In diesem Sinne: Schöne Osterfeiertage!🐰

#BMDS #Digitalministerium #WirMachen #EUDIWallet #Ostern

Altersverifikation durch die, Àh, #eudiwallet? #Klarnamenpflicht ?? Und "Ist Big Tech das neue Big Tobacco?" Allerhand Digitalpolitik heute im Altpapier:
https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-social-media-verbot-100.html
Kolumne: Das Altpapier am 1. April 2026 – Digitalgewalt, Deepfakes, Klarnamen

PlĂ€ne fĂŒr Social-Media-AltersbeschrĂ€nkungen werden in Frankreich konkret. Und auch hierzulande wird gerade ĂŒber jede Menge digitalpolitischer Fragen gestritten.

MDR
Altersverifikation durch die, Àh, #EUDI-Wallet? #Klarnamenpflicht?? Und "Ist Big Tech das neue Big Tobacco?" Allerhand Digitalpolitik heute: www.mdr.de/altpapier/da...

Kolumne: Das Altpapier am 1. A...
Kolumne: Das Altpapier am 1. April 2026 – Digitalgewalt, Deepfakes, Klarnamen

PlĂ€ne fĂŒr Social-Media-AltersbeschrĂ€nkungen werden in Frankreich konkret. Und auch hierzulande wird gerade ĂŒber jede Menge digitalpolitischer Fragen gestritten.

MDR
Are login services in the EU down? I can't login with my italian ID via EUDI nor CIE, I live in Portugal and I can't login either using the portuguesse system Chave Movil. Does anybody know?
#europe #eu #europeanunion #CIE #eudi #fastit #chavemovil #finanças #irs #eudiwallet

Einmal quer durch den GemĂŒsegarten des #egovernment von #DStack ĂŒber #OnceOnly bis zur #eudiwallet ...

Hintergrund: Der Deutschland-Stack - Alle Behörden auf einer digitalen Plattform
https://www.deutschlandfunk.de/der-deutschland-stack-alle-behoerden-auf-einer-digitalen-plattform-100.html

Der Deutschland-Stack - Alle Behörden auf einer digitalen Plattform

Deutschlandfunk

All major economies are trying to move away from Visa and Mastercard.

https://nebula.tv/videos/techaltar-every-major-economy-is-trying-to-ditch-visa-mastercard

Compared to other parts of the world, however, Europe is progressing slowly. Hopefully, we can soon launch the European Credit Card and Circuit for debit card payments to serve as an alternative to Visa, Mastercard, and Maestro.

@arjenlubach

Video —

#Wero #WeroPay #Wero_Pay #iDeal #BoycottVisa #BoycottMaestro #BoycottUSA #BoycottMastercard #EPI #DebitCard #EuropeanDebitCard #EuropeanBanks #werowallet #Maestro #MaestroCircuit #DigitalAutonomy #EuropeanDigitalAutonomy #EUDI #EUDIwallet

Every major economy is trying to ditch Visa & MasterCard

Nebula
Das Social Media-Verbot ist ein ALBTRAUM

YouTube
RomĂąnia - cu pași rapizi spre lagărul electronic: Portofelul european pentru identitate digitală a fost testat la București Dacă vă consideraĆŁi creßtini după credinƣă, dar purtaĆŁi documente drăcesti care arată că Ăźi aparĆŁineĆŁi lui, atunci ai cui sunteĆŁi? 👉 https://c.aparatorul.md/s0nz3 👈 #Bucureßti #dezvoltatoridetehnologie #Digitală #EUDIWallet #european #exercițiu #identificaredigitală #Identitate #interoperabilitate #Portofelul #standardizăriisemnăturilorelect...
https://c.aparatorul.md/s0nz3

Kinderdaten in Gefahr

Alterskontrollen und Social-Media-Verbot: ElternverbĂ€nde sehen Daten von Kindern in Gefahr

CDU und Teile der SPD fordern Alterskontrollen im Netz, um ein Social-Media-Verbot fĂŒr MinderjĂ€hrige durchzusetzen. Aber Deutschlands ElternverbĂ€nde haben EinwĂ€nde: Manche lehnen die PlĂ€ne ab, andere knĂŒpfen ihre Zustimmung an strenge Bedingungen.

