weder ĂŒberraschend noch verwerflich. Seine AnhĂ€nger wĂ€hlten ihn nicht, um europĂ€ische SicherheitsbedĂŒrfnisse zu beachten. Sie machten das Kreuz fĂŒr ihn, weil er amerikanische Interessen durchsetzen sollte.

Europa könnte die Rechnung bezahlen

Umso erstaunlicher ist es, dass viele europÀische Regierungen so wirken, als hÀtten sie ihre eigenen Interessen aus den Augen verloren.

Denn wenn sich der Deal als brĂŒchig erweist, wenn der Iran wirtschaftlich erstarkt, wenn die Repressionsmaschinerie im Inneren weiterlĂ€uft und wenn neue sicherheitspolitische Risiken entstehen, dann werden die Konsequenzen nicht zuerst in Washington spĂŒrbar sein.

Sie werden Europa treffen.

Man darf dem Mullah-Regime nicht ĂŒber den Weg trauen. Es war, ist und bleibt ein verbrecherisches, diktatorisches System –, verantwortlich fĂŒr unermessliches Leid und Elend in der Region und weit darĂŒber hinaus. – Michael Roth, ehemaliger außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Deshalb halte ich den Jubel mindestens fĂŒr verfrĂŒht, wenn nicht fĂŒr naiv oder verlogen. Frieden ist immer besser als Krieg. Aber nicht jeder Deal schafft Frieden. Manche Vereinbarungen verschieben Konflikte lediglich in die Zukunft – und machen sie dort noch gefĂ€hrlicher.

Die Geschichte des Nahen Ostens ist voll von solchen Beispielen.

Europa sollte vorsichtig sein, bevor es das nÀchste Kapitel der unsÀglichen Nahost-Geschichte(n) als Erfolg feiert.

Trump Iran Deal Europa Verlierer

Trump Iran Deal Europa Verlierer

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Wie hoch schĂ€tzt Du die Gefahr des Iran fĂŒr Europa ein? Was meinst DU? Schreibe unten in die Kommentare —

#Atomprogramm #Außenpolitik #EUPolitik #europĂ€ischeUnion #g7 #Geopolitik #IranDeal #IranischeOpposition #MullahRegime #Nahostkonflikt #ProtesteEuropa #Teheran #Terrorismus #Trump #USA #WolfAchimWiegand

EU-Richtlinie: Dank eines Saar-Ministers – Marmelade darf ab heute Marmelade heißen (

Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa, Hannah Merk

)

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/heutiger-saar-minister-hat-den-begriff-der-marmelade-in-der-eu-veraendert_aid-149866591

#News #Saarlandnews #EUPolitik #SaarlandRegierung

Europas Besessenheit mit Israel (Analyse)

Europa Israel Besessenheit: Europa beobachtet Israel mehr und schĂ€rfer als andere Konflikte. Meine Analyse ĂŒber politische Schieflagen, Antisemitismus, Protestkultur und Medienverzerrung.

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Von Wolf Achim Wiegand (Bilder: KI)

Europa Israel Besessenheit

Hamburg/London (waw) – Es gibt derzeit kaum ein außenpolitisches Thema, das europĂ€ische Politiker, Aktivisten, Medien und gesellschaftliche Debatten so sehr zu beschĂ€ftigen scheint wie Israel. Kaum eine Woche vergeht ohne neue Resolutionen, Verurteilungen, Demonstrationen, Boykottaufrufe oder mediale Schwerpunktsetzungen.

