Thomas Lohningers Reden (beide) auf der Telekom Aktionärsversammlung setzt die richtigen Schwerpunkte und ist, wie immer, hervorragend. Sehr erschreckend empfinde ich hingegen, dass diese Themen weiterhin aktuell sind.

Wenn ihr die Möglichkeit habt epicenter.works oder deren Dachverband EDRi zu unterstüzten, dann tut dies bitte. Sie bilden neben anderen NGOs die Grundpfeiler unserer digitalen Demokratie.
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#epicenterworks #edri #telekom #netzneutralitat

Thomas Lohninger konfrontiert Telekom-Vorstand 2026 | Netzneutralität & bezahlte Überholspur

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Nice!

"Nette" österreichische Variante von #epicenterworks

Digitale Brieftasche

EU-Kommission will Amazon dein Gesicht geben

Ende dieses Jahres soll die digitale Brieftasche für alle kommen. Doch Bürgerrechtsorganisationen warnen, dass die EU-Kommission zentrale Datenschutzgarantien aushöhlen und Nutzer:innen zur Weitergabe biometrischer Daten zwingen will. Wer eine Flasche Wein kaufen möchte, muss dafür im Laden unter Umständen den Personalausweis zücken. Erst nach einem prüfenden Blick des Kassierers auf das Geburtsdatum können Kund:innen dann bezahlen – oder nicht.

Weit mehr Daten könnten schon bald bei der geplanten EUDI-Wallet ausgetauscht werden, warnt die Nichtregierungsorganisation epicenter.works in einer Stellungnahme. Wer die digitale Brieftasche künftig einsetzt, könnte dann sogar gezwungen sein, die eigenen biometrischen Gesichtsdaten an Unternehmen weiterzugeben.

Verantwortlich dafür sind Änderungen der Europäischen Kommission, so die österreichische Nichtregierungsorganisation. Die Kommission höhle im Nachhinein die rechtlich vorgegebenen Schutzgarantien aus, auf die sich EU-Parlament und der Rat geeinigt hatten.

Mit der „European Digital Identity Wallet“ sollen sich künftig Bürger:innen und Organisationen online und offline ausweisen können. Die Bundesregierung hat ihren Start in Deutschland zum 2. Januar 2027 angekündigt.

Wenn soziale Plattformen Gesundheitsdaten abfragen

Konkret bezieht sich die Kritik von epicenter.works auf drei aktuelle Konsultationsentwürfe von sogenannten Durchführungsrechtsakten. Diese Rechtsvorschriften regeln die praktische Umsetzung von EU-Verordnungen. Insgesamt 40 von ihnen will die Kommission erlassen, bevor die digitale Brieftasche verfügbar ist.

Als besonders problematisch bewertet epicenter.works die Regelung, wonach „relying parties“ (zu deutsch: „vertrauenswürdige Parteien“) je nach Mitgliedstaat sogenannte Registrierungszertifikate nicht verpflichtend, sondern nur optional erhalten sollen.

Vertrauenswürdige Parteien können Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sein. Sie müssen sich laut eIDAS-Verordnung, die der europäischen Wallet zugrundeliegt, vorab in einem EU-Mitgliedstaat registrieren. Dabei müssen sie darlegen, welche Daten sie zu welchem Zweck von den Nutzer:innen anfordern werden.

Diese Datenbeschränkung lässt sich technisch mit Registrierungszertifikaten kontrollieren. Sie dienen als eine Art Datenausweis, mit dem sich die vertrauenswürdigen Parteien gegenüber den Wallets legitimieren und die Abfragekategorien beschränken. Registrieren sich Nutzer:innen etwa mit Hilfe der Wallet bei einem sozialen Netzwerk, soll das so erst gar keine Gesundheitsdaten abfragen können.

Die eIDAS-Verordnung sieht solche Registrierungszertifikate zwar nicht explizit vor. Allerdings könne eine Wallet ohne diese technisch nicht ohne weiteres überprüfen, ob Informationsanfragen angemessen sind, schreibt epicenter.works. Und das widerspreche Artikel 5b Abs. 3 der Verordnung, wonach vertrauenswürdige Parteien nur jene Daten abfragen dürfen, die sie auch bei ihrer Registrierung angegeben haben.