Kinder sollen keine sozialen Medien mehr nutzen dĂŒrfen, und alle sollen dafĂŒr im Netz ihr Alter nachweisen. Das sind die PlĂ€ne der Kanzlerpartei CDU und wichtiger Politiker*innen der SPD Bei vielen ElternverbĂ€nden in Deutschland stĂ¶ĂŸt das Vorhaben auf Kritik.

„Ein pauschales Social-Media-Verbot ohne begleitende Maßnahmen findet keine breite UnterstĂŒtzung“, schreibt der Bundeselternrat mit Blick auf seine LandesverbĂ€nde. Ein generelles Verbot „könnte Kinder eher isolieren als schĂŒtzen“, warnt das Bundeselternnetzwerk, der Dachverband migrantischer Elternvereine, auf Anfrage von netzpolitik.org.

Durch die Bank Ă€ußern Eltern-Organisationen Bedenken beim Schutz sensibler Daten von Erwachsenen und MinderjĂ€hrigen. Denn ein Social-Media-Verbot, wie es viele derzeit fordern, soll mit strengen Alterskontrollen einhergehen. Ältere Menschen könnten sich etwa per Ausweis prĂŒfen lassen; Kinder ihr Gesicht vor die Handykamera halten. Die Elternvertretung ThĂŒringen zum Beispiel lehnt die biometrische Erfassung von Kindern „ausdrĂŒcklich“ ab.

Zwei Organisationen fordern freiwillige Alterskontrollen. Das entspricht allerdings nicht dem australischen Modell, das deutsche und europĂ€ische Politiker*innen nachahmen möchten. Kontrollen beugen mĂŒssen sich demnach alle, auch die Erwachsenen. In Australien können Plattformen das Verhalten ihrer Nutzer*innen zunĂ€chst im Hintergrund mithilfe von Software prĂŒfen. Sobald sich der Verdacht erhĂ€rtet, eine Person könnte zu jung sein, muss sie ihr Alter nachweisen.

Wie genau Alterskontrollen in Deutschland aussehen könnten, ist noch offen. Mindestens drei Szenarien sind wahrscheinlich:

  • Erstens könnten Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren ihr Alter per Ausweis-App bestĂ€tigen. Unter anderem der SPD-Vorschlag sieht dafĂŒr die fĂŒr alle EU-BĂŒrger*innen geplante digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) vor, die in Deutschland Anfang 2027kommen soll.
  • Zweitens könnten Menschen ihr Gesicht biometrisch scannen lassen; dann soll eine oftmals als „KI“ bezeichnete Software das Alter schĂ€tzen. So etwas gibt es schon heute fĂŒr Pornoseiten.
  • Schließlich könnten sich Erwachsene selbst bei einer Plattformen anmelden, dort ihr Alter verifizieren, und dann MinderjĂ€hrigen Kindern einen Account freischalten.

Hier erklĂ€ren wir genau, was die geplanten Alterskontrollen fĂŒr Eltern bedeuten können.

FĂŒr diesen Artikel hat netzpolitik.org ElternverbĂ€nde auf Bundes- und Landesebene um ihre EinschĂ€tzung zu Alterskontrollen und Social-Media-Verbot gebeten. Ihre Antworten ergĂ€nzen die vielfĂ€ltigen Reaktionen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kirche.

Bundeselternrat: Biometrie bei Kindern „besonders kritisch“

Der Bundeselternrat vertritt als Dachverband die teilnehmenden ElternverbĂ€nde der BundeslĂ€nder. Diese VerbĂ€nde engagieren sich auf Basis der Schulgesetze in der Schulpolitik. Nach einer internen Umfrage zieht der Dachverband ein ambivalentes Fazit. „Viele können sich strengere Altersregelungen grundsĂ€tzlich vorstellen – allerdings nur in Verbindung mit verbindlicher Medienbildung, wirksamer PrĂ€vention und klarer Verantwortung der Plattformanbieter.“

Wenn es um die praktische Umsetzung eines Social-Media-Verbots geht, Ă€ußert sich der Bundeselternrat skeptisch. Die geforderten Alterskontrollen werfen „Fragen zu Datenschutz, Datensicherheit und VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit auf“, so der Dachverband. „Viele Eltern sehen es kritisch, wenn fĂŒr alltĂ€gliche Online-AktivitĂ€ten sensible Daten oder biometrische Verfahren erforderlich werden.“

Biometrische Verfahren bei Kindern wĂŒrden viele Eltern sogar „besonders kritisch“ sehen. AnsĂ€tze, bei denen Eltern selbst einen Account anlegen, um einen Kinder-Account freizuschalten, mĂŒssten praktikabel und niedrigschwellig sein.

