Frode Grytten schenkt uns hier
einen leisen, poetischen Roman
über Abschied, Erinnerung und die
Würde eines einfachen Lebens.
Der Fährmann Nils Vik unternimmt
eine letzte Fahrt über den Fjord
und blickt auf seine Liebe, seine
Begegnungen und die Veränderungen
seiner Heimat zurück.
Der letzte Tag des Fährmanns ist
ein stilles, berührendes Buch, das
von seiner besonderen Atmosphäre
lebt. Frode Grytten erzählt mit
großer Wärme und feinem Humor von
Vergänglichkeit, Liebe und dem
Frieden, den man mit dem eigenen
Leben schließen kann.
Die poetische Sprache und die ein-
drucksvollen Bilder der norwegischen
Fjordlandschaft verleihen dem Roman
eine ganz besondere Ausstrahlung.
Ein stiller, feiner und nachdenklicher
Roman, welcher lange im Gedächtnis
bleibt und nachhallt.

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In "Reisen" setzt sich Felicitas Hoppe auf kluge und zugleich sehr persönliche Weise mit dem Unterwegssein auseinander. Statt klassischer Reiseberichte oder Urlaubserzählungen bietet das schmale Buch eine Mischung aus Essay, Erinnerung und Reflexion. Hoppes Weltumrundung auf einem Containerschiff gilt als Ausgangspunkt und immer stellt sich die Frage, warum Menschen überhaupt reisen, welche Sehnsüchte sie antreiben und weshalb die Suche nach dem Fremden oft auch eine Suche nach sich selbst ist. Besonders überzeugend ist ihre originelle, sprachlich präzise Art, das moderne Reisen zu hinterfragen. Mit feiner Ironie beschreibt sie Flughäfen, Züge und Hotels als Orte zwischen Aufbruch und Orientierungslosigkeit.
Das Buch richtet sich weniger an Leserinnen und Leser, die spannende Reiseabenteuer erwarten, sondern an alle, die über das Phänomen des Reisens nachdenken möchten. Hoppes assoziativer Stil verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber mit vielen klugen Beobachtungen. Insgesamt ist Reisen ein anspruchsvoller, nachdenklicher Essayband über Fernweh, Sehnsucht und die Frage, was wir eigentlich suchen, wenn wir aufbrechen.
Ein sprachlich brillantes und philosophisches Buch, das das Reisen nicht nur als Tourismus begreift.

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Mit "Nicht" erzählt Dror Mishani eine ebenso spannende wie kluge Geschichte über Liebe, Verlust und die zerstörerische Kraft von Lügen. Im Mittelpunkt steht Eli, ein verwitweter Übersetzer, der sich unerwartet neu verliebt. Als ihm jedoch ein folgenschwerer Fehler unterläuft, versucht er, die Wahrheit zu verbergen, verstrickt sich in Lügen und gerät immer tiefer in ein Netz aus Ausreden und Täuschungen.
Eli, der alles retten will, weil ihm diese neue Liebe viel bedeutet, droht auf ganzer Linie zu scheitern.
Dass die Geschichte sich dann noch einmal um sich selbst dreht und man atemlos die Seiten umblättert, liegt an der einzigartigen, raffinierten Handschrift Mishanis.
Alle Bücher dieses Autors gehören verschlungen, legt man diese Neuerscheinung aber aus der Hand, entfährt des Lesers Brust ein Seufzer:
"Ach, wie schade, schon vorbei?"
Also, langsam lesen und genießen!

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Großartige Erfolge unserer beiden Auszubildenden in der Buchbinderei beim Internationalen Bucheinbandwettbewerb in München! 🤩
Karla Rosenplänter und Rebecca Knoll haben auch dieses Jahr wieder mit ihren herausragenden Werken überzeugt. Alle Infos: https://ub.uni-koeln.de/die-usb/ueber-uns/buchbinderei/erfolgreiche-ausbildung
@UniKoeln

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Der gutleut verlag wird als „gutleut&gans“ weitergeführt - Buchmarkt

Der gutleut verlag wird nach dem Tod von Michael Wagener als Imprint „gutleut&gans“ im Berliner Gans Verlag weitergeführt. Erste Titel erscheinen im Herbst 2026.

Lesering.de
Die Riesinnen von Hannah Häffner ist ein atmosphärisch dichter Generationenroman, der drei Frauen aus einem Schwarzwalddorf begleitet: Liese, Cora und Eva. Der Roman spannt einen Bogen von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart und verbindet Themen wie Herkunft, weibliche Selbstbehauptung, Naturverbundenheit und gesellschaftliche Enge.
Besonders hervorzuheben ist Häffners Sprache: Poetisch, präzise und zugleich rau. Die Natur des Schwarzwalds wird nicht bloß als Kulisse beschrieben, sondern fast als eigenständige Kraft, die das Leben der Figuren prägt.
Inhaltlich überzeugt der Roman vor allem durch seine Frauenfiguren. Die drei „Riesinnen“ sind Außenseiterinnen – körperlich auffällig, eigenwillig und schwer in die dörflichen Normen einzupassen.
Erzählt wird in diesem Roman nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch eine Geschichte weiblicher Emanzipation über Generationen hinweg.