Ein ĂŒberproportionaler Fokus

Betrachtet man die Vielzahl globaler Krisenherde, drĂ€ngt sich eine Frage auf: Warum richtet sich ein derart ĂŒberproportionaler Fokus auf den einzigen jĂŒdischen Staat der Welt? Es gibt noch einige andere Konfliktherde, die brennen – Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende AggressivitĂ€t Chinas gegenĂŒber Taiwan, der Krieg Iran/USA oder zahllose vergessene Konflikte:

  • 1. Sudan – BĂŒrgerkrieg: Millionen Menschen auf der Flucht.
  • 2. Demokratische Republik Kongo – Ewiger Krieg: Armee, Milizen, Rebellen wollen Territorium, Rohstoffe, Macht.
  • 3. Myanmar – BĂŒrgerkrieg nach dem MilitĂ€rputsch: Junta und Widerstand lassen politische Ordnung zerfallen.
  • 4. Sahel-Zone – FlĂ€chenbrand in Afrika: Islamisten, Milizen und Armeen töten, zerstören, vertreiben.
  • 5. Äthiopien – Konflikt nach dem Tigray-Krieg: Bewaffnete Konflikte bedrohen StabilitĂ€t des gesamten Horns von Afrika.
  • 6. Jemen – Stiller Dauerkrieg: Seit 2014 hat sich eine der grĂ¶ĂŸten humanitĂ€ren Weltkrisen entwickelt.
  • 7. Mosambik – Aufstand in Cabo Delgado: Seit 2017 kĂ€mpfen Islamisten gegen Staat und SicherheitskrĂ€fte.

https://twitter.com/CotlerWunsh/status/2064969968815407329#

Nach dem 7. Oktober: Eskalation der Debatte

Warum also bei so viel mehr unermesslichem Leid in der Welt alle Augen auf Israel? Die Antwort ist unbequem. Sie liegt nicht allein in der geopolitischen Bedeutung Israels. Sie liegt auch nicht ausschließlich in der Tragik des Nahostkonflikts.

Vielmehr offenbart die europĂ€ische Debatte eine bemerkenswerte Obsession. Sie erscheint hĂ€ufig weniger von nĂŒchterner Analyse als von moralischer Projektion geprĂ€gt.

Seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 befindet sich Israel in einer sicherheitspolitischen Ausnahmesituation. Über 1.000 Menschen wurden ermordet, Hunderte verschleppt, ganze Familien ausgelöscht.

Dennoch verschob sich die öffentliche Debatte in vielen europÀischen LÀndern innerhalb weniger Monate nahezu vollstÀndig. Erst war die Frage, wie ein demokratischer Staat auf einen der schwersten Terrorangriffe seiner Geschichte reagieren darf. Daraus wurde die Frage, wie weit man Israel kritisieren, sanktionieren oder isolieren sollte. Europa ist in dieser Frage scharf gespalten.

Auf der einen Seite stehen Regierungen wie die von Spanien, deren linker Regierungschef Pedro GonzĂĄlez (Sozialisten) kaum einen Tag ohne Fiesigkeiten gegen Israel verstreichen lĂ€sst. Auf der anderen halten LĂ€nder wie Tschechien die Stellung. Außenminister Petr Macinka (MotoristĂ© sobě) erklĂ€rt, er werde selbst EU-Sanktionen gegen den umstrittenen israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir blockieren.

Und dazwischen pustet Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron derart mit Sprechblasen aus dem Elysee-Palast herum, als könne er inmitten des Trump-Getrampels bei irgendjemand Gehör finden
 Die Israelis können es sich im Existenzkampf schon gar nicht leisten, wohlfeile RatschlĂ€ge von wem auch immer zu erhalten, denn bei Ihnen geht es nicht um papierene ErklĂ€rungen, sondern ums Überleben:

„Trump neigt dazu, uns Israelis öffentlich wie Vasallen zu behandeln, die jedem seiner Befehle gehorchen mĂŒssen. Es stellt sich daher die Frage, ob Israel unter allen UmstĂ€nden und um jeden Preis den Forderungen des Weißen Hauses nachkommen muss.“ – Michael Oren, Historiker, Ex-Botschafter Israels in den USA, einst Politiker, GrĂŒnder der Israel Advocacy Group

SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssen demokratische Gesellschaften das Handeln jeder Regierung kritisch hinterfragen dĂŒrfen – auch das der israelischen. Doch auffĂ€llig ist die Asymmetrie.