Bundeselternnetzwerk: „Alterskontrollen möglichst freiwillig“

Der Verein „Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen fĂŒr Bildung & Teilhabe“, kurz bbt, versteht sich als Stimme migrantischer Eltern und Familien in Deutschland. Auf Anfrage erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Anja Treichel, digitale RĂ€ume „dienen der Verbindung zu transnationalen Familien, zur Pflege von Sprache und IdentitĂ€t und zum Kontakt mit Freundeskreisen“. Ein generelles Social-Media-Verbot fĂŒr MinderjĂ€hrige wĂŒrde das ignorieren. Es könnte „Kinder eher isolieren als schĂŒtzen“, warnt sie.

Gegen Risiken im Netz brauche es Treichel zufolge „bessere PrĂ€vention von digitalem Mobbing, niedrigschwellige Meldewege fĂŒr Diskriminierung“ sowie UnterstĂŒtzung fĂŒr Eltern, die sprachlichen Barrieren gegenĂŒberstehen. Alterskontrollen sieht der Verein kritisch. Treichel erklĂ€rt:

Viele Familien – insbesondere solche mit Flucht- oder Migrationserfahrungen und solche, die in Diktaturen/ autoritĂ€ren Regimen aufgewachsen sind – sind sensibel gegenĂŒber staatlicher oder kommerzieller Datenerfassung. Biometrische Verfahren können Vertrauen in digitale Angebote untergraben. Alterskontrollen sollten daher möglichst datensparsam und freiwillig gestaltet sein.

Kontrollen auf Basis von Ausweisen könnten bestimmte Gruppen benachteiligen, schreibt sie weiter. „Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus sind hier generell in Gefahr, ausgeschlossen zu werden.“

Außerdem kritisiert der Verein das Modell, dass Eltern sich zunĂ€chst selbst auf einer Plattform anmelden, um dann einen Account fĂŒr ihre Kinder freizuschalten. Das setze voraus, „dass Eltern Zeit, digitale Kompetenz und Sprachkenntnisse haben“. Die beste Voraussetzung fĂŒr gesunden Medienkonsum sei es, „wenn die Kinder den Eltern ihre Sorgen und Ängste anvertrauen und ihre Freuden mit ihnen teilen können“.

Deutscher Familienverband: „Bedenken“ bei Datenschutz

Der gemeinnĂŒtzige Deutsche Familienverband befĂŒrwortet eine Social-Media-Regulierung fĂŒr Kinder unter 14 Jahren, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sebastian Heimann auf Anfrage. Als Risiken nennt er „Cybermobbing, Suchtverhalten und unangemessene Inhalte“.

Bei Alterskontrollen mit digitalen Ausweisverfahren allerdings bestĂŒnden „Bedenken hinsichtlich Datenschutz und der Nutzung sensibler persönlicher Daten durch private Anbieter“. Das mĂŒsse „anhand der geltenden Gesetzeslage adressiert werden“, schreibt Heimamn.

MĂŒssten Menschen ab 16 Jahren ihr Alter per Ausweis-App nachweisen, wĂ€re das „akzeptabel“. Auf biometrische Scans per KI geht Heimann nicht ausdrĂŒcklich ein. Sollten Eltern ihren Kindern einen Account freischalten, könne das nur funktionieren, „wenn die Prozesse einfach und datenschutzfreundlich gestaltet sind“.