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Ein stiller, präziser Roman über Nähe, Erinnerung, Einsamkeit und die Verbindungen zwischen Menschen.
Wie oft bei Strout passiert äußerlich wenig und emotional viel.
Im Zentrum stehen Figuren aus  Maine: Lucy Barton, Olive Kitteridge und Bob Burgess.
Strout verknüpft ihre Leben in Gesprächen, Beobachtungen und alltäglichen Begegnungen.
Dabei entsteht weniger eine klassische Handlung als ein Mosaik menschlicher Erfahrungen.
Die Dialoge sind stets echt und ungezwungen und wie auch im wahren Leben reden Menschen des Öfteren aneinander vorbei, tasten sich vor, verschweigen Wichtiges.
Strout schreibt unspektakulär und zugleich tief berührend. Ein Satz kann plötzlich eine ganze Biografie öffnen. Immer wieder zeigt der Roman, wie sehr Menschen einander brauchen.
Figuren und Gespräche wirken wie Reflexionen über das Leben.
"Erzähl mir alles“  ist ein typischer Strout-Roman: gut beobachtet, melancholisch, warm und mit Freude an leisen Zwischentönen. Literarisch fein komponiert entfaltet sich hier wieder einmal
echte Könnerschaft.
Elizabeth Strout zu lesen, ist Glück, verpackt in Buchstaben.

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Der neue Roman „Die Straße“ von Robert Seethaler
ist ein leises, vielstimmiges Porträt des Alltags.
Im Zentrum steht keine einzelne Hauptfigur,
sondern eine Straße und ihre Bewohner über den
Verlauf eines Jahres.
Unterschiedliche Menschen – vom Antiquar über eine
unglücklich verliebte Blumenhändlerin bis hin zu
einem jungen Mann mit Aggressionsproblemen – kreuzen
sich lose in ihrem Alltag. Diese episodische, fast
chorische Erzählweise ist bewusst gewählt: Die Straße
wird zum Mikrokosmos menschlicher Existenz.
Jeder trägt seine Sehnsüchte, Verletzungen und
kleinen Hoffnungen mit sich herum. Seethaler bleibt
seinem charakteristischen Stil treu: knapp, präzise,
unaufgeregt, mit einem Blick für das Unspektakuläre
und einer großen Empathie für „die kleinen Leute“
Der Roman „kratzt an den Fassaden des Alltags“, indem
er hinter scheinbar gewöhnliche Lebensläufe blickt.
Dabei entsteht eine ruhige, fast melancholische
Stimmung. Es passiert wenig im klassischen Sinn – und
doch passiert alles, „was Menschen passieren kann“.
Seethaler interessiert sich weniger für große Dramen
als für das stille Scheitern, Lieben und Hoffen.
Die Straße ist ein stiller, poetischer Roman über das
Nebeneinander menschlicher Leben. Er überzeugt durch
Atmosphäre, Beobachtungsgabe und sprachliche Reduktion.
Wer Seethalers frühere Bücher mochte,
wird sich sofort wiederfinden.

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„Ein Ort, der bleibt“ ist ein atmosphärisch dichter
Roman über Heimat, Verlust und Neuanfang.
Münster, 1933:
Magda muss mit Kindern und Mann, dem jüdischen
Botanikprofessor Albert Heilbronn, Hals über Kopf
Deutschland verlassen.
Immer stärker werden die Repressalien des NS-Regimes.
Durch eine Hilfsorganisation für Wissenschaftler gelangt
die Familie nach Istanbul, wo Albert die Leitung des
botanischen Gartens übernimmt.
Dort trifft die Familie auf die junge Mephare, ebenfalls
studierte Botanikerin.
Im Hier und Jetzt macht sich die junge Imke auf, um als
Stadtplanerin ihr erstes großes Projekt in Istanbul, zu
betreuen.
Die Geschichte verknüpft mehrere Zeitebenen und erzählt
von 3 Frauen, deren Lebenswege sich über Generationen
hinweg kreuzen – verbunden durch einen besonderen Ort,
den botanischen Garten, in Istanbul.
Im Mittelpunkt steht unter anderem das Schicksal deutscher
Emigranten während der Zeit des Nationalsozialismus, die
in der Türkei eine neue Existenz aufbauen.
Diese historische Ebene wirkt besonders authentisch und
verleiht dem Roman Tiefe. Gleichzeitig wird in der
Gegenwart erzählt, wie Vergangenheit nachwirkt und
Identität prägt.
Lüpkes schreibt ruhig, fast poetisch, und lässt den
Figuren viel Raum. Statt großer Dramatik entsteht eine
leise, nachhaltige Wirkung.
Die sehr gut recherchierten botanischen Fakten und Details,
machen neben den ebenfalls akribisch recherchierten
geschichtlichen Hintergründen, die Faszination dieser
Lektüre aus.
Ein stiller, kluger Roman, der zeigt, dass Heimat kein
fester Ort sein muss, sondern etwas, das Menschen in sich
tragen oder neu erschaffen können.

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