Die Nichtregierungsorganisation plädiert daher für technische Kontrolle statt nur für Vertrauen. Andernfalls könnten etwa Unternehmen die vorgesehenen Schutzmaßnahmen relativ leicht umgehen, indem sie einen Mitgliedstaat als Niederlassungsort wählen, der keine Registrierungszertifikate ausstellt. „Unternehmen aus Ländern wie Irland könnten Schutzmechanismen der Wallet umgehen, so dass illegale Anfragen nach zu vielen Informationen möglich werden“, sagt Thomas Lohninger von epicenter.works.

EU-Kommission handelt „unprofessionell“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kommission die rechtlichen Vorgaben aus Sicht zivilgesellschaftlicher Organisationen untergraben will.

Bereits im November 2024 hatte die Kommission versucht, die Registrierung von vertrauenswürdigen Parteien freiwillig zu machen. Damals hatte sie die zweite Charge an Durchführungsrechtsaktenveröffentlicht. Nachdem mehrere Organisationen gefordert hatten, die dort aufgemachten „Schlupflöcher“ zu schließen, korrigierte die Kommission vorübergehend ihre Position, nur um wenige Wochen später zu ihrer ursprünglichen Forderung zurückzukehren.

„Dieses inkonsequente Vorgehen der […] EU-Kommission in einer so wichtigen Angelegenheit ist unprofessionell“, schreibt epicenter.works in der aktuellen Stellungnahme, „und es untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit in das künftige eIDAS-Ökosystem erheblich.“ Die Nichtregierungsorganisation fordert die Kommission erneut dazu auf, „die Registrierung von vertrauenswürdigen Parteien verbindlich vorzuschreiben“. Nur so sei ein einheitliches Schutzniveau in der gesamten EU zu gewährleisten.

Kommission will Recht auf Pseudonymität beschneiden

Die eIDAS-Verordnung sieht außerdem vor, dass sich Wallet-Nutzer:innen im Alltag auch mit selbstgewählten Pseudonymen gegenüber Unternehmen und Behörden ausweisen können, sofern aus rechtlicher Sicht keine weiteren Daten erforderlich sind. So sollen sie ihre Identität und ihre persönlichen Daten vor übermäßigen Zugriff schützen. Dieses Recht auf Pseudonymität greife die Kommission auf zweierlei Art an, kritisiert epicenter.works.

Zum einen unterscheide die Kommission nicht klar zwischen Anwendungsfällen der Wallet, in denen die vertrauenswürdige Partei gesetzlich dazu verpflichtet ist, Nutzer:innen zu identifizieren, und solchen, in denen eine solche Verpflichtung nicht besteht. Dabei sei diese Unterscheidung essentiell, um die Rechte der Nutzer:innen zu wahren.

Zum anderen beschränke die Kommission den Gebrauch von Pseudonymen auf Authentifizerungsmaßnahmen – also etwa auf die Verwendung von pseudonymen Logins bei Webdiensten. „Die Kommission legt die eIDAS-Verordnung sehr einseitig aus“, schreibt epicenter.works. „Und sie übersieht dabei, dass die vertrauenswürdigen Parteien dazu verpflichtet sind, Pseudonyme generell zu akzeptieren, unabhängig von der Authentifizierungsfunktion der Wallet.“Damit könnten Unternehmen die rechtliche Identität von Nutzer:innen abfragen, ohne dass dies erforderlich ist.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Alterskontrollen sei diese Verengung fahrlässig: „Soziale Medienplattformen, Pornografie-Websites, Glücksspiel- und andere Online-Anbieter werden derzeit als potenzielle vertrauende Parteien diskutiert“, mahnt epicenter.works. „Diese Anbieter seien möglicherweise sehr daran interessiert, Identitätsdaten von Nutzer:innen zu erhalten, verfügen jedoch über keine Rechtsgrundlage, um eine solche Identifizierung zu verlangen.“

Biometrische Gesichtsdaten sollen ebenfalls in die Wallet

Die übermittelten Informationen könnten sogar biometrische Gesichtsdaten enthalten. Die Kommission will diese verpflichtend in jenen Datensatz aufnehmen, der zur Identifizierung von Nutzer:innen verwendet wird. Bislang soll dieses „Minimum-Datenset“ den vollen Name, das Geburtsdatum und den Geburtsort sowie die Nationalität enthalten.