NRW: Verbot „zwingend“ durch Bildungsoffensive begleiten

Die Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen vertritt die Eltern aus Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Soziale Medien erst ab 14 Jahren zu erlauben ist ein „notwendiger Schritt zum Schutz der psychischen Gesundheit junger Menschen“, schreiben Torsten Hemkemeier und Hinrich Pich aus dem Vorstand auf Anfrage. Sie verweisen auf Risiken wie „Algorithmen, Suchtpotenziale und Cybermobbing“. Den Zuspruch knĂŒpft die Elternkonferenz jedoch an zwei Bedingungen.

Erstens brauche es „technische Lösungen, die lediglich das Alter verifizieren, ohne personenbezogene Daten an die Konzerne zu ĂŒbermitteln oder die Datenhoheit der BĂŒrger zu gefĂ€hrden“. Eine direkte Anmeldung per Ausweis bei Anbietern wie TikTok oder Meta wĂŒrde „die AnonymitĂ€t im Netz zerstören“, so Hemkemeier und Pich. Beim Austausch zu sensiblen Themen „wie Krankheiten, Schwangerschaften oder schulischen Problemen“ mĂŒsse AnonymitĂ€t gewahrt bleiben. In der Vergangenheit seien soziale Netzwerk mehrfach Ziel erfolgreicher Hackerangriffe geworden, „bei denen Millionen von Nutzerdaten entwendet wurden“.

Zweitens mĂŒsse ein Social-Media-Verbot „zwingend durch eine massive Bildungsoffensive in den Schulen begleitet werden“, weil Sperren „niemals lĂŒckenlos sein werden“. Lehrer*innen seien bereits stark belastet. Deshalb fordert der Verband Geld „fĂŒr externes Fachpersonal, dass die Medienkunde professionell in den Schulalltag integriert“. Die Kosten fĂŒr diese Art der PrĂ€vention seien „weitaus geringer als die gesellschaftlichen und medizinischen Folgekosten“ von Cybermobbing oder Mediensucht.

Bayern: „Kein generelles Verbot“

Der Bayerische Elternverband (BEV) vertritt die Eltern aus Bayern, dem nach Einwohner*innen zweitgrĂ¶ĂŸten deutschen Bundesland. Die Forderung des Verbands: „Kein generelles Verbot sozialer Medien“. Ein solches Verbot wĂŒrde digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen einschrĂ€nken, nicht aber das Kernproblem lösen, erklĂ€rt BEV-Vorstandsmitglied Gundolf Kiefer. Neben seiner TĂ€tigkeit im BEV ist er Professor fĂŒr Informatik an der Technischen Hochschule Augsburg. Kiefer schreibt:

Das eigentliche Problem ist nicht der soziale Austausch Jugendlicher ĂŒber das Internet, sondern es sind die GeschĂ€ftsmodelle der großen kommerziellen Plattformen: Algorithmen, die gezielt auf Engagement durch Empörung und Eskalation optimiert sind, auf möglichst langen Verbleib auf der Plattform, kombiniert mit zielgerichteter Werbung und umfassender Datenerfassung.

Statt eines pauschalen Verbots fordert der BEV ein rechtlich durchgesetztes Verbot von Plattformen, die fĂŒr Menschen unter 16 Jahren „suchtverstĂ€rkende Algorithmen einsetzen oder Lock-in-Effekte zur Bindung nutzen“. Das könne Eltern entlasten. Zur Einordnung: Einen solchen Risiko-basierten Ansatz verfolgt das bereits bestehende Gesetz ĂŒber digitale Dienste (DSA); dessen LĂŒcken will die EU-Kommission mit dem geplanten Digital Fairness Act schließen.

In technischen Alterskontrollen sieht der BEV keine Lösung, wie aus der Antwort hervorgeht. Kontrollen per Biometrie oder Ausweis-App „sind aus Datenschutzsicht problematisch und lassen sich leicht umgehen“, warnt Kiefer. Hochsensible Daten könnten bei Unternehmen landen, „deren GeschĂ€ftsmodell auf Datenextraktion basiert – ein erhebliches Datenschutzrisiko“.