Proteste und Radikalisierung in Europa

WÀhrend autoritÀre Regime oft geringe Aufmerksamkeit erhalten, wird jede militÀrische Entscheidung Israels zum Gegenstand internationaler Empörung. Resolutionen gegen Israel gehören inzwischen zur politischen Routine. In vielen Parlamenten und internationalen Organisationen entsteht der Eindruck, als sei die StabilitÀt des Weltfriedens primÀr von den Entscheidungen Jerusalems abhÀngig.

Parallel zum Diskurs der Politik hat sich auf Europas Straßen eine Protestkultur etabliert, die zunehmend radikalere ZĂŒge annimmt. Israelische Flaggen werden verbrannt, Polizisten grob beschimpft.

Im Hintergund arbeitet eine unheilvolle Szene mit engen Verbindungen zu den Terrorgruppen Hamas und Hisbollah. KĂŒrzlich hat das Kammergericht Berlin vier Aktive der islamistischen Hamas-Terroristen zu bis zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie hĂ€tten europaweit AnschlĂ€ge auf Israelis und Juden geplant, sagte die Richterin.

Klar, nicht jede SolidaritĂ€tsbekundung mit den PalĂ€stinensern ist extremistisch. Millionen Menschen wĂŒnschen sich friedlich ein Ende des Leids der Zivilbevölkerung in Gaza.

Antisemitismus als gesellschaftliches Warnsignal

Doch ebenso wenig lĂ€sst sich ignorieren, dass sich unter den Demonstrationen immer wieder Gruppen finden, die terroristische Organisationen relativieren. Sie rechtfertigen Gewalt oder verbreiten offen antisemitische Parolen. So ĂŒberschreiten sie hĂ€ufig die Grenze zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und der DĂ€monisierung des jĂŒdischen Staates.

Besonders alarmierend ist eine Entwicklung, die weit ĂŒber die Nahostpolitik hinausgeht. Juden außerhalb Israels sind zunehmend die Zielscheibe eines Konflikts, fĂŒr den sie persönlich keinerlei Verantwortung tragen. JĂŒdische Schulen benötigen Polizeischutz. Synagogen werden bewacht. Aber auch angezĂŒndet.

Viele Juden verzichten mittlerweile darauf, religiöse Symbole wie den Davidstern offen zu tragen. UniversitĂ€ten melden steigende FĂ€lle antisemitischer BelĂ€stigungen – ganze Fachbereiche wollen israelische Wissenschaftler und Partner rauskegeln.

In zahlreichen LÀndern registrieren Sicherheitsbehörden einen drastischen Anstieg antisemitischer Straftaten. Auch in Deutschland.

Ob in Großbritannien – Italien oder Frankreich – jĂŒdische Menschen haben im Alltag spĂŒrbare Probleme. Sie erleben Beleidigungen, Bedrohungen, und Gewalt. In mehreren StĂ€dten Europas kam es in letzter Zeit zu Angriffen auf Synagogen, jĂŒdische Schulen und Einrichtungen. JĂŒdische und israelische Restaurants mussten schließen. Israelische Touristen werden drangsaliert. 

Diese Entwicklung sollte Europa erschĂŒttern. Sie wird aber hĂ€ufig relativiert oder als unvermeidliche Begleiterscheinung einer emotionalen Debatte behandelt. Doch Antisemitismus bleibt Antisemitismus – unabhĂ€ngig davon, ob er von rechtsradikalen Gruppen, islamistischen Milieus oder linksradikalen Aktivisten ausgeht.

Medien, Narrative und Verzerrung

Wer Juden fĂŒr Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich macht, reproduziert ein Denkmuster, das Europa eigentlich lĂ€ngst ĂŒberwunden haben wollte. Immerhin: Laut einer Umfrage halten mehr als die HĂ€lfte der EuropĂ€er den Antisemitismus fĂŒr ein ernstes Problem.