Unternehmen wie Amazon könnten damit nicht nur Namen und Anschrift ihrer Kund:innen erhalten, sondern auch eine Bilddatei mit deren Gesicht. Die Kommission nehme hier eine „massive Verschiebung“ vor, kritisiert epicenter.works, die der Gesetzestext explizit nicht vorsehe. Gleichzeitig würde damit „die gesamte Verarbeitung über die EUDI-Wallet unter Artikel 9 der Datenschutzgrundverordnung fallen, was wesentlich strengere Schutzmaßnahmen erfordern würde.“

„Wir sind wirklich entsetzt, welche Änderungen vor dem Start der digitalen Brieftasche nun vorgebracht werden“, sagt Thomas Lohninger. „Verpflichtende Gesichtsbilder würden ganz neue Gefahren durch biometrische Daten bei Online-Plattformen mit sich bringen. Offenbar ist die Akzeptanz in der Industrie für die Politik relevanter als das Vertrauen aus der Bevölkerung.“

epicenter.works fordert die Kommission auf, die entsprechende Stelle aus dem Entwurf ersatzlos zu streichen. Gleichzeitig mahnt sie, dass die Kommission das gesamte Projekt gefährde, indem sie kurz vor dem Start der Wallet derart weitreichende Änderungen an den technischen Spezifikationen vornehme.

Offener Brief erinnert Kommission an rechtliche Vorgaben

An die Kritik von epicenter.works knüpfen zehn europäische Organisationen an, die heute gemeinsam einen offenen Brief publiziert haben. Sie richten sich darin unter anderem an die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen. Initiiert hat das Schreiben die Vereinigung von Bürgerrechtsorganisationen European Digital Rights, zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Chaos Computer Club und die Digitale Gesellschaft aus Deutschland, Homo Digitalis aus Griechenland, IT-Pol aus Dänemark, ApTI aus Rumänien und Vrijschrift.org aus den Niederlanden.

Die Organisationen zeigen sich „zutiefst besorgt“ darüber, dass die Kommission die Grundrechte von Millionen EU-Bürger:innen aushöhlen wolle. Die aktuell vorliegenden Entwürfe der Durchführungsrechtsakte „bergen die Gefahr, einige der zentralen Schutzmaßnahmen zu schwächen, die die eIDAS-Verordnung vorsieht.“ Das sei umso dramatischer, weil derzeit auch darüber diskutiertwird, die Wallet für Alterskontrollen zu verwenden.

Der offene Brief ruft die Kommission und die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Befürchtungen der Zivilgesellschaft ernstzunehmen und die rechtlichen Vorgaben der eIDAS-Verordnung einzuhalten. Die digitale Brieftasche könne nur dann erfolgreich sein, wenn sie einen starken Datenschutz und Rechtssicherheit böte – und zwar in allen EU-Staaten gleichermaßen.

Daniel Leisegang ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den “Blättern”. 2014 erschien von ihm das Buch »Amazon – Das Buch als Beute«; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik “Medienkritik”. Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine und dem Kuratorium der Stiftung Warentest an. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28‬ (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Digitale Brieftasche – Beueler-Extradienst

Wer bei der Wahrheitsfindung die Kosten kritisiert, macht sich verdächtig.

‚Die ÖVP spricht hingegen von Verschwörungstheorien und kritisiert die Kosten.‘

Kudos an #epicenterworks für die Bemühungen, den Untersuchungsausschuss öffentlich statt nur medienöffentlich zu machen!

https://orf.at/stories/3416917/

#osterreich #deepstate

Parlament: U-Ausschuss zur Causa Pilnacek beginnt

Der Untersuchungsausschuss zu den Ermittlungen nach dem Tod des ehemaligen Justizsektionschefs Christian Pilnacek startet am Mittwoch mit einer Premiere: Die Abgeordneten werden zunächst zu einem Lokalaugenschein ins niederösterreichische Rossatz gebracht, wo Pilnaceks Leiche 2023 in einem Nebenarm der Donau tot aufgefunden wurde. Am Donnerstag beginnen die ersten Befragungen von Augenzeugen – dann wollen Aktivisten auch ihrer Forderung nach Liveübertragungen neuen Schwung verleihen.

ORF.at
Ab einem bestimmten Punkt sind die Sticker auf dem Laptop mehr als 'Reklame'.