Statt eines Verbots sollten Schulen jungen Menschen Alternativen nahebringen, etwa das dezentrale Fediverse oder offene Messenger wie Element. Dann könnten Eltern ihren Kindern sagen: „Nein, du brauchst TikTok nicht – hier sind bessere Optionen.“

Sachsen: „Privacy by Design“ als Voraussetzung

Der Landeselternrat in Sachsen fordert ein „umfassendes Schutzkonzept“ fĂŒr Kinder und Jugendliche, schreibt Vorsitzender Ronald Lindecke auf Anfrage. LehrkrĂ€ften zufolge seien Klassen weniger konzentriert; SchĂŒler*innen wĂŒrden Konflikte aus digitalen RĂ€umen in den Schulalltag tragen. „Kinder sollten nicht den Mechanismen einer Plattformökonomie ausgesetzt sein, die stark auf Aufmerksamkeit, Datenauswertung und Konsum ausgerichtet ist“, schreibt Lindecke.

Wenn Social-Media-Regeln fĂŒr unter 14-JĂ€hrige ein Teil des Konzepts sind, stehe er dem „grundsĂ€tzlich offen gegenĂŒber“. Alterskontrollen hĂ€lt er sogar fĂŒr „zwingend notwendig“, entscheidend sei jedoch das Wie. HierfĂŒr nennt Lindecke zwei Bedingungen: „Aus Elternperspektive kann eine Verifizierung Zustimmung finden, wenn sie datenschutzfreundlich und freiwillig umgesetzt wird“. Zur Erinnerung: Das australische Modell, das hierzulande als Vorbild gilt, ist nicht freiwillig oder datenschutzfreundlich.

Konkret fordert Lindecke „Privacy by Design“. Daten sollen demnach mit Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung ĂŒbertragen werden; es sollen keine zentralen Datenbanken entstehen; und eine App sollte nur notwendige Attribute ĂŒbermitteln. Das heißt zum Beispiel, dass eine Plattform mit AltersbeschrĂ€nkung nicht etwa das Geburtsdatum einer Person erfĂ€hrt, sondern bloß, ob sie alt genug ist.

ThĂŒringen: „Lehnen biometrische Erfassung von Kindern ab“

Die Landeselternvertretung ThĂŒringen sieht „hohen KlĂ€rungsbedarf“ bei Alterskontrollen fĂŒr soziale Medien. „Wir halten Lösungen fĂŒr sinnvoll, die sicherstellen, dass Eltern ihre Kinder schĂŒtzen können, ohne selbst umfangreiche persönliche Daten preiszugeben“, schreibt Landeselternsprecher Peter Oehmichen auf Anfrage. „Dabei lehnen wir ausdrĂŒcklich die biometrische Erfassung von Kindern ab.“

Wenn Bilder von Kindern ins Netz gelangen, lasse sich nicht lĂŒckenlos prĂŒfen, ob Datensammlungen entstehen. Die Elternvertretung warnt vor einem Risiko fĂŒr die Sicherheit der Kinder.

„Verbote allein sind keine Lösung“, schreibt Oehmichen weiter. Er warnt davor, die Nutzung sozialer Medien zu kriminalisieren. Ein Verbot mache es schwerer, Kinder bei digitalen AktivitĂ€ten zu begleiten. „Eltern sollen Partner im digitalen Schutz sein“. Der wichtigste Ansatz sei „PrĂ€vention, AufklĂ€rung und StĂ€rkung von Kindern“.

Mecklenburg-Vorpommern: Medienkompetenz vermitteln

FĂŒr den Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern steht ein Social-Media-Verbot nicht oben auf der PrioritĂ€tenliste. „Entscheidend ist aus unserer Sicht vor allem, dass Kinder frĂŒhzeitig lernen, verantwortungsvoll und kritisch mit digitalen Medien umzugehen“, erklĂ€rt Vorsitzende Diana Zander. Der Landeselternrat setze sich dafĂŒr ein, dass Schulen verbindlich Medienkompetenz vermitteln. „Ein reines Verbot ohne begleitende Bildung und AufklĂ€rung wĂŒrde zu kurz greifen.“

Technische Alterskontrollen könnten zwar helfen, Altersgrenzen besser durchzusetzen. Gleichzeitig mĂŒssten sie hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfĂŒllen. „Viele Eltern haben hier Bedenken, insbesondere wenn biometrische Daten wie Gesichtsscans genutzt werden sollen“, schreibt Zander. Außerdem dĂŒrften technische Lösungen nicht nur HĂŒrden schaffen; sie mĂŒssten tatsĂ€chlich zur Sicherheit von Kindern beitragen.