Hinzu kommt die Rolle eines Teils der Medienlandschaft. Die Jagd nach Aufmerksamkeit, Emotionalisierung und moralischer Eindeutigkeit begĂŒnstigt vereinfachende Narrative. Komplexe militĂ€rische, historische und politische ZusammenhĂ€nge werden oft auf TĂ€ter-Opfer-Schemata reduziert.

Bilder ersetzen Kontext. Schlagzeilen verdrÀngen Differenzierung. Das Ergebnis ist eine öffentliche Debatte, die immer stÀrker von Emotionen und immer weniger von Fakten geprÀgt wird.

Die Frage lautet nicht, ob Israel kritisiert werden darf. NatĂŒrlich darf es das. Die entscheidende Frage ist vielmehr, warum Israel in Europa so hĂ€ufig nach anderen MaßstĂ€ben beurteilt wird als nahezu jeder andere Staat.

Europas Selbstbild im Spiegel Israels

Warum entfaltet ausgerechnet dieser Konflikt eine politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die in keinem VerhĂ€ltnis zu vielen anderen globalen Krisen steht? Warum scheint die Existenzberechtigung Israels regelmĂ€ĂŸig Gegenstand öffentlicher Diskussionen zu sein? Die Existenz anderer Staaten wird doch kaum jemals grundsĂ€tzlich infrage gestellt.

Europa sollte sich diesen Fragen stellen. Denn die Fixierung auf Israel sagt inzwischen möglicherweise mehr ĂŒber Europa selbst aus als ĂŒber den Nahen Osten. Sie offenbart eine Mischung aus historischem SchuldgefĂŒhl, moralischem Sendungsbewusstsein, politischer Symbolpolitik und ideologischer Lagerbildung.

Vor allem aber offenbart sich eine gefĂ€hrliche Blindheit gegenĂŒber dem Wiederaufleben antisemitischer Ressentiments.

Wer Frieden im Nahen Osten will, muss Kritik ĂŒben dĂŒrfen. Wer aber ausschließlich Israel zum Gegenstand permanenter moralischer Anklage macht, wĂ€hrend Terrorismus relativiert und Judenhass verharmlost wird, trĂ€gt nicht zur Lösung des Konflikts bei. Er verschĂ€rft ihn. Und er gefĂ€hrdet die Werte, die Europa eigentlich verteidigen möchte.

Europa Israel Besessenheit

Europa Israel Besessenheit

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Wird zu viel ĂŒber den Nahost-Konflikt geredet? Haben die Israel-Gegner den Diskurs lĂ€ngst gewonnen? Wie könnte man Israel in seinem Verteidigungskampf beistehen? Was meinst DU? Schreibe unten in die Kommentare —

#Antisemitismus #Außenpolitik #EUPolitik #europĂ€ischeUnion #GazaKrieg #Geopolitik #Medienkritik #Nahostkonflikt #ProtesteEuropa #WolfAchimWiegand

EU-Chatkontrolle: Schutz der Jugend oder allumfĂ€ngliche Überwachung?

https://tube.kla.tv/w/26rtCptsjPiS9URittWNmf

EU-Chatkontrolle: Schutz der Jugend oder allumfĂ€ngliche Überwachung?

PeerTube

Tango corrupti: Fall Niebler im EU-Parlament zu den Akten gelegt.

Seit letztem Jahr, versucht die EU-Staatsanwaltschaft gegen die CSU-Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler wegen Betrugsverdacht zu ermitteln.

Erst weigerte sich der Rechtsausschuss des EU-Parlaments Nieblers ImmunitÀt aufzuheben, in diesem Ausschuss ist sie selbst stv. Mitglied, und nun bestÀtigte auch das Plenum des EU-Parlaments diese Entscheidung.

CSU, CDU, SPD- Seit' an Seit', um eine der ihren vor einer strafrechtlichen Untersuchung zu beschĂŒtzen.