#52wfc25 #52wochenfotochallenge #Reklame #Stickers #Laptop #Computer #stickerbombing #epicenterworks #EnteTaste

Nicht Genügend für den Bundestrojanerentwurf des Innenministeriums

https://metawire.eu/post/244937

Nicht Genügend für den Bundestrojanerentwurf des Innenministeriums - Metawire (Beta)

Seit Monaten fordern Innenministerium und Verfassungsschutz mehr Möglichkeiten zur Überwachung von Messengerdiensten wie Signal, Whatsapp, Telegram und Co. Das Mitlesen verschlüsselter Kommunikation haben mittlerweile sogar mehrere Höchstgerichte als klare Grundrechteverletzung eingestuft. Der… Seit Monaten fordern Innenministerium und Verfassungsschutz mehr Möglichkeiten zur Überwachung von Messengerdiensten wie Signal, Whatsapp, Telegram und Co. Das Mitlesen verschlüsselter Kommunikation haben mittlerweile sogar mehrere Höchstgerichte als klare Grundrechteverletzung eingestuft. Der Versuch der ÖVP, den Bundestrojaner durch den heute zirkulierten Gesetzesentwurf zu legalisieren, erhält von uns ganz klar ein Nicht Genügend!

NIS2: Verpasste Chance für Österreichs IT-Sicherheit

https://metawire.eu/post/239793

NIS2: Verpasste Chance für Österreichs IT-Sicherheit - Metawire (Beta)

Die Bundesregierung leistet sich beim Versuch der Umsetzung einer europäischen Richtlinie (für ein höheres Cybersicherheitsniveau) einen Bauchklatscher der besonderen Art. Statt die Chance zu nutzen, die ohnehin verbesserungsbedürftige allgemeine IT-Sicherheit im Land zu stärken, orientiert sich… Die Bundesregierung leistet sich beim Versuch der Umsetzung einer europäischen Richtlinie (für ein höheres Cybersicherheitsniveau) einen Bauchklatscher der besonderen Art. Statt die Chance zu nutzen, die ohnehin verbesserungsbedürftige allgemeine IT-Sicherheit im Land zu stärken, orientiert sich Österreich nur an den Mindestanforderungen der Europäischen Union und plant die Einrichtung einer Behörde mit fatalem Zielkonflikt. Dazu wurde epicenter.works als Experten der Opposition in das Hearing des Innenausschusses geladen. Unsere Empfehlung: Dem NIS2 Gesetz die notwendige Verfassungsmehrheit verweigern.

Podiumsdiskussion zur EU-Wahl: 71. Netzpolitischer Abend AT am 22.05.24

https://metawire.eu/post/239794

Podiumsdiskussion zur EU-Wahl: 71. Netzpolitischer Abend AT am 22.05.24 - Metawire (Beta)

Wir bringen Politik und Community zusammen! Anlässlich der Europawahl 2024 veranstalten wir einen Austausch der netzpolitischen Community in Österreich mit Kandidat:innen aller österreichischen Parteien, die im Nationalrat oder einem österreichischen Landtag vertreten sind und einen Antritt zur…

Wir schlagen Alarm – Schwere Mängel bei der europäischen eID-Implementierung

https://metawire.eu/post/239788

Wir schlagen Alarm – Schwere Mängel bei der europäischen eID-Implementierung - Metawire (Beta)

Mit den aktuellen Plänen für die technische Umsetzung der Europäischen Digitalen Brieftasche (eIDAS) müssten wir Bürger:innen vor der Nutzung des Systems warnen. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern wir die politischen Entscheidungsträger:innen auf, der technischen Umsetzung des eID-Systems in… Mit den aktuellen Plänen für die technische Umsetzung der Europäischen Digitalen Brieftasche (eIDAS) müssten wir Bürger:innen vor der Nutzung des Systems warnen. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern wir die politischen Entscheidungsträger:innen auf, der technischen Umsetzung des eID-Systems in vollem Umfang Rechnung zu tragen.

eIDAS: Vertrauensbruch statt Datenschutz

https://metawire.eu/post/239792

eIDAS: Vertrauensbruch statt Datenschutz - Metawire (Beta)

Wir haben die neuen technischen Leitlinien für die „European Digital Identity Wallet" analysiert und dabei schwerwiegende Mängel aufgedeckt, die die Privatsphäre der Nutzer:innen bedrohen und dem Ziel der Verordnung widersprechen. Wir haben die neuen technischen Leitlinien für die „European Digital Identity Wallet" analysiert und dabei schwerwiegende Mängel aufgedeckt, die die Privatsphäre der Nutzer:innen bedrohen und dem Ziel der Verordnung widersprechen.