Fazit: Eltern wollen Datenschutz fĂŒr ihre Kinder

Die angefragten Eltern und ihre Vertreter*innen wĂŒnschen sich Schutz fĂŒr ihre Kinder – das umfasst auch den Schutz ihrer Daten und PrivatsphĂ€re. Wirksame Alterskontrollen, die Daten von Kindern und Erwachsenen schĂŒtzen und keine problematischen HĂŒrden schaffen, diese Hoffnung prĂ€gt die aktuelle Debatte zum Social-Media-Verbot.

ErfĂŒllen lĂ€sst sich diese Hoffnung aber nicht, denn bisher gibt es keine Technologie, die den AnsprĂŒchen gerecht werden kann. Der Stand der Technik und die Rechtslage legen nahe: Die von ElternverbĂ€nden geĂ€ußerten Bedenken sind fundiert.

  • Die digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) ist die derzeit wohl ambitionierteste Lösung fĂŒr potenziell EU-weite Alterskontrollen bei hohem Datenschutz. Ob diese Alterskontrollen jedoch wirklich anonym ablaufen, steht noch nicht fest. Eine Lösung fĂŒr alle kann die digitale Brieftasche ohnehin nicht sein: Menschen ohne mit der Wallet kompatible Papiere können sie nicht nutzen, in Deutschland sind das SchĂ€tzungen zufolge mehrere Hunderttausend. Laut EU-Gesetz muss die digitale Brieftasche zudem „freiwillig“ sein. Das heißt, es muss Alternativen geben.
  • Alternative Methoden zur Alterskontrolle wiederum versagen regelmĂ€ĂŸig in Sachen Datenschutz und PrivatsphĂ€re. Wie gefĂ€hrlich das werden kann, zeigen FĂ€lle der jĂŒngsten Vergangenheit: Kurz nachdem die Team-Software Discord Alterskontrollen eingefĂŒhrt hatte, gab es einen Leak bei einem Drittanbieter; Betroffen waren sensible Ausweisdaten von 70.000 Menschen. In Australien wiederum horten manche Anbieter fĂŒr Alterskontrollen ohne Not biometrische Daten, wie ein Gutachten im Auftrag der australischen Regierung zeigte.

In einem offenen Brief von Anfang MĂ€rz forderten 400 Forscher*innen aus 29 LĂ€ndern: Staaten sollen ihre PlĂ€ne fĂŒr Alterskontrollen stoppen. Es fehle ein klares VerstĂ€ndnis fĂŒr die Folgen der Technologie in Bezug auf „Sicherheit, PrivatsphĂ€re, Gleichberechtigung“ und die „Autonomie“ aller Menschen. Die EinfĂŒhrung von Alterskontrollen ohne weitere Forschung sei „gefĂ€hrlich und gesellschaftlich nicht hinnehmbar“.

Derzeit arbeiten Expert*innen-Kommission auf Deutschland- und EU-Ebene an Antworten fĂŒr Kinder- und Jugendschutz im Netz. Ergebnisse sollen beide Gremien bis zum Sommer vorlegen. Im Anschluss könnte die Arbeit an GesetzentwĂŒrfen beginnen. Deutschlands ElternverbĂ€nde dĂŒrften das genau verfolgen.

Sebastian Meineck ist Journalist und seit 2021 Redakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen aktuellen Schwerpunkten gehören digitale Gewalt, Databroker und Jugendmedienschutz. Er schreibt einen Newsletter ĂŒber Online-Recherche und gibt Workshops an UniversitĂ€ten. Das Medium Magazin hat ihn 2020 zu einem der Top 30 unter 30 im Journalismus gekĂŒrt. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Grimme-Online-Award sowie dem European Press Prize. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Sebastian Hinweise schicken | Sebastian fĂŒr O-Töne anfragen | Mastodon. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemĂ€ss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Kinderdaten in Gefahr – Beueler-Extradienst

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Tip uit Skillsgericht werken #4

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