Moritz Körner von der FDP, und Mitglied im EU-Parlament hat fĂŒr die Aufhebung der ImmunitĂ€t gestimmt und gab eben im Interview mit dem DLF zu, dass CDU/CSU/SPD sicher anders abgestimmt hĂ€tten, wĂ€re es bspw. um eine AfD-Abgeordnete gegangen. SPD, CSU, CDU wollten dem DLF kein Interview zum Fall Niebler geben.

Interview Körner im DLF:
https://www.deutschlandfunk.de/wie-umgehen-mit-dem-fall-niebler-interview-moritz-koerner-mdep-fdp-100.html

BR zum Fall Niebler

https://www.br.de/nachrichten/bayern/eu-abgeordnete-niebler-dienstfahrten-falsch-abgerechnet,VJxuCJS

#niebler #eu #euparlament #staatsanwaltschaft #korruption #betrug #korner #moritzkorner #MoritzKörner #fdp #csu #cdu #evp #politik #politikverdrossenheit #fraud #dienstfahrt #Dienstfahrten #bayern #csuabgeordnete #csuschadetdeutschland #donnerstag #deutschland #strasbourg #brussel #dlf #justiz #eupolitics #EUPolitik #EUPolitiker #br #BayrischerRundfunk

@TheOneSwit

@Volksverpetzer @mimikama @digitalcourage

Guter Punkt
Die Speichersperre gilt nur fĂŒr ADDW-spezifische Erfassung, FaceID oder Kmfortfunktionen des Herstellers fallen unter allgemeines Datenschutzrecht, nicht diese Verordnung. Da ist die Grenze fließend.
Deaktivierung: Technisch möglich, aber je nach Umsetzung könnte sie die Betriebserlaubnis berĂŒhren đŸ€” das ist noch ungeklĂ€rt.
Dass das so wenig diskutiert wird ist auffÀllig.

#ADDW
#Datenschutz #Fahrsicherheit
#EUPolitik
#Neuwagen

Magnus Nilsson: TÀnker flygbranschen överleva klimatomstÀllningen?

VEM BETALAR?:: Det kommer bli dyrare att flyga. Flygfotogen mÄste ersÀttas av klimatneutrala, sannolikt betydligt dyrare brÀnslen. Branschen mÄste ocksÄ ta sig an höghöjdseffekten. Hur det ska gÄ till vet nog ingen, men det lÀr inte bli gratis, skriver Magnus Nilsson i sin krönika.

Supermiljöbloggen

Ich bin ja kein großer Kenner wie das mit der #EU-Politik so lĂ€uft aber vielleicht wĂ€re es jetzt das Zeitfenster, um gaaaaanz schnell mal diese lĂ€hmenden grundsĂ€tzlichen EinstimmigkeitsbeschlĂŒsse resp. Das Vetorecht abzuschaffen?

Ich meine falls sich die bisherigen StimmenverhÀltnisse in Ungarn bestÀtigen sollten. WÀre das ja dann vielleicht möglich.

« Recul historique Â» des droits des rĂ©fugié·es

Dans un avis publiĂ© le 7 avril, le Collectif rĂ©fugiĂ©s Luxembourg (LFR) dĂ©nonce « avec la plus grande fermetĂ© » un nouveau projet de loi, dĂ©posĂ© Ă  la mi-janvier. Le texte transpose en loi nationale plusieurs rĂšglements de l’UE englobant le Pacte europĂ©en sur la migration et l’asile, un accord vivement condamnĂ© Ă  maintes fois par les ONG de dĂ©fense des droits de l’homme (woxx 1782). Les critiques Ă©mises dans l’avis du LFR Ă  l’encontre du projet de loi font ainsi Ă©cho [
]

https://www.woxx.lu/recul-historique-des-droits-des-refugie%c2%b7es/

« Recul historique Â» des droits des rĂ©fugié·es

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